Fußball in Eller

Die erste LED-Torwand der Stadt

Fußball in Eller: Die erste LED-Torwand der Stadt Fußball in Eller: Die erste LED-Torwand der Stadt Foto: Anne Orthen
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Der in die Jahre gekommene Nachbarschaftspark am Hackenbruch soll umgestaltet werden. Die Stadt will etwas Neues ausprobieren und stellt eine interaktive Fußballwand auf, die über eine App gesteuert werden kann.

Wenn Alexander Richter zu Gast in einer Bezirksvertretung ist, dann gibt es selten Nörgeleien oder Kritik aus der Politik. Denn der Landschaftsarchitekt kommt meist mit einem Projekt, das viel Gutes bewirkt im Stadtteil. Ihm ist es unter anderem zu verdanken, dass im Floragarten wieder die Fontäne sprudelt, er hat mit seinem Team den Zoopark nach dem verheerenden Orkan Ela zu dem gemacht, was er heute ist und seinetwegen durfte ein wilder roter Kletter-Drache in den Volksgarten einziehen. Seit einigen Monaten macht sich Richter Gedanken zum Nachbarschaftspark Am Hackenbruch, der gleichermaßen von Elleranern und Lierenfeldern genutzt wird. Jetzt stellte er gemeinsam mit dem Sportamtsabteilungsleiter Knut Diehlmann in der Bezirksvertretung 8 die Pläne vor und warb um die Zustimmung für den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss.

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180.000 Euro soll die Gestaltung des Parks kosten, 100.000 Euro kommen aus dem Etat des Sportamts, den restlichen Betrag wird die Bezirksvertretung zuschießen. Dafür soll am Hackenbruch eine multifunktionale Sportanlage entstehen, die sich viele Kinder und Jugendliche bei einem Workshop im Mai gewünscht hatten. Highlight des Parks wird eine interaktive Torwand, die es in der Form in Düsseldorf noch nirgends gibt. 16 LED-Felder hat die Wand, die unterschiedliche Spiele anbietet. Über eine App können sich die Kinder und Jugendlichen – natürlich auch Erwachsene – anmelden, dort zum Beispiel ihren High­score abrufen. Mal geht es darum, präzise Schüsse zu platzieren, mal misst die Wand die Geschwindigkeit der Bälle. Die Torwand hat unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und ist barrierefrei zugänglich. Die Wartung läuft über die Software, „und die Wand ist sehr witterungs- und vandalismusresistent“, sagt Alexander Richter. Die Torwand hatten sich die Jugendlichen gewünscht, anstelle eines Bolzplatzes. Den wird es in Zukunft nicht mehr geben am Hackenbruch.

In drei Bereiche wird der Nachbarschaftspark unterteilt, eine Art Rundlauf soll entstehen, der unterteilt ist in Sport, Spiel und Natur. Dort, wo heute nur noch ein paar alte Schachtische übrig sind, wird der Bereich „Fit und Balance“ entstehen. Ein inklusiver Oberkörper-Ergometer wird aufgestellt, an dem auch Rollstuhlfahrer trainieren können. Eine Balancierstrecke ist geplant, ein Hüftschwunggerät und ein Trampolin, das in den Boden eingelassen wird. Rund um die Spielplätze werden neue Bänke aufgestellt, außerdem soll es Tischtennisplatten und eine zentrale Boulefläche geben, für die sich die Senioren stark gemacht hatten. Denn Alexander Richter hat nicht nur die Jugend befragt, weil der Park von ganz unterschiedlichen Altersgruppen genutzt wird.

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Den zweiten Bereich nennt Richter „Kraft Raum“. Im Rondell, das einmal als grünes Klassenzimmer angelegt wurde, wird eine Calisthenics-Anlage aufgebaut mit vielen Klimmzugstangen, Barren und einer Hangelleiter, an der die Sportler mit ihrem eigenen Körpergewicht trainieren können. Durch die rote Farbe der Anlage und die erhöhte Position soll sie Blickfang im Park werden. Die kreisförmigen Rasenstufen werden neu bepflanzt, die unterste Stufe wird zur Sitzgelegenheit umfunktioniert.

Der dritte Bereich heißt „Bewegungsplattform“, wo es viel Platz für Ballsportarten gibt. Außerdem bildet die Bewegungsplattform den Übergang von Spiel- und Sportbereich. Beim Workshop im Mai gaben die Jugendlichen den Hinweis, dass der Streetballplatz ein bisschen in die Jahre gekommen ist. Eine neue Oberfläche soll es geben und frische Linien. Die LED-Fußballwand wird ebenfalls in diesem Areal stehen, wo zusätzliche Aufenthaltsflächen geschaffen werden. Fußball und Basketball werden mit einem Ballfangzaun voneinander getrennt. Ein paar Gedanken wird sich die Stadt noch machen müssen zu den Themen Toilette und Beleuchtung. Diese Anregungen hatte die Politik Alexander Richter mitgegeben, die er nun an seine Kollegen vom Amt für Verkehrsmanagement weitergeben will. Am Ende gab es dann grünes Licht für die Umgestaltung.

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Quelle: RP