CSD in Düsseldorf

Ein buntes Fest für Toleranz

CSD in Düsseldorf: Ein buntes Fest für Toleranz CSD in Düsseldorf: Ein buntes Fest für Toleranz Foto: TONIGHT.de/Ben Liebsch
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Mit einem großen Programm feiern Schwule, Lesben, Transgender und Besucher nächste Woche in Düsseldorf den Christopher Street Day.

Die Kundgebungen zum Christopher Street Day, der traditionell am ersten Juni-Wochenende gefeiert wird, sind mit Abstand die bunteste Polit-Demonstration überhaupt. In diesem Jahr dürfte sie besonders ausfallen, denn schließlich wird das 50-jährige Jubiläum des CSD und des Kampfes für Gleichberechtigung aller Menschen ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung gefeiert. In Düsseldorf, wo man aufgrund des Jubiläums auf ein gesondertes Motto verzichtet hat, kommen vom 31. Mai bis zum 2. Juni 2019 Schwule, Lesben, Transgender und sexuell divers orientierte Menschen zu Demo, Straßenfest und Party zusammen.

Geschichte Der CSD erinnert an den Aufstand von Homosexuellen 1969. Grund war die rassistische Härte, mit der die Polizei bei einer Razzia in der an der New Yorker Christopher Street gelegenen Szenekneipe Stonewall Inn gegen Homosexuelle vorgegangen war. Den Protesten der folgenden Jahre schlossen sich verschiedene Minderheiten an, die gleichfalls gegen mangelnde Akzeptanz und für Gleichberechtigung protestieren wollten. Auch wenn mittlerweile in Deutschland mit der „Ehe für Alle“ schon viel erreicht wurde, so sieht die Community im gesellschaftlichen Alltag, am Arbeitsplatz, auf Schulhöfen und auf Sportplätzen noch immer viele Indizien für Diskriminierung. Seit sechzehn Jahren wird in Düsseldorf der Christopher Street Day gefeiert, seit elf Jahren ist dann der Johannes Rau-Platz eine Partymeile.

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Zeitplan Zum Auftakt des CSD Düsseldorf findet am Freitag, 31. Mai, um 17.30 Uhr stets eine ökumenische Andacht, diesmal in der Neanderkirche, Bolkerstraße 36, statt. Die Gestaltung haben Jugendliche des Puls-Jugendzentrums, der evangelischen und katholischen Jugend sowie der Aids-Hilfe übernommen. Um 17 Uhr fällt bereits der Startschuss zum Straßenfest auf dem Johannes-Rau-Platz. Geboten werden kulinarische Köstlichkeiten, Verkaufsstände für Kleidung, Schmuck und Kunstgegenstände sowie Infostände. Am Samstag, 1. Juni, beginnt das Straßenfest um 12 Uhr. Nach dem Ende um 22 Uhr findet es seine Fortsetzung als Party im Zakk, Fichtenstraße 40, wo verschiedene DJs mehrere Dancefloors bespielen. Ein Shuttle-Bus übernimmt den Transfer zur Party-Location. Am folgenden Sonntag läuft das Straßenfest von 12 bis 20 Uhr.

Bühnenprogramm Die Hauptbühne auf dem Johannes-Rau-Platz präsentiert ein gemischtes Programm aus Musik, Tanz, Travestie und Comedy. Das Showprogramm eröffnet am Freitag Schauspielerin und Sängerin Diana Schneider. Das stilistische Spektrum reicht von Singer/Songwriter „enkelson“ über Schlager-Queen Jasmin Suchan bis hin zur Cover-Band „No Comply“. Ferner enthält das Line-UpIkenna, eine musikalische Wiedergeburt von Whitney Houston, sowie Nicole Lawrence, die Chart-Erfolge am Fließband singt. Bestens bekannter Programmpunkt ist auch die KG Regenbogen.

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Demo Um 13 Uhr beginnt am Samstag auf der Friedrich-Ebert-Straße die Aufstellung des Demonstrationszugs und ab 14 Uhr wird es losgehen. Zahlreiches schaulustiges Publikum wird den Weg der Demo unterm Regenbogen als Mischung aus Polit-Kundgebung und Karneval säumen, und den rund 1500 erwarteten Teilnehmern auf der Oststraße, Graf-Adolf-Straße, Königsallee, Heinrich-Heine-Allee, Altstadt und Rathausufer zujubeln. Um 15 Uhr wird die Szene zudem auf dem Schadowplatz ihre politischen Forderungen kundtun. Das Finale findet auf dem Johannes-Rau-Platz statt.

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Quelle: RP