Das bietet euch das AfricaFutura Filmfestival

"Sci-Fi made in Africa" in Düsseldorf

Das bietet euch das AfricaFutura Filmfestival: "Sci-Fi made in Africa" in Düsseldorf Das bietet euch das AfricaFutura Filmfestival: "Sci-Fi made in Africa" in Düsseldorf Foto: Alexander Wurm

Am Samstag, dem 25. Januar, startet mit dem AfricaFutura Filmfestival die Reihe "Afrofuturismus in Düsseldorf". Im Laufe des Jahres sollen weitere Veranstaltungen in KIT Cafe, dem Zakk und der Tonhalle folgen. Auch eine Kooperation mit dem Düsseldorf Festival (September) ist geplant.

Die letzten zehn Jahre waren für Sci-Fi-Fans ein wahres El Dorado: Mit Filmen wie Edge of Tomorrow, der Marsianer, Inception und Interstellar, der Neu-Interpretation von "Planet der Affen" und der Fortsetzung von Blade Runner, dessen Regisseur Ende 2020 übrigens den Wüstenplaneten (alias "Dune") zurück ins Kino bringt, durften wir einige neue Meilensteine auf der großen Leinwand begrüßen.

Im Schatten von Hollywood hat sich derweil eine Strömung im afrikanischen Kino etabliert, deren Stilblüten ihr sicher schon gesehen, oder zumindest davon gehört habt: Vertreter des Afrofuturismus sind beispielsweise der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp, der mit seinen drei Filmen District 9, Elysium und zuletzt Chappie einige Aufmerksamkeit für sich beanspruchen konnte.

Sicher kein klassischer Vertreter, aber ein dicker Fingerzeig auf das Genre ist Marvel's "Black Panther" - die dort gezeigte, afrikanische Stadt "Wakanda" ist ein Archetyp afrofuturistischer Themen.

Gato-Preto-Credit Alexander Wurm (image/jpeg)

Vier Kurzfilme im Herzen der Düsseldorfer Altstadt

Wer Lust auf afrikanische Sci-Fi hat, sollte am 25. Januar unbedingt im CINEMA in der Altstadt vorbeischauen: Gezeigt werden vier ausgewählte Kurzfilme. Mit dabei sind:

UMKHUNGO - Matthew Jankes / 25 Minuten

Den Kurzfilm spielt in den Slums von Hillbrow, South Africa, und handelt von dem Waisenjungen Themba, der seit seiner Geburt über paranormale Fähigkeiten verfügt und damit einem anderen hilft, mit ungeklärten Erlebnissen aus seiner Vergangenheit zurecht zu kommen.

Hier findet ihr den Trailer zu Umkhungo!

JONAH - Kibwe Tavares 15 Minuten

Mbwana und sein bester Freund Juma sind zwei junge Männer mit großen Träumen. Diese Träume werden wahr, sobald sie einen gigantischen Fisch fotografieren, der aus dem Meer springt. Dadurch wird die kleine Stadt zu einem touristischen Hotspot. Aber für Mbwana ist die Realität nicht das, wovon er geträumt hat, und als er den Fisch wieder trifft, beide vergessen, ruiniert und alt, entscheidet er, dass nur einer von ihnen überleben kann.

Hier findet ihr den Trailer zu Jonah!

AFRONAUTS - Nuotama Budomo 15 Minuten

Im März 1965 wollen die USA und die UdSSR den ersten Mann auf den Mond bringen. Tausende von Kilometern entfernt hofft die Zambia Space Academy, mit ihrem "Spacegirl" Matha Mwamba ins Rennen zu gehen. Basierend auf wahren Ereignissen.

Hier findet ihr den Trailer zu Afronauts!

ROBOTS OF BRIXTON - Kibwe Tavares 5 Minuten

Brixton ist zu einem vernachlässigten Gebiet verkommen, das von Londons neuen Robotern bewohnt wird - Robotern, die gebaut und entworfen wurden, um alle Aufgaben zu erfüllen, die den Menschen überdrüssig geworden sind. Der Film zeigt die vorhersehbare Existenz einer von Armut, Ernüchterung und Massenarbeitslosigkeit geprägten Bevölkerung. Sobald die Polizei in den von Robotern besetzten Teil eindringt, explodiert die angespannte Beziehung zwischen den beiden Seiten in einen Gewaltausbruch, der den von 1981 widerspiegelt.

Nach den Filmen erwartet euch noch eine Diskussionsrunde und Aftershowparty mit dem AfricaFutura DJTeam Lee Bass, Matt Flores & Klaus Insehaus (Flora Beats). Es wird ein Abend ganz im Zeichen des afrikanischen Science-Fictions.

