Clubsound aus Wuppertal

DJ Chris Beck: "Das Publikum ist entscheidend!"

Clubsound aus Wuppertal: DJ Chris Beck: "Das Publikum ist entscheidend!" Clubsound aus Wuppertal: DJ Chris Beck: "Das Publikum ist entscheidend!" Foto: PR

Als Support-DJ stand er bereits für Künstler wie Culture Beat, DJ Ötzi oder Mickie Krause hinter den Turntables. Seinen Sound hat das natürlich nach und nach verändert – heute macht er die Clubs im Bergischen Land mit einem Mix aus House, Dance, Charts, RnB und HipHop-Classics unsicher. Auch in Düsseldorf ist er regelmäßig unterwegs - im "Ohme Jupp" erlebte er dabei sein schönstes und schrägstes Erlebnis beim Auflegen. Warum, erfahrt ihr hier im Steckbrief des 26-Jährigen Wuppertalers.

Geboren am 04.08.1986 in Velbert

Zum DJing kam ich...

... im Jahr 2000. Während meiner Keyboard-/Klavierausbildung habe ich fast nie geübt, obwohl ich mich prinzipiell für Musik begeisterte. Als ich eines Tages meine CDs - die überall in meinem Zimmer herumflogen - sortieren wollte, habe ich diverse Stapel unter anderem auch auf mein Keyboard angeordnet. Da wurde mir klar, dass CDs - beziehungsweise die darauf befindlichen Tracks - ebenso ein Musikinstrument sind wie mein Keyboard.

Bald darauf wurde der Unterricht in der Musikschule gegen einen 2-Kanal Mischer und Haushalts-CD-Player getauscht. Der Effekt: Es klang alles noch viel furchtbarer als meine nicht geübten Klavierstücke… Unzählige Jugendpartys haben allerdings eine enorme Weiterentwicklung bewirkt. Zwei „abgerauchte“ Verstärker sowie vier bis sieben Polizeieinsätze später standen dann allerdings seriöse Veranstaltungen mit vernünftigem Equipment auf der Tagesordnung. Das war dann ziemlich cool.

Exotische Ausflüge als DJ bei den Düsseldorf Magix (ehemaliger Basketballverein) oder als Supporter für Mickie Krause und DJ Ötzi haben stets dazu geführt, dass mein Sound, der damals zwischen House und HandsUp lag, um den ein oder anderen Einfluss bereichert wurde…

Mein Sound:

Wie mein gesamter Werdegang ist auch mein Sound nicht konventionell in eine Schublade zu stecken. Meine Stärke ist ein Clubsound bestehend aus House-, Dance- und Chartmusik gepaart mit RnB und HipHop-Classics. Ich bin absoluter Fan von Bootlegs und MashUps, die den Zuhörer überraschen. Wenn ein Track zum Mitsingen und Tanzen einlädt, wenn er Gänsehaut bereitet oder er eine positives Feeling erzeugt, dann versuche ich ihn zu einer Geschichte zu arrangieren. Eine einzigartige Geschichte für den einen Abend, in dem einen Club für genau diese Zuhörer. Für mich liegt in der Vielfalt der gewisse Reiz.

In diesen Clubs lege ich besonders gerne auf:

Es gibt nicht den einen Club. Ich liebe die kleinen, klitschigen Kaschemmen genauso wie den Großraum. Am Ende zählt nur, dass die Stimmung die Möglichkeit hat, sich zu entfalten. Das ist im Dr. Thompson's in Düsseldorf genauso der Fall gewesen wie im Butan Club in Wuppertal. Letztendlich ist das Publikum entscheidend.

Mein schönstes Erlebnis beim Auflegen war...

... auch in Düsseldorf auf der Ratinger Straße. Ich habe einen Job angenommen im „Ohme Jupp“. Ich wunderte mich zwar über den seltsamen Namen, der nicht ganz dem einer Diskothek entspricht, aber ok. Ich war guter Dinge. Als ich dort ankam, staunte ich dann nicht schlecht, als ich mit meinem Club-Equipment in die „DJ-Kanzel“ kam, die sich als Küche, hinter der Bar gelegen, entpuppte. Ich hatte minimalen Platz und konnte die Leute nur aus einer kleinen Durchreiche erspähen. Sensationell! Der Abend war der absolute Knaller, die Leute waren gut drauf und es war viel zu voll und zu heiß. Besser ging es nicht.

Meine fünf All Time Favorites:

Fünf sind aber verdammt wenig! Mit Sicherheit dabei sind aber…

Jasper Forks – River flows in you (Money-G Mix)
Supermode – Tell me why
The Disco Boys – I surrender
Avicii – Levels in revers (George Monev Mix)
DJ Antoine feat. The Beat Shakers – Ma Chérie (DJ Antoine vs. Mad Mark 2k12 Mix)

Mit diesem DJ möchte ich gerne mal zusammen auflegen:

Ich würde viele DJs gerne mal treffen und mich mit Ihnen über Gott und die Welt unterhalten. Ich finde sowieso, dass sich die Menschen heute zu wenig unterhalten. Aber mit ihnen auflegen... das weiß ich gar nicht.

Wenn ich nicht gerade an den Turntables stehe, dann steht der harte Alltag eines normalen Menschen an: Essen, trinken, schlafen, waschen, putzen, Krisen und Katastrophen managen…

Was dich am DJ-Pult am meisten nervt:

Spät nach Hause zu kommen. Ganz schlimm ist das vor allem, wenn es wieder hell ist und die Vögel zwitschern. Und innerhalb von drei Minuten auf Toilette gehen zu müssen, stellt mich auch immer wieder vor eine Herausforderung.

Und was ich schon immer mal loswerden wollte:

Das interessiert euch doch gar nicht alles… Nur so viel: Habt Spaß und seid vernünftig!

Auf seiner Facebook-Seite erfahrt ihr, wo Chris Beck als nächstes auflegt.

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