Plätze in Düsseldorf

Grafenberger wollen den Staufenplatz nicht umbenennen

Plätze in Düsseldorf: Grafenberger wollen den Staufenplatz nicht umbenennen Plätze in Düsseldorf: Grafenberger wollen den Staufenplatz nicht umbenennen Foto: Archiv Ulrich Brzosa/Stadtarchiv
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Die Düsseldorfer Jonges wollen, dass der Platz den Namen von Borussia Düsseldorf erhält. Nicht nur der Bürgerverein hält das für eine Schnapsidee.

Der Bürgerverein Grafenberg reagiert empört auf den Vorstoß der Düsseldorfer Jonges, den Staufenplatz in Borussia-Düsseldorf-Platz umzubenennen. Der Vorsitzende Reinhard Naujoks teilt in einem Brief an den Baas der Jonges, Wolfgang Rolshoven, sein Unverständnis über einen entsprechenden Antrag an die Stadt mit. Der Brief ist auch an Oberbürgermeister Thomas Geisel adressiert, der laut Rolshoven angetan sein soll von der Idee.

Auch Naujoks ist Mitglied der Jonges und habe Rolshoven gegenüber deutlich seine Bedenken mitgeteilt. Der Baas wiederum hatte geäußert, bei einer Umbenennung des Staufenplatzes sei wohl nicht mit Widerstand zu rechnen. Naujoks sei dagegen inzwischen schon von mehreren Seiten aufgefordert worden, gegen diese „Schnapsidee“ vorzugehen.

Der Vorsitzende des Bürgervereins verweist darauf, dass der Staufenplatz seit Beginn des letzten Jahrhunderts diesen Namen trage und Grafenberg in diesem Zuge dazu passende Straßennamen erhalten habe.

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Außerdem sei gerade erst die U-Bahn-Haltestelle auf Anregung des Bürgervereins von Burgmüllerstraße in Staufenplatz umbenannt worden. Natürlich seien die Grafenberger nichtsdestotrotz stolz auf den erfolgreichsten Tischtennisverein der Welt, für eine Würdigung gebe es aber bessere Alternativen – wie etwa die Umbenennung der Ernst-Poensgen-Allee in Borussia-Allee. „Als Düsseldorfer Jong und Vorsitzender des Bürgervereins bitte ich Dich: Zieht diesen heimat- und traditionsfeindlichen Vorschlag zurück!“, wendet sich Naujoks direkt an Rolshoven.

Auch Anwohner Joachim Dubs hält die Idee für falsch: „Borussia ist lateinisch und heißt Preußen. Borussia gleich Preußen passt bei allem Respekt vor den überragenden Leistungen des Tischtennisvereins überhaupt nicht zu der rheinischen Metropole Düsseldorf“, sagt er. Es sollten lieber städtische Mittel zur Verschönerung des Staufenplatzes zur Verfügung gestellt werden.

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Auch Hanno Bremer, stellvertretender Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk 7 für die CDU, ist nicht glücklich mit dem Vorschlag: „Der Name Staufenplatz hat eine historische Bedeutung und ist ein Identifikationspunkt für die Grafenberger.“

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Quelle: RP