„Mr. Düsseldorf“ Timo Beck über Düsseldorf

„In puncto Nachtleben ist noch viel Luft nach oben“

„Mr. Düsseldorf“ Timo Beck über Düsseldorf: „In puncto Nachtleben ist noch viel Luft nach oben“ „Mr. Düsseldorf“ Timo Beck über Düsseldorf: „In puncto Nachtleben ist noch viel Luft nach oben“ Foto: Andreas Bretz
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Im Interview erzählt der Influencer Timo Beck, warum es das beste vietnamesische Essen in einem Supermarkt gibt und was er im Düsseldorfer Nachtleben vermisst.

Seit 2013 schreibt Timo Beck als „Mr. Düsseldorf“ über seine Lieblingsläden aus Gastronomie, Kultur und Shopping – kurzum: die schönen Seiten der Landeshauptstadt. Inzwischen gefällt mehr mehr als 70.000 Menschen bei Facebook seine Seite. Im Gespräch erzählt er, warum es in einem Supermarkt das beste vietnamesische Essen gibt und was er im Düsseldorfer Nachtleben vermisst. Das Interview findet in einem seiner Lieblingsrestaurants statt: Robert’s Bistro im Hafen.

Was macht Robert’s Bistro zu einem Ihrer Stammlokale?

Timo Beck Zum einen liegt das Bistro in meiner Nachbarschaft, zum anderen verkörpert es viele der Eigenschaften, die ich an Gastronomie zu schätzen weiß: Es ist unprätentiös, familiär, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und natürlich ist das Essen gut. Aber auch das Personal ist super. Denn am Ende sind es die Menschen, die ein gutes Restaurant ausmachen.

Gibt es denn auch ein persönliches Lieblingslokal?

Beck Da finde ich es schwierig, eine Wahl zu treffen, denn das hängt sehr vom Anlass ab. Wenn ich einfach fantastisch essen möchte, gehe ich gerne ins „Nagaya“, das einzige japanische Sternelokal. Auch das „Qomo“ im Rheinturm ist toll für besondere Anlässe, nicht zuletzt wegen seiner einzigartigen Location. „The Grill“ auf der Kö ist toll für Steaks. „The Paris Club“ im 25hours Hotel ist für Düsseldorfer Verhältnisse spektakulär. Aber ich gehe auch sehr gerne einfach mal auf den Carlsplatz und esse ein paar Austern im „Café de Bretagne“ oder eine Pasta auf dem Markt.

Wo Sie von Düsseldorfer Verhältnissen reden: Was macht denn die hiesige Gastroszene aus?

Beck Eine große Stärke ist natürlich die japanische Küche. Düsseldorf ist aber auch besonders, weil Wein hier ein großes Thema ist. Ich habe bereits von vielen Sommeliers gehört, dass Düsseldorf im Vergleich zu vielen anderen Städten gut aufgestellt ist. „Concept Riesling“ am Carlsplatz oder „Finns Wine & Kitchen“ sind gute Beispiele dafür.

In Ihrem Blog geht es vor allem um die edleren Adressen in Düsseldorf. Gehen Sie denn auch mal in ein Brauhaus?

Beck Ich gehe zwar gerne mal schick essen, aber ich mag auch ganz besonders einfache Locations. Brauhäuser gehören zu Düsseldorf wie die Kö. Die kennt hier aber auch jeder, deshalb finden die weniger in meinem Blog statt. Dort konzentriere ich mich eher auf Neueröffnungen und aktuelle Trends.

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Haben Sie einen persönlichen Geheimtipp?

Beck Den vietnamesischen Supermarkt Kim Phi in Lierenfeld. Samstags gibt es dort einen Foodmarket, bei dem vietnamesische Familien lokale Gerichte kochen. Dort treffe ich mich häufig zum Mittagessen mit Freunden.

In Ihrem Blog geht es auch um Geschäfte. Wie steht es um Düsseldorf als Shopping-Metropole?

Beck Ähnlich wie bei Restaurants leben die Geschäfte von den Menschen, die sie betreiben. Es gibt viele kleine und schöne Läden in der Stadt. Moritz Wenz in Flingern, Kauf dich glücklich am Carlsplatz oder Selekteur in der Carlstadt zum Beispiel. Alle haben stimmige Konzepte und bieten Dinge, die man nicht überall bekommt, was mir wichtig ist.

Gibt es auch Dinge, bei denen Düsseldorf weniger gut aufgestellt ist?

Beck Ich versuche seit Kurzem, weitestgehend auf tierische Produkte zu verzichten, und ich muss leider sagen: Düsseldorf ist bisher kein guter Ort für Vegetarier und Veganer. Es gibt zwar einige Buffetrestaurants, aber es fehlt an schönen Bistros oder Brasserien. Auch in puncto Nightlife ist noch viel Luft nach oben. Es gibt zwar schöne Bars wie das Chelsea Piers oder die Elephant Bar, aber mir fehlt eine richtige Ausgehszene. In Köln und Berlin sieht es diesbezüglich viel besser aus. Wenn man nicht bloß ein paar Bier in der Altstadt trinken will, wird es dünn. Zwar gibt es vereinzelt Ausnahmen wie das Silq, den Salon des Amateurs oder das Oh Baby Anna, aber wir brauchen mehr davon.

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Quelle: RP