Düsseldorfer Band "Who's Amy" im Portrait

Wer Amy ist, bleibt ein Geheimnis

Düsseldorfer Band "Who's Amy" im Portrait: Wer Amy ist, bleibt ein Geheimnis Düsseldorfer Band "Who's Amy" im Portrait: Wer Amy ist, bleibt ein Geheimnis Foto: Anne Orthen
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Die Düsseldorfer Band Who’s Amy feiert gerade erste Erfolge. Langsam beginnt für sie auch die Festivalsaison. Kurios: Wer Amy wirklich ist, weiß nicht einmal die Band.

Ein Auftritt im ISS Dome als Vorband von Cro, eine Einladung in das ZDF-Morgenmagazin, Studioaufnahmen in London und ein Musikdreh in Hamburg. Die Düsseldorfer Band Who’s Amy hat schon einiges zusammen erlebt. Wir fragten bei dem Trio nach: Wer ist denn nun überhaupt Amy?

Hinter jedem Bandnamen steckt eine Geschichte, die – mal mehr, mal weniger – Bedeutung für die Fans und die Band selber hat. Der Name ist meistens der erste Berührungspunkt mit einer Band und hat dementsprechend eine hohe Relevanz.

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Im Fall der Düsseldorfer Indie/Pop-Band Who’s Amy ist die Geschichte hinter dem Namen besonders kurios: „Wir saßen im Flur des Studios, als dort zufällig jemand ein Telefongespräch auf englisch führte. Als wir nachfragten, wer das gewesen sei, war die Antwort nur ‚Amy‘. Wir fragten nach ‚Who’s Amy?‘. Doch auf die wirkliche Antwort hörte schon keiner mehr von uns. Wir wussten, dass das der Bandname werden soll“, erklären Peer Richter, Robert Bücker und Simeon Weller – alle drei Anfang 20.

2015 entstand die Idee gemeinsam eine Band zu gründen, obwohl sich die drei untereinander gar nicht so wirklich kannten. Sänger Peer kommt aus Hamburg, Simeon am Schlagzeug stammt gebürtig aus Siegen und Gitarrist Robert ist Gladbacher. Musik spielte schon in der Jugend für alle eine wichtige Rolle, doch im jeweiligen Freundeskreis hatte sonst niemand ein Instrument gespielt. Zumindest nicht mit dieser Ernsthaftigkeit und Hingabe, wie es die drei Bandmitglieder schon immer getan haben.

Wie so oft im Leben war es dann die Verkettung glücklicher Zufälle, die aus den drei Musikern eine Band formte. „Ich möchte nicht sagen, dass es Schicksal war“, meint Peer. „Aber es war schon verrückt und ich bin froh, dass ich die beiden kennengelernt habe.“ Über eine Freundin trifft Gitarrist Robert erstmals auf Peer, einige Monate später kommt dann auch Simeon dazu.

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Das war 2015. Seitdem hat Who’s Amy Songs produziert, Auftritte und Konzerte gespielt und zuletzt im Februar 2019 das erste offizielle Album auf den Markt gebracht. Jeder der drei Musiker bringt seine ganz eigene Note in die Produktion der Songs mit ein und so entsteht ein Mix aus Indie und Pop mit authentischen und gefühlvollen deutschen Texten. „Der gemeinsame Musikprozess ist uns extrem wichtig. Mal spielt Robert einen Akkord an, mal hat Peer eine Idee für einen Text. Das arbeiten wir dann zusammen aus und jeder bringt seine Sachen ein“, erklären die Bandmitglieder.

Die meiste Arbeit geschieht im Studio in Kaiserswerth, oder in der knapp 600 Meter entfernten gemeinsamen Wohnung der drei. Auch wenn Robert, Peer und Simeon ab und an noch in ihre jeweilige Heimat pendeln, leben sie doch die meiste Zeit zusammen. „Wir verbringen auf jeden Fall mehr Zeit zusammen, als gesund ist“, erklärt Peer und lacht. „Das schweißt natürlich umso mehr zusammen. Wenn man sich so oft sieht, geht man durch jede Emotion gemeinsam. Entweder haben wir alle zusammen gute oder schlechte Laune“, ergänzt Simeon. So entstehen auch die Songs der Band. Im täglichen, gemeinsamen Prozess.

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Für die erste Produktion ihrer Songs sind die drei Musiker nach London geflogen, um in den Kensaltown Studios aufzunehmen. Dort haben unter anderem auch schon Adele, die Backstreet Boys oder James Blunt Lieder produziert. Für die finale Umsetzung ihres Projektes und das erste Musikvideo zum bekanntesten Song „Bester Fehler“ zog es die Band nach Hamburg.

Wichtige Erfahrungen sammelte das Trio dann als Vorband von Superstar Cro im ISS Dome, bei einem Fernsehauftritt im ZDF-Morgenmagazin und auf ihren weiteren unzähligen Konzerten und Gigs. So langsam beginnt auch die Festivalsaison für Who’s Amy. „Die Mischung aus all diesen verschiedenen Auftritten macht es für uns auch aus. Am schönsten sind aber natürlich die eigenen Konzerte, wenn die Leute plötzlich alle Texte mitsingen können“, erklärt Peer.

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Quelle: RP