Eine Hamburger Rockröhre im Apollo

Susi Salms kraftvolle Stimme bringt den Saal zum Beben

Eine Hamburger Rockröhre im Apollo: Susi Salms kraftvolle Stimme bringt den Saal zum Beben Eine Hamburger Rockröhre im Apollo: Susi Salms kraftvolle Stimme bringt den Saal zum Beben Foto: Endermann, Andreas (end)
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Susi Salm ist Bühnenprofi durch und durch. Egal ob als Sängerin, Comedian, Moderatorin oder Schauspielerin – Susi Salm ist alles und kann alles. Aktuell steht sie im Apollo-Varieté in Düsseldorf als Moderatorin auf der Bühne.

Immer schon ein Energiebündel

Durch das Apollo-Theater schallt es: „Babylein, bringst du mir bitte ein Alster?“. Ein Küsschen auf die Wange hier, ein Klaps auf den Po da – wenn Susi Salm durch die Gänge des Varietés schlendert, bleibt niemand unbeachtet. Die 56-Jährige ist Sängerin und Moderatorin in der aktuellen Apollo-Show „Hamburg – Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. In dem Theater bringt die Rockröhre mit ihrer kraftvollen Stimme die roten Samtsitze zum Beben.

Susi Salm ist schon von Kindesbeinen an ein echtes Energiebündel. „Auf einem meiner ersten Zeugnisse stand der Kommentar: Ihre Bewegungsbedürftigkeit wirkt oft störend auf den Unterricht“, erinnert sie sich. Trotzdem schlägt sie als Jugendliche zunächst einen Berufsweg fernab vom Rampenlicht ein: Nach der Schule lässt sich Salm, die damals noch Susi Frese heißt, zur Krankenschwester ausbilden. Doch schnell erkennt sie, dass sie dieser Beruf nicht erfüllt. „Schon als kleines Kind war ich riesiger Mick-Jagger-Fan – die Musik war immer meine große Leidenschaft.“ So beginnt sie mit 18 eine Musicalausbildung. „Damals sang ich noch Sopran, das verlangt der Stimme völlig andere Dinge ab als die Songs, die ich heute performe“, weiß Salm.

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Eine absolute Powerfrau

Schon neben der Ausbildung tourt sie als Sängerin einer Rockband über die kleinen Bühnen des Landes, um ihren Geldbeutel aufzubessern. Doch mit 20 Jahren legt sie eine unerwartete Karrierepause ein: Susi Salm wird Mutter einer kleinen Tochter. Bereits ein Jahr nach der Geburt steigt sie wieder ins Showbusiness ein. Schwer zu vereinbaren seien Kind und Karriere für sie nie gewesen. „Meine Mutter und der Vater meiner Tochter unterstützten mich damals tatkräftig“, sagt Salm rückblickend, „auch wenn meine Tochter mir später manchmal vorwarf, dass ich sehr viel unterwegs war“. Denn während die Tochter anfängt, erwachsen zu werden, erlebt die Mutter die Höhepunkte ihrer Karriere als Musicalstar: 1996 spielt sie für neun Monate die Hauptrolle der Marilyn Monroe im Musical „Only You“. Ein Jahr später folgt eine Rolle im Musical „Yesterday“, mit dem sie binnen drei Jahren fast 800 Shows in Hamburg und Berlin aufführt. „Wenn man Abend für Abend immer wieder die gleiche Rolle spielt, bekommt man irgendwann einen Tunnelblick“, erzählt Salm.

1999 kehrt sie der Musicalbühne vorerst den Rücken und widmet sich einem neuen Karrierepfad: Gemeinsam mit den renommierten Komikern Olli Dittrich und Ralf Hartmann gründet sie das Comedy-Trio „Die Affen“. Fünf Jahre lang touren sie, zuletzt mit Unterstützung von Bastian Pastewka, über die Comedy-Bühnen des Landes. 2004 erhält sie eine überraschende Anfrage: Uli Salm, Bassist und Mitbegründer der Band „Rudolf Rock und die Schocker“, bittet sie, als Sängerin in seiner Band auszuhelfen. Schnell wird sie fester Bestandteil der Rockgruppe. Auch auf der Bühne des Apollo-Theaters dürfen „Rudolf Rock und die Schocker“ nicht fehlen. In der Band findet sie nicht nur ihre neue musikalische Heimat, sondern auch ihren Lebensgefährten: 2008 heiratet Susi ihren Entdecker und Bandkollegen Uli und wird von Susi Frese zu Susi Salm.

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Lampenfieber bleibt Begleiter

In ihrer Heimat Hamburg schmeißt das Ehepaar heute zwei Läden einer alteingesessenen Rockkneipe: das „Zwick“, das bereits seit 1950 in der Hansestadt vertreten ist. Wann immer sie Lust dazu haben, stehen sie hier selbst auf der Bühne. „Manchmal liegen wir abends um neun im Bett und entschließen uns, noch auf den Kiez zu fahren und um elf in unserem Laden zu spielen“, erzählt Salm. Eines konnten ihr die Jahrzehnte im Rampenlicht bislang aber noch nicht austreiben: „Bis heute habe ich vor jeder Show Lampenfieber“, gibt Salm zu. „Das einzige, was dann hilft, ist auf die Bühne zu gehen und Vollgas zu geben.“

Im Apollo macht sie das noch bis zum 20. Oktober. Das Düsseldorfer Publikum konnte sie von Anfang an mitreißen. „Ich baue die Zuschauer von der ersten Minute an mit in die Show ein“, verrät Susi, „aber die Menschen hier sind viel schneller zu begeistern als die Hamburger und ihr nordisches Gemüt“. Das falle ihr auch auf, wenn sie tagsüber durch die Stadt spaziere: „Alle Menschen hier sind so freundlich, selbst die kleinen Kinder bedanken sich, wenn man ihnen auf der Straße Platz macht“, schwärmt Salm.

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Bock auf ein Live-Erlebnis?

Wer die hanseatische Frohnatur live im Düsseldorfer Apollo-Theater erleben will, hat dazu jede Woche donnerstags bis sonntags die Gelegenheit. Tickets für die Show sind ab 23,90 Euro hier erhältlich.

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Quelle: RP