Shopping Am 14. November

Zoo-Nacht startet mit neuem Konzept

Shopping Am 14. November: Zoo-Nacht startet mit neuem Konzept Shopping Am 14. November: Zoo-Nacht startet mit neuem Konzept Foto: Marc Ingel
Von |

Am 14. November gibt es wieder einen langen Donnerstag in den Geschäften rund um die Rethelstraße.

Am Anfang war der Zoo-Beutel. In Rückbesinnung auf die Zeit vor 1943, als der Zoopark tatsächlich noch ein Tierpark war, kreierten Christine Bolland und Elke Böttcher von der Buchhandlung an der Rethelstraße in Kooperation mit der Illustratorin Isabella Roth eine Kunststoff-Tragetasche mit dem Fotomotiv des trötenden Elefanten Toni, der, wie das Stadtarchiv belegt, tatsächlich einmal im Zoopark gelebt hat. 100 Stück wurden davon vor drei Jahren erst einmal produziert, und fortan sah man zuhauf Menschen auf der Rethelstraße, die ihre Einkäufe in eben diesen Taschen nach Hause trugen.

Einkaufen mit gutem Gewissen: Fair Fashion-Shops in Düsseldorf Einkaufen mit gutem Gewissen Fair Fashion-Shops in Düsseldorf Zum Artikel »

Komm zoo uns!

Denn darum ging es: Ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen – unter den Einwohnern des Zooviertels im Allgemeinen und den Geschäftsleuten rund um die Rethelstraße im Besonderen. Denn da lag in den Jahren zuvor vieles im Argen, jeder kochte mehr oder weniger sein eigenes Süppchen. Und auf einmal gab es eine viel stärkere Identifikation mit dem Stadtteil.

Mit der langen Zoo-Nacht wurde der nächste Schritt unternommen, wieder lag die Federführung bei den beiden Buchhändlerinnen. Viele Einzelhändler machten mit und ließen ihre Geschäfte an einem Donnerstag länger offen. Doch zwischendurch müssen Christine Bolland und Elke Böttcher ja nun auch mal Bücher verkaufen und können nicht im Vorfeld einer solchen Shopping-Aktion ständig Klinken putzen bei den Kollegen. Daher haben die Händler der Rethelstraße jetzt eine noch junge Werbeagentur mit ins Boot geholt, die diese Aufgabe übernehmen soll.

Stahlwerk, Parkhotel oder "Die Ente": Top-Adressen für Gänseessen in Düsseldorf 2019 Stahlwerk, Parkhotel oder "Die Ente" Top-Adressen für Gänseessen in Düsseldorf 2019 Zum Artikel »

„Wir haben uns selbstverständlich auch andere Stadtteile zum Vorbild genommen, wo so etwas vielleicht noch besser klappt, Flingern natürlich, aber auch das Viertel rund um die Lorettostraße“, sagt Konstantin Graeff von der Agentur Owls & Larks. „Jedenfalls haben wir erst einmal daran gebastelt, einen einheitlichen Auftritt mit Wiedererkennungswert zu kreieren“, erklärt der Konzepter. Der Elefant Toni bleibt den Düsseltalern erhalten, das Logo auf Plakaten und Flyern hat im Bauch jetzt einen Sinnspruch: „Komm zoo uns!“ heißt es am Donnerstag, 14. November, wenn die Geschäfte wieder mindestens bis 21 Uhr, manche aber auch länger, geöffnet haben. „Wir haben viel telefoniert, sind die Rethel- und Achenbachstraße, die Herder- und die Weseler Straße auf- und abgegangen“, berichtet Graeff von seinen und den Bemühungen seines Kompagnons Daniyal Khan.

Vielleicht auch bald ein Straßenfest?

Das hat offenbar Früchte getragen, denn bei der anstehenden Zoo-Nacht machen noch mal eine ganze Reihe mehr Händler und Gastronomen mit. So ist auch die Strecke gewachsen, die jetzt von der Sennhütte an der Ecke Franklinbrücke bis zum Zoo-Pavillon am Eingang des Zooparks verläuft. Weitere Neuzugänge sind etwa dm, „die Bezirksleiterin will sogar selbst bis zum Schluss mit anpacken“, so Graeff. Auch das Bestattungsinstitut Carl Salm ist mit von der Partie. Da sich jeder Teilnehmer für diesen Abend eine Besonderheit ausdenken soll, darf man hier besonders gespannt sein. Auf der neu gestalteten Facebook-Seite sind alle Teilnehmer und ihre Ideen für die lange Zoo-Nacht nachzulesen.

"Fünf Lieblingsorte" in Düsseldorf: Carsten Fritz mag es in der Carlstadt "Fünf Lieblingsorte" in Düsseldorf Carsten Fritz mag es in der Carlstadt Zum Artikel »

Das Risiko der teilnehmenden Geschäftsleute ist überschaubar, Graeff und Khan nehmen für den Anfang einen Beitrag von unter 20 Euro pro Teilnehmer für die Arbeit. „Natürlich erhoffen wir uns mittelfristig eine Steigerung des Bekanntheitsgrades, wir wollen die Nummer eins im Zooviertel werden“, formuliert Graeff das Ziel. Auch für die Zukunft haben sich die beiden Werber schon so ihre Gedanken gemacht: „Warum nicht mal wieder ein richtiges Straßenfest auf der Rethelstraße unter Einbeziehung des Ahnfeldplatzes?“, träumt Graeff.

 

Quelle: RP