Kultureller Rundumschlag

10 japanische Dinge, die wir auch in Düsseldorf haben wollen!

Kultureller Rundumschlag: 10 japanische Dinge, die wir auch in Düsseldorf haben wollen! Kultureller Rundumschlag: 10 japanische Dinge, die wir auch in Düsseldorf haben wollen! Foto: Daniel Hecht

Düsseldorf liebt Japan: Von den hervorragenden, japanischen Restaurants auf der Immermannstraße, bis hin zum jährlich immer weiter expandierenden Japan-Tag, von kreativ gekleideten Cosplayern bis hin zum Pokémon-Go-Kollaps auf der Girardet-Brücke ist kaum eine andere Stadt in Deutschland so sehr mit dem Land der aufgehenden Sonne verbunden, wie Düsseldorf. Wir hätten da einige Ideen für die Dinge, welche in unserem Alltag vor Ort noch fehlen, um das kulturelle Bündnis weiter zu stärken!

Düsseldorf mag Japan - und Japan mag Düsseldorf. Kaum eine andere Stadt in Deutschland ist so eng mit dem fernen Land verbunden, wie die unsere. Grund genug einmal nachzuschauen, was wir noch von den Japanern lernen und kopieren könnten, um die Stadt wohnlicher und besser zu gestalten.

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Purikura Maschinen

Jeder Japan-Fan liebt diese bunten Automaten, in denen man sich mit Freunden vor einer Kamera ablichten lässt, die aufgenommenen Bilder im Nachhinein mit rosa Herzen und viel Glitzer verziert und diese danach für wenige Yen auf kleinen Stickern ausdrucken lässt: "Purikura" ist der Name dieser Maschinen.

Und für alle, die sich fragen, woher der schräge Name kommt: Die Japaner haben wieder versucht englisch zu sprechen, und haben dabei aus dem englischen Begriff “Print Club” ein ungleich charmanteres “Purikura” abgeleitet.

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Nach dem Aufkommen der Generation “Mobile”, sowie Unmengen an Smartphones und dazugehörigen Foto-Apps, sind die Purikuras selbst in Japan längst nicht mehr so beliebt, wie noch vor einigen Jahren. Dennoch findet man sie gerne mal an Bahnhöfen, in Game-Centern und in diversen Kaufhäusern.

Als japanisches Aushängeschild von Deutschland schuldet Düsseldorf seinen Bürgern schon länger einen funktionierenden Purikura Automaten: Über Jahre sind Japan-Nerds im japanischen Buchladen auf der Immermannstraße fündig geworden, doch selbst dort gibt es nach unserem aktuellen Stand keinen Automaten mehr.

Wir plädieren für frei zugängliche Purikura-Automaten in der Altstadt, am Rheinufer und (natürlich!) auf der Immermannstraße! Damit der nächste Altstadt-Besuch auch angemessen abgelichtet werden kann!

Pünktliche Bahnen

Inmitten von Tokyo muss man eigentlich nicht auf die Uhr schauen, wenn man pünktlich von A nach B kommen will: Die Yamanote-Sen, eine Ringbahn mit stolzen 29 Bahnhöfen, fährt praktisch im Minutentakt, zur Hauptzeit alle zwei, ansonsten alle vier Minuten. In Düsseldorf sind wir bereits froh, wenn die Bahn die 20 Minuten pünktlich einhalten kann.

Ach, und wo wir gerade dabei sind: Korrektes Schlange-Stehen vor den Wagons der Bahn, dank millimetergenauer Halte- und Einstiegspunkte, würde uns auch hierzulande sehr glücklich machen. Aber vielleicht haben wir Deutschen das auch einfach nicht so drauf, wie die Japaner...

Japan Bullet Train Fuji Shutterstock (image/jpeg) Bis zu 320 Kilometer pro Stunde: Der Shinkansen ist das Prunkstück der japanischen Bahn und bringt euch in wenigen Stunden quer durch das Land.

