Hilfe für Gastronomen, Hoteliers & Einzelhändler

"Wilhelm Rechtsanwälte" beraten ohne Honorar

Hilfe für Gastronomen, Hoteliers & Einzelhändler: "Wilhelm Rechtsanwälte" beraten ohne Honorar Hilfe für Gastronomen, Hoteliers & Einzelhändler: "Wilhelm Rechtsanwälte" beraten ohne Honorar Foto: Shutterstock, Proxima Studio / Wilhelm Rechtsanwälte

Wie ist die richtige Reaktion aus die Corona-Krise und was ist momentan zu machen? Diese Frage stellen sich viele Gastronomen, Bar-Betreiber, Hoteliers, Einzelhändler und wenden sich damit auch die Partnerschaft von Rechtsanwälten „Wilhelm Rechtsanwälte“. Daher ist Mark Wilhelm (Foto, oben) mit einem Video auf Facebook online gegangen und bietet Hilfe an. Kostenlos! Wir haben ihn daraufhin interviewt. Gastronomen, Hoteliers und Einzelhändler können die Anwaltskanzlei unter dieser E-Mail erreichen: neinkostetnichts@wilhelm-rae.de 

„Ihr habt als Gastronomen und in der Event-Branche mit den härtesten Problem zu kämpfen. Gleichzeitig beobachten wir, dass es bei den Betriebsschließungsversicherungen, die viele Gastronomen haben, viele Fehlinformationen im Markt sind.“, erklärt Mark Wilhelm in dem Video und bietet Hilfe an. Denn „Wilhelm Rechtsanwälte“ berät Unternehmen und deren Geschäftsführer in kritischen Situationen - wie der aktuellen Corona-Krise. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Thema „Versicherung der Industrie“. Mit 18 Anwälten an den Standorten Düsseldorf und Berlin ist die Sozietät deutschlandweit und darüber hinaus aktiv.

Du hast ein Video bei Facebook veröffentlicht und bietest kostenlose Beratung für Gastronomen an, sofern sie keine Ansprüche von der Versicherung haben. Und wenn sie Ansprüche haben, dann werden ihr über eine Erfolgsbeteiligung bezahlt. Wie seid ihr zu diesem Angebot gekommen?

In unserem Freundeskreis finden sich viele Gastronomen, Hoteliers und Einzelhändler, die allesamt mit dem Überleben ihrer Geschäfte zu kämpfen haben. Seit Wochen führen wir immer wieder Gespräche zu Fragen wie: „Ich dachte, ich bin versichert aber mein Versicherer sagt, dass das nicht der Fall sei. Ist das so richtig?“ Wir haben es hier mit einer Ausnahmesituation zu tun, die sich kaum jemand hat vorstellen können. Da ist es nachvollziehbar, dass erstmal Ratlosigkeit herrscht. Als wir dann vergangene Woche mitbekamen, dass Versicherer in den Medien ihre Leistungspflicht pauschal abgelehnt haben, hielten wir es für notwendig, dem etwas entgegenzusetzen. Denn die pauschale Deckungsablehnung ist schlicht falsch! Wie immer steckt der Teufel im Detail (bzw. im Kleingedruckten). In einer großen Zahl von Versicherungsverträgen ist die Deckung möglich, so dass das gegenwärtige Verhalten vieler Versicherer in Anbetracht einer existenziell schwierigen Situation nicht angemessen erscheint. Gleichzeitig ist die Lage der Gastronomen und Hotels so schwierig, dass sie offensichtlich nicht in der Lage sind, auch noch Anwälte zu bezahlen. Deshalb wollten wir hier ein sinnvolles Angebot gestalten, das jeder auch in einer Notlage wahrnehmen kann.

Du kennst selbst viele Gastronomen. Beschäftigt dich ihr Schicksal auch privat?

Natürlich geht es uns nahe, was gerade passiert. Die Corona-Krise bedroht jeden einzelnen kleineren und mittleren Gewerbetreibenden, die das öffentliche Leben mitgestalten, ganz existenziell. Auch viele Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind hart getroffen. Es betrifft nicht nur die Inhaber, sondern auch die vielen Menschen, die in dem Bereich gearbeitet hatten, die Angst um ihre Zukunft haben.

