Nach Sperrung

Düsseldorf gibt Rheintreppe am Burgplatz wieder frei

Nach Sperrung: Düsseldorf gibt Rheintreppe am Burgplatz wieder frei Nach Sperrung: Düsseldorf gibt Rheintreppe am Burgplatz wieder frei Foto: RP
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Der Ordnungsdienst (OSD) traf am Samstagabend 200 Personen an der Rheintreppe an. Auch an anderen Orten waren viele Menschen unterwegs. Der OSD erhielt viele Beschwerden, die meisten davon waren jedoch unbegründet.

Update, 7. April: Zunächst sollte der beliebte Treffpunkt gesperrt bleiben. Dann entschied sich die Stadt am Montagmittag (6. April) doch dazu, ihn wieder freizugeben.

"Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften, die am Wochenende einen tollen Job geleistet haben. Die besondere Herausforderung lag dieses Mal sicherlich darin, die Bürger, die nach zwei Wochen eingeschränkten Kontakts aufgrund der Corona-Krise nun das sonnige Wochenende genießen wollten, freundlich aber bestimmt auf die nach wie vor geltenden Abstandsregeln hinzuweisen", so Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD).

Der städtische Ordnungs- und Servicedienst (OSD) hatte bei einer Kontrolle am Burgplatz rund 200 Personen angetroffen, die ohne ausreichenden Abstand zueinander auf der Rheintreppe saßen, um die Sonne zu genießen. „Die Treppen waren voll“, berichtete OSD-Mitarbeiter René Jungnickel. Mit sechs Mitarbeitern und Unterstützung von zwei Polizisten löste man bei dem Einsatz am Samstagabend die Menschenansammlung auf.

Die Mehrheit der Leute reagierte verständnisvoll und verließ den Platz. Einzelne Gruppen zeigten sich dagegen uneinsichtig und begannen, mit den Einsatzkräften zu diskutieren. Dabei stach ein 39 Jahre alter Mann hervor, der sich partout weigerte, den Platz zu verlassen. Seine Personalien wurden aufgenommen, gegen ihn könnte nun ein Bußgeld verhängt werden.

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Um eine erneute Ansammlung von Menschen zu verhindern, wurde die Rheintreppe im Anschluss mit Flatterband und Zäunen abgesperrt. Als der Ordnungsdienst wenig später noch einmal den Burgplatz kontrollierte, konnten keine weiteren Verstöße mehr festgestellt werden. Am Sonntag war an dieser Stelle ebenfalls viel Betrieb, die meisten Passanten waren jedoch bemüht, den Abstand untereinander einzuhalten – auch wenn das bei der Menge an Zweiergruppen und Familien nicht immer leicht war. Eine Ansammlung wie am Samstag gab es jedoch nicht.

Auch abseits des Burgplatzes waren an diesem Wochenende viele Menschen unterwegs, um das gute Wetter für einen Ausflug ins Freie zu nutzen. Der Ordnungsdienst kontrollierte deshalb beliebte Orte wie Parks oder Seen oder ging den Beschwerden von Bürgern nach, wovon es an diesem Wochenende mehr als 120 Stück gab. In den meisten Fällen konnten dabei jedoch keine Verstöße gegen das Kontaktverbot festgestellt werden.

Die OSD-Mitarbeiter René Griesbach und Melina Haselau waren unter anderem in Niederkassel, Kaiserswerth und am Angermunder See im Einsatz. „Die Mehrheit der Menschen hält sich an die Abstandsregeln“, erzählte Griesbach. So waren zwar einige Personen zum Sonnenbaden an den See gekommen, aber alle Besucher blieben in Zweiergruppen oder im Kreis ihrer Familien zusammen, sodass der OSD nicht eingreifen mussten.

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Wenn die Ordnungskräfte doch einmal eine größere Gruppe antrafen, wurden die entsprechenden Personen zunächst auf die Regeln der Corona-Schutzverordnung hingewiesen. „Wir suchen immer das Gespräch“, berichtete Griesbach. In den meisten Fällen führe diese Strategie auch zur Einsicht, sodass das Verhängen von Bußgeldern kein Thema sei. Auch weil seiner Meinung nach die Höhe von 200 Euro auf viele abschreckend wirke. „Die angedrohten Bußgelder hemmen die Diskussionsbereitschaft der Leute“, sagt Griesbach.

OSD-Chef Holger Körber zieht deshalb trotz des Vorfalls an der Rheintreppe eine positive Bilanz des Wochenendes, da sich die Mehrheit der Leute trotz des guten Wetters an das Kontaktverbot gehalten habe. Abseits der öffentlichen Flächen musste der OSD jedoch noch zweimal wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung ausrücken.

Einmal in Oberbilk, wo sich sieben Personen in einer Lokalität an der Kölner Straße aufhielten. Diese Gruppe wurde vom OSD aufgelöst und das Geschäft im Anschluss versiegelt. Dem Betreiber droht jetzt ein Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung. Einen weiteren Verstoß gab es in einem Hotel in der Innenstadt, wo bei einer Kontrolle Gäste angetroffen wurden, die sich nicht zu geschäftlichen Zwecken in der Unterkunft aufhielten. Auch hier droht dem Betreiber ein Bußgeld.

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Quelle: RP