Coronavirus in Düsseldorf

Zu zweit auf 40 Quadratmetern: #stayathome mit Düsseldorfer Studentin

Coronavirus in Düsseldorf: Zu zweit auf 40 Quadratmetern: #stayathome mit Düsseldorfer Studentin Coronavirus in Düsseldorf: Zu zweit auf 40 Quadratmetern: #stayathome mit Düsseldorfer Studentin Foto: Privat

Uns alle hat die Pandemie fest im Griff. So auch Lisa - unsere Autorin. Sie ist 23 Jahre alt, Studentin und wohnt im Düsseldorfer Stadtteil Bilk. Wie es ihr gerade geht, was die Freunde sagen und welche Gedanken ihr durch den Kopf gehen, erfahrt ihr hier.

Viel von unserem Stadtteil werde ich die nächsten Wochen nicht sehen und das macht mir und meinem Freund ganz schön zu schaffen. Denn ich wohne in meiner beschaulichen Wohnung nicht allein, sondern mit meinem Partner, der nicht ganz so angetan von der aktuellen Lage ist. Aber da ist er bestimmt nicht allein, oder?

Letzten Sonntag stand ich noch im strömenden Regen neben meinem Vater im Südpark und habe meinen Freund beim Fußball angefeuert. Inzwischen ist zwar das Wetter deutlich besser, dafür haben wir jetzt ganz andere Probleme.

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Unter anderem werde ich meinen Vater jetzt erstmal eine Zeit nicht sehen können. Er gehört nämlich zur Risikogruppe und ist ein Grund dafür, dass ich ganz und gar nicht entspannt bin, was diesen Virus angeht. Während ich zu Hause bin und auf soziale Kontakte verzichte, muss er weiterarbeiten.

Ab nächster Woche hat er zum Glück Urlaub genommen und wenigstens dann kann ich ein wenig durchatmen. Fast jeder von uns hat jemanden im Umfeld, der zur risikobehafteten Gruppe gehört. Deshalb bin ich der Auffasung, dass man dafür auch mal auf Partys, Reisen und unnötige Treffen verzichten kann.

Anfang letzter Woche wurden die Auswirkungen der Pandemie auch langsam in Deutschland spürbar. Die Konzerte, auf die mein Freund und ich gehen wollten, wurden allesamt abgesagt. "Besser so" sagten wir uns, aber eine gewisse Enttäuschung schwang da natürlich auch schon mit. Als dann fest stand, dass auch die Heinrich-Heine Universität mindestens bis zum 19. April geschlossen bleibt, war uns klar: Das wird eine sehr harte Zeit für uns.

Ein holpriger Start in die soziale Isolation

Tja, es geht erst ein paar Tage so, aber ich kann sagen: Diese soziale Isolation wird für uns eine größere Herausforderung als anfangs gedacht.

Wir sind seit ungefähr drei Jahren ein Paar und wohnen seit Sommer 2019 zusammen. Seitdem suchen wir eine größere Wohnung, da die aktuelle gerade mal 40 Quadratmeter misst. Im Alltag war das eigentlich nie ein Problem. Immerhin war mein Freund fast jeden Tag in der Uni zum Lernen und hatte vier Mal die Woche Fußball.

Homeoffice-Kche (image/jpeg)

Jetzt sieht die Situation allerding anders aus und so kämpfen wir aktuell täglich um einen Platz an unserem kleinen Küchentisch. Inzwischen überlegt mein Liebster, meinen Schminktisch als Schreibtisch umzufunktionieren und auf den Wäschespeicher zu stellen. Ich muss zugeben: Die Idee find ich gar nicht mal so schlecht, denn auch wenn wir uns lieben. Fünf oder mehr Wochen auf 40 Quadratmeter könnten schon zur Belastungsprobe werden.

Ziele für die nächste Zeit

Aber vielleicht hat diese Zeit ja auch was Gutes. Ich habe meine Bachelorarbeit seit einem halben Jahr vor mir her geschoben. Jetzt habe ich eigentlich keine Ausrede mehr, wieso ich diese nicht schreiben kann. Vielleicht kann ich dann am Ende dieser Pandemie endlich ein abgeschlossenes Studium vorweisen und einen gut bezahlten Job finden.

Denn das Geld wird in dieser Zeit nämlich auch langsam knapp. Ich würde ja sagen, dann werden nur noch Nudeln aufgetischt - aber auf die Idee ist scheinbar ganz Deutschland gekommen. Na ja, halb so schlimm. Dafür habe ich noch eine Packung Klopapier. Das soll ja der neuste Trend sein.

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