Düsseldorfer Kurzfilm

Veronica Ferres dreht im Schauspielhaus

Düsseldorfer Kurzfilm: Veronica Ferres dreht im Schauspielhaus Düsseldorfer Kurzfilm: Veronica Ferres dreht im Schauspielhaus Foto: Hans-Juergen Bauer
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Aktuell steht Veronica Ferres für einen Kurzfilm des Düsseldorfer Regisseurs Adi Wojaczek vor der Kamera. Darin geht es um ein junges Mädchen, das um seinen Traum kämpft. Aber nicht nur deshalb ist das Projekt für Ferres sehr emotional.

Rückkehr in das Schauspielhaus

Es war ein emotionaler Moment für Veronica Ferres, als sie am Montag nach vielen Jahren wieder die Bühne des Düsseldorfer Schauspielhauses betrat. „Hier habe ich als junge Schauspielerin gespielt“, erinnert sie sich. Ohnehin hat die gebürtige Solingerin durch die Familie ihrer Mutter eine starke Verbindung in die Landeshauptstadt.

Ihre Rückkehr ins Schauspielhaus hat jedoch nichts mit einem Theaterprojekt zu tun, sondern mit dem neuen Kurzfilm des Düsseldorfer Regisseurs Adi Wojaczek. In dem 15-minütigen Werk „Malou“ geht es um ein Mädchen (gespielt von Romina Küper), das sich trotz einer Beinprothese seinen Traum vom Tanzen erfüllen will und sich mehrere Male – vergebens – für ein Tanzstudium bewirbt.

Ferres als Beamtin

Der Clou: Von der Behinderung des Mädchens erfährt der Zuschauer erst zum Schluss. Ferres übernimmt in dem Film die Rolle einer Verwaltungsangestellten. „Ich wollte schon immer mal eine Beamtin spielen“, scherzt sie. Doch im Film kommt ihr eine Schlüsselrolle zu, da sie dem Mädchen bei ihrer erneuten Bewerbung hilft und dafür ihren Job aufs Spiel setzt. Des Weiteren wirkt der Schauspieler Charles Rettinghaus bei der Produktion mit.

Wojaczek hatte bereits 2015 eine 99 Sekunden lange Version der Geschichte verfilmt, die bei einem Kurzfilmfestival gewann. Doch auch danach ließ ihn die Handlung nicht mehr los. „Der Film hat damals viele Leute bewegt“, erzählt er. So entschied er sich, die Geschichte noch einmal neu zu erzählen.

Schauspieler verzichten auf Gage

Als Produzenten hat er sich den Schauspieler Patrick Mölleken ins Boot geholt, mit dem er bereits zuvor schon erfolgreich zusammengearbeitet hat. Da die beiden jungen Männer das Projekt selbst finanzieren, verzichten die Schauspieler auf eine Gage, solange der Film keinen Profit macht.

Dass die viel beschäftigte Veronica Ferres dennoch an dem Film mitwirkt, hat persönliche Gründe. „Adi ist ein hochbegabter Regisseur“, schwärmt sie. Wojaczek war beispielsweise schon einmal für die Oscars vornominiert. In diesem Jahr seien die beiden bei der Berlinale miteinander ins Gespräch gekommen, wo er Ferres von seinem Film erzählte.

Anfang Juni soll der Streifen bereits fertiggestellt sein und danach auf möglichst vielen Festivals laufen. Vielleicht gelingt dem ambitionierten Filmemacher damit sogar der große Durchbruch.

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Quelle: RP