"Düsseldorf ist Großstadt mit Jeder-kennt-jeden-Prinzip"

Das ist das Düsseldorfer Theaterduo "Dobstroh"

"Düsseldorf ist Großstadt mit Jeder-kennt-jeden-Prinzip": Das ist das Düsseldorfer Theaterduo "Dobstroh" "Düsseldorf ist Großstadt mit Jeder-kennt-jeden-Prinzip": Das ist das Düsseldorfer Theaterduo "Dobstroh" Foto: Jacob Wagner

Die Theatermacherinnen "Dobstroh" führen direkt am Rhein das Drama "Das Double" auf. Wir zeigen euch, worum es in dem Stück geht und was die beiden an Düsseldorf am liebsten mögen!

Zoë Dobrileit und Marika Rockstroh (Foto, oben v.l.) sind Wahl-Düsseldorferinnen und verliebt in Stadt, Rhein und die Bühne. Unter dem Namen "Dobstroh" machen die beiden seit 2017 gemeinsam Theater und führen aktuell Ernst-Jürgen Dreyers Drama "Das Double" in einer rustikalen Lagerhalle mit Blick auf den Rhein auf. 

"Düsseldorf ist die perfekte Mischung aus Großstadt-Feeling und dem "Jeder-kennt-jeden-Prinzip", welches man vom Dorfleben kennt. Alles was man braucht ist mit dem Fahrrad erreichbar und die lebendige Kulturszene in Düsseldorf kreiert immer wieder etwas Neues", finden die beiden. 

Nicht nur wegen des Theaters lieben sie die Stadt, sondern auch wegen der Freizeit- und Gastromöglichkeiten: "Zoë ist gerne am Kögraben und im Florapark unterwegs, ich bin Flingern sehr verbunden - nicht nur wegen dem Kaffeehandwerk, meinem liebsten Café in der Stadt", erzählt Marika, die bei dem Stück Regie führt. 

Wenn es um coole Locations in der Stadt geht, haben die Beiden noch weitere Empfehlungen auf Lager: Das Manko Café + Workspace ist eins ihrer liebsten Orte, um tagsüber an neuen Projekten zu arbeiten und neue Menschen zu treffen. Abends zieht es sie in den Seifenhorst, die Brass Bar oder das Alchemist Bistro. 

Das Double (image/jpeg) Zoë Dobrileit und Majid Bakhtiari auf der Bühne.

"Das Double" in der Werft 77 am Rhein

Vor 30 Jahren lief die erste Folge der Simpson, Thomas Müller wurde geboren, beim Zirkus Flic Flac sorgten die Artisten erstmalig für atemberaubte Gesichter - und die Mauer fiel. Und genau um den Mauerfall geht es in der "Dobstroh"-Produktion "Das Double", welche von Videokünstler René unterstützt wird.

Es ist eine Theateraufführung mit klassischen Elementen und frischem Wind - oder eher Wasser. Der Rhein spielt nämlich nicht nur außerhalb der Aufführungsstätte, der Werft 77 in Reisholz, eine große Rolle, sondern auch bei der Show: ein flatternder Vorhang ist Teil der Bühne, auf der sich die Liebesgeschichte von Günter abspielt.

Günter flieht 1964 von Ost nach West, lässt seine Frau zurück und versucht alles, um sie zu sich holen zu können. Nichts funktioniert, bis er die Westberlinerin Anne trifft. Sie sieht seiner Frau nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern lässt Günter auch seine ursprünglichen Pläne überdenken.

Das Theaterstück ist alles in allem kein 0815-Rahmenspiel: Die Location ist roh und theateruntypisch, die Bühne ist ebenerdig und es gibt nur zwei Schauspieler: Majid Bakhtiari (Foto) und eben Zoë Dobrileit. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, es dreht sich um Liebe und Trennung - die Vorstellung ist durch Multimedia unterstützt.

Besonders spannend ist das Projekt für "Dobstroh" und das Team nicht nur wegen der Aktualität des Themas, sondern auch wegen persönlicher Fluchterfahrungen. Schauspieler Majid Bakhtiari kam 1988 selbst nach Deutschland und kann sich mit der Geschichte identifizieren.

Termine und Tickets

"Das Double" anschauen könnt ihr euch am 10., 11. und 12. Oktober 2019 in der Werft 77 an der Reisholzer Werftstraße 77 in Düsseldorf. Da es sich um eine Lagerhalle und nicht um einen kuscheligen Theatersaal handelt, zieht ihr euch am besten warm an :-)

Der Einlass an allen Vorstellungstagen ist um 19.30 Uhr, Spielbeginn um ca. 20 Uhr. Karten können online reserviert werden, die Kosten liegen bei 15 Euro, ermäßigt bezahlt ihr 12 Euro. Pro Vorstellung gibt es 60 Plätze.