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Du sagst, dass bei euch auch während der Coronavirus-Krise die Geschäfte gut laufen. Wie schafft ihr es die ganzen Anfragen zu bearbeiten?

Auch wir haben natürlich mit den Einschränkungen zu kämpfen, die derzeit jedes Unternehmen treffen. Viele Mitarbeiter unseres Hauses arbeiten momentan im Homeoffice und die Anfragen zur Corona-Krise kommen jetzt zum üblichen Tagesgeschäft noch obendrauf. Andererseits haben wir sehr viel Glück gehabt, dass unser Geschäftsmodell der Krise standhält. Umso mehr denke ich, dass wir etwas beitragen sollten. Es ist klar, dass die gegenwärtigen Fragen der Unternehmer meist ein ganz besonderes Gewicht haben, weil es immer um Fälle geht, die für die Menschen existenzbedrohlich sind. Dem tragen wir Rechnung und legen alle noch eine Schippe drauf. Wir können uns dabei auf unsere Mitarbeiter verlassen, die gegenwärtig auch von zu Hause aus volles Engagement zeigen. Mit dem immensen Ansturm hatten wir allerdings nicht gerechnet. Wir bekommen das hin!

Bevor euch Gastronomen kontaktieren, müssen sie etwas genau in ihren Verträgen nachschauen?

Viele Gastronomen haben eine so genannte Betriebsschließungsversicherung (Schließung aufgrund des Infektionsschutzgesetzes). Diese Versicherung gibt es in der Regel als Baustein (auch gelegentlich separat) für die Unternehmensdeckung zu kaufen. Da lohnt es sich, einmal genau in die Verträge zu schauen. Ein ordentlich geführter Versicherungsordner macht sich für den Unternehmer jetzt bezahlt. Wichtig ist, dass man hier in das Kleingedruckte schaut bzw. an uns übersendet. Erst im Kleingedruckten lässt sich feststellen, ob Chancen auf Versicherungsleistungen bestehen. Das ist für einen Laien kaum machbar, weil die Versicherungsbedingungen unterschiedlich und sehr kompliziert gestaltet sind. Hier können wir auch nichts Pauschales sagen. Deshalb unser Angebot, das Mandat (kostenfrei) abzulehnen, wenn es für uns als Experten offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg hat.

Und wann sind die Chancen besonders gut?

Wichtig ist, dass die Schließung des Betriebs nach einer behördlichen Anordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes erfolgte. Das ist jetzt flächendeckend seit Montag in ganz Deutschland der Fall. Viele marktüblichen Versicherungsbedingungen umfassen das Corona-Risiko nach unserer Ansicht. Darüber streiten wir mit den Versicherern. Vielleicht kommen einige Manager zu dem Schluss, dass auch Konzerne einen Beitrag zur Situation leisten können und es nicht immer in letzter Instanz um den Erhalt des Profits geht.

Wie gehst du selbst mit der derzeitigen Situation um?

Auch mein soziales Leben findet hauptsächlich nur noch im Büro bzw. abends daheim statt. Ich koche gerne, wenn es die Zeit zulässt. Abends telefoniere ich viel mit Freunden und diskutiere deren Situation und versuche irgendwie zu helfen, weil viele hart getroffen sind. Sei es nur durch Gespräche, die vielleicht etwas Mut machen. Die Krise geht auch wieder vorbei, viele haben Angst vor der Krise nach der Krise.

Was willst du den Gastronomen in Düsseldorf noch mitteilen?

Durchhalten! Wir feiern, leben und genießen mehr als bisher bei euch, wenn der Spuk vorbei ist. Keiner will, dass seine liebsten Plätze nicht mehr existieren!

Gastronomen, Hoteliers und Einzelhändler können die Partnerschaft von Rechtsanwälten unter dieser E-Mail erreichen: neinkostetnichts@wilhelm-rae.de 

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