AfricaFutura 2020 in Düsseldorf

Carmen Guiba alias Gata Misteriosa ist die Frontfrau der mittlerweile international gefeierten Band Gato Preto. Gemeinsam mit ihrem Band-Partner David Micah alias Lee Bass betreiben sie den Blog africafutura.com. Dort zeigen sie Einblicke in die kulturelle Ästhetik afrikanischer Kunst und Künstler.

Mit AfricaFutura schafft Carmen Guiba die Möglichkeit, sie auf ihrer Spurensuche nach ihren afrikanischen Wurzeln ein stückweit zu begleiten. Nach einem Besuch eines afrofuturistischen Kurzfilmabends in Johannesburg vor einigen Jahren war für sie klar, etwas Vergleichbares müsse sie auch in ihre Heimatstadt, nach Düsseldorf bringen.

So entstand die Idee und so startet sie 2020 eine Reihe von afrofuturistischen Events: "Es geht mir darum, die afrikanische Kreativität und Originalität zu transportieren. Die sogenannte afrikanische Kultur ist immer noch sehr unbekannt in der westliche Gesellschaft und mir ist es wichtig zu zeigen was in der Film-, Kunst-, Mode- und Musik-Szene aktuell passiert. Bei unserer ersten Veranstaltung wird das Augenmerk auf die avantgardistische und futuristische Ebene gerichtet."

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Afrofuturismus ist eine weltweite Bewegung in Literatur, Musik, Kunst, Photography und in weiteren kreative Kategorien, mit futuristischen oder Science-Fiction-Themen, die Elemente der schwarzen Geschichte und Kultur beinhalten, bzw. die Sichtweise aus dem afrikanischen Kontinent widergibt.

Sie ist eine literarische und kulturelle Ästhetik, welche Elemente aus Science-Fiction, historischen Romanen, Fantasy, und magischem Realismus mit nicht westlichen Kosmologien kombiniert, um nicht nur heutige Dilemmata von people of color zu kritisieren, sondern auch um historische Ereignisse aus der Vergangenheit zu bearbeiten, befragen und erneut zu prüfen.

Über Carmen Guiba

Carmen Guiba alias Gata Misteriosa wuchs bei Lissabon auf. Seit den 1990er Jahren ist sie in Hip Hop-, Funk-, Soul- und Jazz-Projekte involviert. Ihre Eltern stammen aus Mosambik, dadurch ist sie mit den aktuellen Party-Trends des lusophonen Afrika sehr vertraut.

Für ihr Physikstudium kam sie 2004 nach Deutschland, wo sie den Breakbeat-Produzenten David Micah alias Lee Bass in Düsseldorf kennenlernte. Über die Plattenkiste seines ghanaischen Vaters wurde auch er früh an afrikanische Sounds aus Soul, Funk und Highlife herangeführt.

David Micahs Projekte erstrecken sich über die Zusammenarbeit mit Leeroy Thornhill (The Prodigy), Deep Impact, Dj Quest, und vielen anderen Künstlern.

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Über Gato Preto

2017 und 2018 sind turbulente Jahre für Gato Preto. Das Global Bass-Duo veröffentlichte sein Debütalbum Tempo. In der Sendung „Tracks“ bei Arte wurden sie innerhalb des Beitrags „Afrofuturismus: Die neuen Science-Fiction-Ikonen“ porträtiert und zahlreiche Tourneen führen die beiden und ihre Liveband von Austin, TX über Kenia bís nach Oslo und New York.

Gato Preto bringt all das zu einem schier vibrierenden Ganzen zusammen, was internationale Club-Kultur spannend macht: als Grundzutaten rockenden Favela-Funk aus Rio, rumorende Township-Grooves aus Südafrika und Angolas technoiden Electro-Hybrid Kuduro, wahlweise mit Rave und Breakbeat vermengt. Geradezu eine musikalische Steilvorlage von Soundtüftler und Produzent Lee Bass an die Gato Preto-Femcee Gata Misteriosa und ihre portugiesischen Power-Punchlines.

Neben Konzerten in Pariser und New Yorker Clubs, Heimspielen im Düsseldorfer zakk und Auftritten beim Londoner Lovebox Festival, dem African Futures Festival in Johannesburg, dem Lowlands Festival in den Niederlanden, dem Glastonbury Festival, dem Fusion Festival bei Berlin oder dem NyegeNyege- Festial in Uganda, war Gato Preto im letzten Jahr unter anderen bei der Womex in Katowice und beim SXSW Festival in Austin, TX zu sehen.

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