Premiere am Mittwoch

Autokino in Düsseldorf erfolgreich gestartet

Premiere am Mittwoch: Autokino in Düsseldorf erfolgreich gestartet Premiere am Mittwoch: Autokino in Düsseldorf erfolgreich gestartet Foto: Anne Orthen
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Weil das sonstige Freizeitangebot weitgehend brachliegt, hat die Stadttochter D.Live ein Autokino an der Messe organisiert. Bei der Premiere lief das meiste rund.

Das neue Düsseldorfer Autokino auf dem Messeparkplatz P1 hat eine erfolgreiche Premiere gefeiert. Als erster Film wurde am Mittwochabend „Lindenberg! Mach dein Ding“ gezeigt – übrigens ein Werk mit Düsseldorf-Bezug, denn Panikrocker Udo Lindenberg hat einst im Hotel Breidenbacher Hof gearbeitet; einige Szenen des Films wurden in der Landeshauptstadt gedreht.

Die Vorstellung war komplett ausverkauft, rund 500 Autos sind auf dem Platz zugelassen. Zu sehen waren am Abend Kennzeichen aus ganz Nordrhein-Westfalen; bei weitem nicht nur Düsseldorfer nutzten das neue Unterhaltungsangebot – eine willkommene Abwechslung, weil normale Kinos gerade geschlossen sein müssen. Nach der Vorstellung war man auch bei der Stadttochter D.Live, die das Autokino veranstaltet, sehr zufrieden mit dem Auftakt. Wir haben uns umgeschaut.

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Anfahrt Die Wegeführung rund ums Messegelände kann für die, die nicht gelegentlich für eine Messe herkommen, verwirrend sein. Veranstalter D.Live hat die Einfahrten zum Kino aber gut sichtbar ausgeschildert. Das letzte Stück des Weges ist etwa eine Stunde vor Filmstart zäh, weil zu diesem Zeitpunkt sehr viele Autos ankommen. Die Einweiser von der Verkehrswacht helfen dabei, den richtigen Parkplatz zu wählen. Später, bei der Abreise, wird es dann hakelig, weil die richtigen Ausfahrwege nicht klar vorgegeben sind. Insgesamt kamen wir aber zügig vom Gelände.

Organisation Für die kurze Vorbereitungszeit ist vieles gut organisiert – und auch mit Blick auf die Besonderheiten eines Autokinos durchdacht. Große Banner verraten die Frequenz, die man im Autoradio für den Filmton einstellen muss. Dort läuft als Vorprogramm Musik, ein Moderator gibt zwischendurch Hinweise zum Kino – erklärt beispielsweise, dass alle Scheinwerfer und Bremslichter ausgeschaltet sein sollten, was anschließend auch einzeln kontrolliert wird. (Es gibt notfalls Abdeckungen fürs Tagfahrlicht.) Die Besucher lässt er zuvor im Chor hupen, ein bisschen Spaß muss sein – außerdem ist das der Test, ob der Radioton in den Autos ankommt. Die Sicht ist in Ordnung, die Pkw-Reihe vor einem kann je nach Autogröße allerdings ein Stück ins Bild ragen. In unserem Fall hat es das Filmerlebnis nicht getrübt. Einige Besucher setzten ihren Pkw schnell noch ein Stück nach hinten.

Verpflegung Angeboten werden einzelne Getränke oder eine „Autotüte“ für 8,50 Euro (nur mit Karte zahlbar). Deren Inhalt ist wenig spektakulär: ein Sandwich (Käse oder Hähnchen), einmal Popcorn, kleine Tüten mit Nachos und Gummibärchen sowie ein Getränk. Gemessen an üblichen Kinopreisen ist das Paket aber durchaus fair; und man setzt aus hygienischen Gründen bewusst auf vorverpacktes Essen. Außerdem ist das Mitbringen von Speisen im eigenen Auto natürlich erlaubt; man kann also einfach vor dem Kinobesuch schnell bei einem Imbiss vorbeifahren (was einige gemacht haben) oder sich etwas von zuhause mitbringen.

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Technik Die 400 Quadratmeter große Leinwand kennen viele Düsseldorfer bereits aus dem Open-Air-Kino am Robert-Lehr-Ufer; es ist die größte hydraulische Leinwand Europas; die Bildqualität ist bestens. Der Ton ist teilweise natürlich abhängig von der Qualität des eigenen Autoradios. Er funktioniert während des Films jedenfalls durchgehend ohne jede Störung oder Rauschen.

Sicherheit Die Ideen des Autokinos, alle Hygieneregeln einzuhalten, sind weitgehend gut umgesetzt. Das Einscannen des Tickets durchs geschlossene Fenster funktioniert reibungslos. Bei den Warteschlangen fürs Essen sind Abstände eingezeichnet, die auch anstandslos eingehalten werden. Der angekündigte Abstand von zwei Metern zwischen den Pkw ist dagegen nicht immer eingehalten; viele Wagen parken auch in ganz normalem Abstand nebeneinander.

Fazit Es war ein schöner Filmabend. In kurzer Zeit wurde ein gut funktionierendes Event auf die Beine gestellt. Man kann sich vorstellen, dass das auch in Zeiten ohne Corona auf viel Interesse stoßen würde.

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Quelle: RP