Mehr Karaoke

Wir lieben Karaoke! Nur leider gibt es in Düsseldorf viel zu wenige Möglichkeiten sich mit Freunden abends in einer abgeschotteten Karaoke-Kabine zu treffen und sich - mal mehr, mal weniger schräg - durch den Abend zu singen. Hierzulande eher üblich sind die “großen Bühnen”, in denen man vor versammelter Mannschaft ins Mikrofon lallt - beispielsweise im O’Reilly’s Irish Pub.

Fans der “abgeschotteten” Karaoke, bei der auch wirklich nur die engsten Freunde mit dabei sind, finden immerhin im Kellergeschoss des Hotel Nikko (Immermannstraße 41) eine Alternative: “Modern Times” heißt die dortige Karaoke-Bar, welche euch für 25 Euro Zugang zu einem Raum gewährt.

Öffnungszeiten “Modern Times”: Montags bis Donnerstag von 19 bis 1 Uhr morgens, Freitags bis 2 Uhr morgens, Samstags bis Mitternacht.

Japan Karaoke (image/jpeg)

Eine Arcade!

Unter einer “Spielhalle” oder “Spielothek” versteht man hierzulande meist einen leicht abgeranzten Laden, in dem einige zwielichtige Gestalten ihr sauer verdientes Geld an grell blinkenden Automaten zum Fenster rausschmeißen. Zumindest nach unserem Wissensstand gibt es auch in Düsseldorf keine Location mehr, die euch mit Flippern und Arcade-Automaten ein retroesques Lächeln ins Gesicht treiben könnte.

In Japan hingegen haben Arcades noch immer einen festen Bestand in der Gesellschaft und finden sich in beinahe jeder Stadt. Extrem populär ist natürlich der Tokyoter Stadtteil Akihabara mit seinen unzähligen, meist mehrstöckigen Arcades.

Tipp: Das Ende 2018 eröffnete Holocafé am Wehrhahn 41 lässt euch mit übergezogener VR-Brille zumindest virtuell in Spielewelten abtauchen. Das ersetzt zwar lange nicht das haptische Vergnügen eines echten Spielautomaten, kommt dank der tollen Location aber mit am nächsten an das klassische Arcade-Feeling heran.

Alle Infos zum Holo-Cafe in Düsseldorf findet ihr auf der offiziellen Homepage.

Japan Arcade (image/jpeg) In Akihabara stehen unzählige Arcades bereit, um Videospiel-begeisterten Daddlern die Yen aus der Tasche zu ziehen.

Essens-Displays

Selbst wer kein Wort Japanisch versteht, geschweige denn reden kann, findet im Land der aufgehenden Sonne schnell das gewünschte Essen. Der Grund: Vor dem größten Anteil der Restaurants finden sich hinter den Frontscheiben sogenannte “Essens-Displays”, welche die dargebotenen Speisen als Plastik nachbilden. Was sich auf den ersten Blick so gar nicht appetitlich anhört, funktioniert in der Realität ganz hervorragend - denn auf diese Weise kann selbst der ahnungsloseste Ausländer mit einem Fingerzeig auf das gewünschte Gericht binnen weniger Sekunden bestellen.

Japaner, die das erste Mal nach Düsseldorf kommen, vermissen diesen Luxus insbesondere bei städte-typischen Gerichten wie Flönz met Ölk, Himmel un’ Äd oder Frikko mit Mostert. Da gibt selbst der handliche Übersetzer nur ein “???” aus.

Deswegen: Wäre es nicht super, wenn die heimischen Brauhäuser (Uerige, Schlüssel und Co.) und Restaurants ihr gutbürgerliches Essen nicht auch als Plastik-Display vor der Tür zeigen würden? Wir sind uns sicher: Für Touristen wäre das ein dicker Zugewinn!

Japan Restaurant Essen Display (image/jpeg)

Beheizte Toilettensitze

Nein, diese Sci-Fi-Toiletten mit hunderten Funktionen braucht in Deutschland sicher niemand. Aber beheizte Toilettensitze? Da würde sicher niemand “nein” sagen - insbesondere, wenn man sich in den Wintermonaten mal wieder die Pobacken auf einer zügigen Brauhaus-Toilette abfrieren darf. Kurz: Daumen hoch, Popo runter!

