Kulturwochenende

So war's beim Perlfisch-Wochenende in Pempelfort

Kulturwochenende: So war's beim Perlfisch-Wochenende in Pempelfort Kulturwochenende: So war's beim Perlfisch-Wochenende in Pempelfort Foto: Andreas Endermann
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Drei Tage lang feierten die Händler mit Nachbarn und Besuchern das Fest. Auch Künstler und Kreative wie Goldschmiedin Almudena Simón Sánchez zeigten sich.

"Nähe trifft Freiheit" – so lautet der auch schon nicht mehr ganz so neue Slogan Düsseldorfs. Das mit der Nähe haben sich die "Perlfische" in Pempelfort schon seit 14 Jahren auf die Fahne geschrieben. "Es begann mit dem Zusammenschluss von fünf Goldschmieden, die ihre Ateliers für besondere Aktionen öffneten", erläutert Daniela Perak. "Inzwischen sind 23 inhabergeführte Läden jeglicher Couleur mit dabei und laden beim Perlfisch-Oktober-Wochenende zu einem dreitägigen Nachbarschaftsfest ein."

Dabei wird keine Straße durch eine Bühne, auf der überlaute Musik gespielt wird, gesperrt, sondern die „Perlfische“ nutzen die Möglichkeiten ihrer Geschäfte, um eine freundliche, besondere, nachbarschaftliche und entspannte Gesprächskulisse zu schaffen.

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Besonderes bieten die "Perlfische" an, weil sie je nach Gusto Außergewöhnliches in ihren oft in Hinterhöfen angesiedelten Läden anbieten. So war bei Peraks Geschäft „roberta organic fashion“ die Düsseldorfer Lederdesignerin Sharokina Golpashin vertreten, bei den Vergoldern und Rahmenbauern „Oro Fino“ stellte Malerin Friederike Zech Bilder aus drei Schaffensperioden aus und im Weinladen Barrique von Stephan Link zeigten die Schmuckdesignerinnen Stefanie von Scheven und Barbara Huck Selbstgefertigtes.

Andere, wie Goldschmiedin Almudena Simón Sánchez, dekorierten ihre Schaufenster besonders, hatten Bilder von Pempelforter Künstlern (Zipora Rafaelov, Ansgar Skiba) an den Wänden und luden zu chilligen Stunden mit französischer Musik von "Savoir Vivre" (Noémi Schröder, Klaus Klaas) ein. "Perlfische" gab es aus den Bereichen Mode und Beauty, Schmuck, Interieur und Lifestyle, Schlemmen und Entspannen sowie Spiel und Spaß für Kinder. Gestern öffneten zusätzlich 15 Künstler aus Pempelfort ihre Ateliers für die Öffentlichkeit.

Jüngster "Perlfisch" ist Stephan Link

Zwar ist er Franchise-Nehmer, aber dennoch ist er für Wohl und Wehe seines Weinladens verantwortlich. Und zum Wohle seines Geschäftes war es für ihn selbstverständlich, beim dreitägigen Nachbarschaftsfest mitzumachen. "Wir haben erst vor sieben Wochen eröffnet. Ich habe mich aber schon im Vorfeld umgesehen, welche Aktionen es im Umfeld gibt", erzählt Link. "Im Internet bin ich dann auf das Perlfisch-Wochenende gestoßen und habe sofort bei den Organisatoren meine Bereitschaft bekundet, dabei zu sein. Es ist ja auch sinnvoll, das diejenigen, die in der gleichen Situation sind, zusammenhalten."

So war es für die Pempelforter ein interessantes, anregendes, außergewöhnliches und entspanntes Wochenende. Für die "Perlfische" war es allerdings anstrengend, weil am Freitag bis Mitternacht und auch am Sonntag geöffnet war. "Alle Leute waren sehr nett, super interessiert und wollten zu uns und unserer Ausstellung etwas wissen", resümiert Vergolderin Christiane Nick. "Ich habe es keine Sekunde bereut, dabei gewesen zu sein, es war das reine Vergnügen."

Quelle: RP