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Salon des Amateurs

  • Öffnungszeiten: Mo geschlossen; Di-Do 12 Uhr bis 1 Uhr; Fr und Sa 12 Uhr bis 4 Uhr
  • Telefon: 0211 86399833
  • Website

Infos zur Location

Eine Bar lebt nicht vom Drink allein. Sie braucht den Barmann, der den Mix hinkriegt bei Musik und Smalltalk. Sie braucht die Liebe zum Gast. Nach diesem Motto lebt die Hausbar, die sich Kunsthalle und Kunstverein am Grabbeplatz geleistet haben.

Langgestreckt, schlicht und schummrig erinnert das Lokal an eine diskrete Hotellounge irgendwo in New York. Fette Ledersessel, Teppichboden, kein Geflimmer - keine Kunst? Doch. Sie versteckt sich im „Salon des Amateurs” nur gut. So standen Pate für die Lamellenwand hinter der Theke: die „Demonstrationsräume” von El Lissitzky im Sprengelmuseum. Für den Boden: Duchamps Schachbrett. Für die Atmo: reichlich 70er-Jahre-Filme.

Viel Einsatz also, damit hier dauerhaft Wirklichkeit wird, was einst mit WP8 e.V. begann, von 2000 bis 2002 im Malkasten international bewegte, im „Ego-Club” und mit der Kulturamts-Bar „Baron” auf Zeit gelang: statt einer kommerziell betriebenen, kalten Designerbar einen lebendigen, kommunikativen Treffpunkt zu schaffen für Künstler, Kunstfreunde und Neugierige.

So lümmeln sich nun im Salon (frz.: Gesellschaftszimmer) der Amateure (frz.: jemand, der eine Tätigkeit aus Liebhaberei betreibt) nachmittags Teetrinker und Zeitungsleser aus der Kunstszene; im Dunkel der Nacht steigen auch andere Gäste die Außentreppe hinauf, und um eins ist’s an der Theke gepackt voll. Der Mix stimmt, die Luft ist dank der teuren Klimaanlage bestens. Mit dem Salon des Amateurs wird der Betonklotz am Grabbeplatz ordentlich zum Brummen gebracht.