Japanische Toilette WC Klo High Tech Shutterstock (image/jpeg) Nur nicht den falschen Knopf drücken: Japanische Toiletten wirken auf den ersten Blick wie ein Pott mit sieben Siegeln.

Personal, welches beim Eintritt laut “Herzlich willkommen!” ruft

Egal welchen Laden und welches Restaurant ihr in Japan betretet, in fast allen Locations werdet ihr mit einem herzlichen “Irasshaimase!” begrüßt - was so viel heißt wie “Herzlich Willkommen! Kommt rein!”. In Düsseldorf - wie im Rest von Deutschland - dürft ihr euch öfters überhaupt freuen, wenn ihr wahrgenommen werdet.

Zumindest in Restaurants würden wir uns über diese - leicht übertriebene - Freude über zahlende Kundschaft ebenso freuen - und sind uns sicher, dass sie das Verhältnis zur Kundschaft extrem bereichern könnte. Wer hat sich noch nicht über ein herzliches “Willkommen! Setzt euch!” gefreut?

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Call-Button in Restaurants

Winken, Schreien, Auf- und Abspringen - und im schlimmsten Fall sogar kurz mit den Worten “Ich geh mal den Kellner suchen!” vom Platz aufstehen: Ja, es könnte so viel einfacher sein. Der sogenannte “Call-Button” hat es immerhin schon in einige deutsche Gastro-Betriebe geschafft, dennoch gibt es insbesondere in Düsseldorf noch immer Nachholbedarf, was die technischen Helferlein angeht. Und ja, diese “Buttons” helfen nicht nur dem Kunden, sondern auch der Organisation hinter dem Tresen - ein Gewinn für beide Seiten.

Kult: Das japanische “All you can eat”-Restaurant “Okinii” an der Immermannstraße war eines der ersten Restaurants der Stadt, in dem man per iPad nicht nur einen Kellner rufen, sondern seine komplette Bestellung abgeben konnte. Solche “Gimmicks” würden wir uns auch in anderen Restaurants wünschen!

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Mit Eis gefüllte Crepes

Da in den letzten Jahren so ziemlich jedes asiatische Leckerli seinen Weg nach Deutschland gefunden hat - vom Bubbletea bis zur Bubblewaffel (alias "Hongkong-Waffel") - erstaunt es uns umso mehr, dass es der japanische Kult-Crepes noch nicht bis nach Düsseldorf geschafft hat. Eingerollt werden diverse Früchte, Eiskugeln und natürlich ein dicker Schuss Schoko- oder Erdbeer-Sauce, fertig ist die schmackhafte Kalorienbombe. Fantastisch!

Japan Crepes Pfannkuchen Süß lecker Shutterstock (image/jpeg) Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen: Japanischer Crepes gefüllt mit zahlreichen Leckereien gibt es zum Beispiel im Tokyoter Jugendviertel Harajuku.

Vom Katzen-Café bis zum Roboter-Restaurant

Die Düsseldorfer Gastro-Szene ist in den letzten Jahren immer mutiger geworden und hat jede Menge neue Konzepte für sich ausprobiert - und diese Kreativität ist gut so! Auf diese Weise hat es auch das "Katzen-Café" nach Düsseldorf geschafft, in dem die Kunden bei Espresso und Kuchen Katzen streicheln und mit ihnen spielen dürfen.

Auch in Japan ist Tier-Gastronomie ein Thema, das Konzept des Katzencafé's hingegen stammt ursprünglich aus Taiwan: Dort wurde 1998 in Taipeh das erste Katzencafé eröffnet. In Japan öffnete das erste Katzencafé 2004 in Osaka - und eroberte von dort das gesamte Land.

Was wir uns noch für Düsseldorf vorstellen könnten ist Event-Gastronomie wie das Tokyoter "Roboter-Restaurant" - während des Essens eine verrückte Show genießen ist ein Garant für einen Abend, den man sicher nicht so schnell vergisst.

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