In der Benrather Fußgängerzone

Boutique-Eröffnung in Corona-Zeiten

In der Benrather Fußgängerzone: Boutique-Eröffnung in Corona-Zeiten In der Benrather Fußgängerzone: Boutique-Eröffnung in Corona-Zeiten Foto: Friedemann Fey
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Mitten in der Pandemie wagte Simone Herrmann den Schritt mit ihrem Laden „My fair Lady“. Sie zog vor zwei Jahren der Liebe wegen nach Benrath. 30 Jahre betrieb sie ein Geschäft in Mönchengaldbach.

Wäre Simone Herrmann nicht von Hause aus Optimistin, wer weiß, ob sie dann Mitte Mai – mitten in der Corona-Pandemie – tatsächlich ihren Laden „My fair Lady“ in der Benrather Fußgängerzone eröffnet hätte. Vor ihr waren in dem kleinen Ladenlokal am Harry-Piel-Platz, dem Komplex, der der Allianz-Versicherung gehört, ein Süßigkeitengeschäft und ein Juwelier untergebracht. Nun also Damenbekleidung. Bereits im Dezember hatte Herrmann den Mietvertrag unterschrieben. Da hatte noch niemand im Sinn, dass es so etwas wie den Lockdown eines ganzen Landes geben könnte.

Die Zeit bis zur Eröffnung hat Simone Herrmanns gut nutzen können. Denn die Geschäftsräume wurden so umgebaut, dass der eine Raum nun so aussieht, wie eine kleine Boutique aussehen sollte: bunt und einladend. Doch was hat die Ladenbesitzerin nun nach Benrath verschlagen? Die Liebe. „Ich lebe jetzt seit zwei Jahren hier und liebe es: das Schloss, den Rhein und die tollen Möglichkeiten Fahrrad zu fahren“, erzählt die gebürtige Hildenerin.

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Mit ihren Eltern hatte es sie als Kind schon nach Mönchengladbach verschlagen. 30 Jahre führte Simone Herrmann dort ihre eigene Boutique, in der sie auch Nagel-Modellage angeboten hatte. An ihre inzwischen verstorbenen Eltern erinnern mehrere Möbelstücke in dem Geschäft, unter anderem ein bemalter Bauernschrank und eine -kommode. „Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich sie sehe“, erzählt Simone Herrmann, die auch ein Foto ihrer Eltern aufgehängt hat. Mit diesen lebten sie damals in einem schönen, alten Patrizierhaus, in das die Möbel bestens hineinpassten. Doch mehr ins Auge fallen die großformatigen bunten Acrylbilder an den Wänden, die sie selbst nach Vorlagen gemalt hat. „Ein Hobby von mir.“

Bei ihrem Warenangebot wolle sie sich nicht festlegen, beschreibt Simone Herrman. Sie hat sowohl flippige Stücke, wie bunte Hippi-Kleider für jüngere Kundinnen, wie auch elegantere Teile für die etwas älteren Damen. Es gibt aber auch Taschen und Schmuck. Oft habe sie nur Einzelstücke da, erzählt sie. Einen Laden in einer Zeit zu eröffnen, in denen andere ihren schließen, darin sieht Simone Herrmann kein Problem: „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt öffnen konnte. Zudem bin ich überzeugt von dem, was ich mache. Ansonsten würde das auch nicht funktionieren.“

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In Kürze will auch das Geschäft von Aust wieder öffnen. Wegen der Corona-Pandemie ist es derzeit geschlossen. Zettel in den Schaufenstern informieren, dass es bald weitergehen soll. Auch das Haushaltswarengeschäft an der Görresstraße öffnet bald. Inzwischen ist der Mieter beim Einrichten. Ein Teil der Ware ist schon angekommen, unter anderem wird es Artikel der Firma Le Cruset zu kaufen geben. Weil die Geschäfte an der Görresstraße stark unter der Leitungsbaustelle der Netzgesellschaft leiden, hat die Aktionsgemeinschaft am Anfang der Straße einen großen Werbewimpel aufgestellt. Die Stadtwerketochter erledigen ihre Arbeit an den Leitungen nun in einem Rutsch. Dadurch ist auch ein Großteil der Fußgängerzone, des Marktes und der Görresstraße zeitgleich aufgerissen.

Noch ein bisschen hin ist es zu einer weiteren Geschäftseröffnung. In den Räumen des Modeladens Arielle an der Friedhofstraße zieht voraussichtlich im September das Feinkostgeschäft „Garlic“. In einem Zettel im Schaufenster heißt es „Wir machen uns startklar“.

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Quelle: RP