3. Oktober in Düsseldorf

Drei Symbole der deutschen Einheit

3. Oktober in Düsseldorf: Drei Symbole der deutschen Einheit 3. Oktober in Düsseldorf: Drei Symbole der deutschen Einheit Foto: RP/gaa
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Düsseldorf könnte bald eine Einheitssäule bekommen. Es gibt aber bereits Orte, die für die Wiedervereinigung stehen.

Die Künstler Thomas Schönauer und Ralph Richter wollen der Stadt eine 30 Meter hohe Skulptur schenken, die sich mit der Wiedervereinigung befasst. Ob sie die Einheitssäule annimmt, ist nicht endgültig geklärt, doch auch 29 Jahre nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 gibt es bereits in Düsseldorf Orte, die für den historischen Tag stehen.

Segelbrunnen

Der Segelbrunnen auf dem Platz der Deutschen Einheit war ein Geschenk der Landeszentralbank und wurde am 3. Mai 1988 eingeweiht, also bereits vor dem Mauerfall. Der Künstler Heinz Mack hatte gut vier Jahre an der Konzeption des Platzes gearbeitet. Im Mittelpunkt befindet sich ein 800 Quadratmeter großes dreieckiges Wasserbecken, in dem sich eine elf Meter hohe Stahlskulptur erhebt. Drei hintereinander gestaffelte Dreiecke wachsen wie Segel aus einer Granitplatte heraus, dazwischen pulsieren Wasserfontänen. Da die drei Segel aus der Ferne gesehen zu einem großen Dreieck verschmelzen, galt der Segelbrunnen als Symbol für die ehemalige Teilung Deutschlands und steht nun auch für die Wiedervereinigung.

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Ein Stück Berliner Mauer

Auch ein Stück der Berliner Mauer steht in Düsseldorf und erinnert an die Wiedervereinigung. Die Recycling-Firma Remex erhielt nach dem Fall der Mauer aus dem Verteidigungsministerium den Auftrag, die Berliner Mauer in ihre Einzelteile zu zerlegen und den Schutt aufzubereiten. Etwa 70.000 Elemente, jedes circa 2,5 Tonnen schwer, kamen nach zwei Jahren Arbeit zusammen. Zwei davon stehen seit 2008 auf dem Firmengelände im Hafen. Der Meerbuscher Künstler Reimund Franke verarbeitete die beiden Elemente zu einem Kunstwerk und nannte das ganze Ensemble im Hafen „Aufbruch“. Was auffällt: Nur ein Mauer-Element ist noch komplett erhalten, das andere wurde bereits von hydraulischen Beißscheren angefressen. So spannt der Künstler den Bogen vom Fall der Berliner Mauer zu der Schredder-Arbeit der Düsseldorfer Firma. „Die beiden Elemente sind immer noch ein Hingucker. Wenn Kunden zum ersten Mal zu uns kommen, bleiben sie stehen uns schauen sich die Mauerteile an“, berichtet Remex-Prokurist Berthold Heuser.

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Der Berliner Bär

Am 23. September 1960 besuchte Berlins damaliger Regierender Bürgermeister Willy Brandt Düsseldorf, um die Berliner Allee einzuweihen und den Berliner Bär, geschaffen von der Tierbildhauerin René Sintenis, zu enthüllen. Das Denkmal mit dem Schriftzug „Berlin“ im Sockel steht auf dem Mittelstreifen der Straße, kurz vor der Kreuzung mit der Graf-Adolf-Straße. Zweimal wurde der Berliner Bär schon vom Sockel gestoßen, jeweils bei Rangiermanövern eines Lkws. Mit der Benennung Berliner Allee wollte man in den 1950er Jahren der besonderen Situation der geteilten Stadt Berlin Rechnung tragen. Den Platz am südlichen Ende der Allee benannte man 1958 Ernst-Reuter-Platz. Der SPD-Politiker Ernst Reuter (1889 bis 1953) war bis 1952 Oberbürgermeister Berlins.

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Quelle: RP