Freibad-Test in Düsseldorf

Das Strandbad in Lörick ist das schönste Bad am Rhein

Freibad-Test in Düsseldorf: Das Strandbad in Lörick ist das schönste Bad am Rhein Freibad-Test in Düsseldorf: Das Strandbad in Lörick ist das schönste Bad am Rhein Foto: Laura Ihme
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Fünf Freibäder stehen den Düsseldorfern im Supersommer 2018 zur Verfügung. Wir testen sie auf Ausstattung, Atmosphäre, Gastro-Angebot und vieles mehr. Entspannen direkt am Rhein – das Löricker Strandbad als Geheimtipp.

Wer ins Freibad möchte, wird sich in diesem Sommer vielleicht nicht unbedingt für das Strandbad Lörick entscheiden. Grund: Das große 50-Meter-Becken ist nicht nutzbar, es wird modernisiert. Badegäste können lediglich das 33-Meter-Becken und die beiden Kinderbecken nutzen. Was zunächst unattraktiv klingt, ist für jene, die nur planschen und es ruhig haben wollen, ein wahrer Segen: Im Strandbad Lörick ist es dieser Tage nicht überfüllt, die Wassertemperatur im kleinen Becken ist herrlich erfrischend und bei den Schattenplätzchen auf der Liegewiese hat man freie Auswahl. Das Bad ist quasi ein Geheimtipp – und dank Baustellentarif ist der Besuch in diesem Sommer ein kostengünstiges Vergnügen.

Freibad-Test in Düsseldorf Abkühlung im Strandbad Lörick direkt am Rhein 9 Fotos

Alle Fakten zu unserem Freibad-Test im Überblick:

Adresse und Anfahrt Niederkasseler Deich 285 in 40547 Düsseldorf, lautet die Adresse. Das Strandbad liegt am Deich in Lörick, am besten ist es mit dem Auto erreichbar. Wer nicht mit dem Auto anreist, kann die Buslinie 833 bis zur Haltestelle „Strandbad Lörick“ nutzen oder mit dem Fahrrad fahren – Stellplätze gibt es genügend am Bad. Und auch mehrere Eddy-Roller der Stadtwerke haben wir bei unserem Besuch am Deich gesichtet.

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Parken Es gibt einen Parkplatz, der von der Düsseldorfer Bädergesellschaft bewirtschaftet wird, zwei Stunden parken kosten einen Euro, vier Stunden zwei Euro und bis zu zwölf Stunden kosten drei Euro. Pluspunkt: Badegäste erhalten nach Vorlage der Quittung des Parkscheins den Preis fürs Parken ab zwei Stunden erstattet (man zahlt also maximal einen Euro beim Besuch). Nachteil: Bezahlen kann man am Parkscheinautomaten nur mit Kleingeld. Davon sollte man also genug bereithalten.

Öffnungszeiten Derzeit öffnet das Bad montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 20 Uhr. Das kann sich witterungsbedingt aber ändern: Einen Überblick über die Öffnungszeiten für die nächsten Tage gibt es unter www.baeder-duesseldorf.de. Infos zum Bad gibt es auch unter der Telefonnummer 95745900.

Preise Wegen der Sanierung des großen Beckens gilt in diesem Sommer ein Baustellentarif: Erwachsene zahlen vier Euro, ermäßigt (zum Beispiel für Kinder, Schüler, Azubis und Studenten) zahlt man 2,50 Euro. Kinder unter 4 Jahren zahlen keinen Eintritt, Geburtstagskinder und Begleitpersonen schwerbehinderter Besucher ebenfalls nicht.

Schwimmen und Planschen Wer lange Bahnen ziehen möchte und dabei seiner eigenen Bestzeit hinterher jagt, der wird im Strandbad dieser Tage wohl nicht glücklich. Eben weil das 50-Meter-Becken erneuert wird. Das hat offenbar auch einen Effekt auf die Besucherfrequenz: Trotz Sommerferien und perfektem Freibad-Wetter war es bei unserem Besuch angenehm leer. Wer nur ein wenig im kühlen Wasser planschen möchte oder mit Kindern unterwegs ist, kommt dagegen voll auf seine Kosten im Strandbad. Bei Hitze und Dauersonne besonders praktisch: Über dem Kinderbecken ist ein Sonnensegel gespannt, die Kleinen (und Großen, die ihre Füße dort abkühlen) sind also nicht der prallen Sonne ausgeliefert.

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Ausstattung am Land Hier wiederum kommen Sportskanonen auf ihre Kosten: Beach-Volleyball-Feld mit feinem, weißen Sand, Basketballkörbe und ein kleines Fußballfeld sind auf dem Gelände großzügig verteilt, Kinder können einen kleinen Spielplatz gleich neben dem Kinderbecken nutzen. Wer Bewegung bei Hitze scheut, kann den Kopf anstrengen an den Schach- und Mühletischen.

Liegen und Entspannen Eingecremte Menschen, die Handtuch an Handtuch liegen, wird man im Löricker Strandbad nicht finden. Denn das Bad gleich am Rhein hat vor allem eines: Platz satt. Das Gelände erstreckt sich über 98.703 Quadratmeter. Wer möchte, kann ganz nah am Becken liegen, wer Ruhe sucht, kann sich fernab des Trubels ein Plätzchen suchen, zum Beispiel an dem kleinen Nebenarm des Rheins, der sich auf dem Gelände erstreckt. Dann hört man nur noch das Rascheln der schönen, alten Bäume auf dem Gelände, das Rauschen des Rheins – und ab und zu auch mal ein startendes Flugzeug. Die Nähe zum Fluss ist spürbar, es weht ein angenehmer Wind, die Luft ist gut.

Atmosphäre Das Publikum im Strandbad ist gemischt, viele Familien mit kleinen Kindern kommen, aber auch viele Senioren verbringen die Sonnentage am Deich. Überlaufen ist das Bad nicht, man fühlt sich nicht beobachtet und kann in Ruhe seine Freizeit genießen. Ein Besuch lohnt sich vor allem für Familien, Gruppen, die außer schwimmen auch ein bisschen Action wollen etwa auf dem Beach-Volleyball-Feld und für frisch Verliebte, die gerne die Zweisamkeit genießen.

Sauberkeit und Sanitäres Die Sanitäranlagen befinden sich in einem einwandfreien Zustand. Es gibt draußen und drinnen Umkleiden, die Duschanlage draußen ist ebenfalls sehr gepflegt. Toiletten gibt es genug, auch die Becken haben auf uns einen sehr sauberen Eindruck gemacht.

Gastronomisches Angebot Der kleine Kiosk auf dem Gelände öffnet gegen Mittag und hat alle kulinarischen Freibad-Klassiker im Angebot: Eis (kostet zwischen 70 Cent und 2,70 Euro), Pommes (die kleine Portion kostet 2,20 Euro) und Capri-Sonne (ein Euro). Ketchup und Mayo zur Pommes kosten extra (je 30 Cent), dafür bekommt man aber reichlich. Auf der Getränkekarte stehen außerdem Eiskaffee (2,20 Euro) und Altbier (Bolten, 0,3 Liter für drei Euro).

Fazit Wir waren positiv überrascht vom Strandbad: Dass dort in diesem Jahr ein Becken fehlt, hat uns überhaupt nicht gestört. Die Atmosphäre war angenehm, das Wasser erfrischend – wenn man also nicht gerade vorhat, einen Weltrekord im Kraulen aufzustellen, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall.

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Quelle: RP