Hohe Straße Fest

Ein fröhliches Fest mit Kunst und Genuss

Hohe Straße Fest: Ein fröhliches Fest mit Kunst und Genuss Hohe Straße Fest: Ein fröhliches Fest mit Kunst und Genuss Foto: Anne Orthen
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In der Carlstadt wurde am Sonntag das "Hohe Straße Fest" gefeiert. "Kunst, Kultur & Lebensart" lautet das Motto.

Es ist die gelungene Mischung aus Einkaufen, Erleben und Genießen des Hohe Straße Festes, die gestern wieder mehrere Tausend Besucher in die Carlstadt lockte. Zwischen Carlsplatz und Haroldstraße öffneten unter dem Motto „Kunst, Kultur und Lebensart“ Galerien, Gaststätten, Mode-Geschäfte und andere Händler ihre Türen oder präsentierten ihre Angebote unter hübschen Pagodenzelten direkt auf der Straße, die sich zwischen 11 und 19 Uhr in eine fröhliche Feiermeile verwandelte.

Dabei lockten viele Einzelhändler mit kräftigen Preisnachlässen, sehr zur Freude der Kunden. „Ich wollte eigentlich mit meiner Freundin nur einen Kaffee trinken gehen und bin zufällig in das Fest hineingeraten und habe jetzt einen wunderschönen Pullover erstanden“, sagt die Stockumerin Rosi Wendel. Der Kaffee wurde gestrichen und dafür durch einen Weißwein ersetzt. „Der passt irgendwie besser zu der Leichtigkeit, die hier herrscht“, sagt Wendel und lacht.

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Zu essen und zu trinken gab es reichlich. Von Münstermanns Kontor bis hin zum Restaurant „be lu ga“ – das kulinarische Angebot war riesig. Und auch die Bäckerei Hinkel kam gar nicht so schnell mit dem Nachfüllen der Verkaufsvitrinen nach, wie dort Brot und Kuchen geordert wurden.

Dabei arbeiteten die rund 40 Mitarbeiter unter erschwerten Bedingungen, denn traditionell darf beim Hohe Straße Fest die Backstube von Hinkel besichtigt werden. Das nutzten viele Hundert Besucher, die sich vor allen Dingen erstaunt über die Größe der Einrichtung zeigten. „Dass hier noch so viel von Hand gemacht wird, hätte ich ebenfalls nicht gedacht. Da isst man das Brot noch andächtiger“, sagt Wolfgang Stiegler aus Zons.

Die Backstube war aber nur eine Möglichkeit, hinter die Kulissen der Carlstadt zu schauen. Die Geschichtswerkstatt bot zusätzlich Führungen durch das Viertel zu historischen Orten an. Und Anton Bachleitner, künstlerischer Leiter des Düsseldorfer Marionetten-Theaters, verlegte sein Theater aus der benachbarten Bilker Straße kurzerhand auf die Hohe Straße und gewährte dort in offener Spielweise einen Einblick in seine Kunst. Das begeisterte Menschen jeden Alters, die prompt das Durchkommen an dieser Stelle unmöglich machten.

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Überhaupt konnten sich die vielen verschiedenen Künstler, die gestern entweder an unterschiedlichen Orten oder auf einer der Bühnen auftraten, nicht über mangelnden Zuspruch beklagen. Überall, wo etwas geboten wurde, blieben viele Menschen stehen. Und geboten wurde eine ganze Menge. Heinrich „Drikkes“ Spohr gab etwa Unterricht in Düsseldorfer Mundart und erläuterte rheinische Sprichwörter. Die Band Qban Soul präsentierte kubanische Rhythmen, die sogar einige Zuhörer zum Tanzen verführten, bei einer Modenschau wurden die neuesten Trends in allen Modebereichen vorgestellt und Ludwig Ganseforth nahm in seinem Hofladen-Antiquariat die Altersbestimmung und Wertschätzung alter Bücher und Stiche vor, die von Besuchern mitgebrachten wurden.

Ted McKoy Alders wiederum verblüffte das Publikum mit mittelalterlicher Straßenzauberei, die besonders charmant dargeboten wurde und hinter deren Geheimnis die Zuschauer einfach nicht kamen, obwohl sie die Tricks aus nächster Nähe verfolgen konnten. „Das macht mich schon kribbelig“, sagt JörnScudoba, der vergeblich versuchte, die Tricks mittels Videoaufzeichnung zu verstehen.

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Quelle: RP