Sommer-Familien-Fest

Ein Fest von Oberbilkern für Oberbilker

Sommer-Familien-Fest: Ein Fest von Oberbilkern für Oberbilker Sommer-Familien-Fest: Ein Fest von Oberbilkern für Oberbilker Foto: Interkultur Oberbilk/Nils Heilsberger
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Multikulti in Oberbilk - am 1. September findet auf dem Oberbilker Markt das Sommer-Familien-Fest statt. Besucher können sich auf viele Künstler aus verschiedenen Kulturen freuen!

Lange wohnt Martina Pophal noch nicht im Veedel, vor eineinhalb Jahren ist sie erst nach Oberbilk gezogen. Schnell fiel ihr auf, dass sie sich einen Stadtteil ausgesucht hatte, in dem jede Menge los ist und ganz unterschiedliche Menschen leben „mit verschiedenen Hautfarben, kulturellen, religiösen und sozialen Zugehörigkeiten“, sagt Pophal. Für sie war das neu, und neu war auch, dass es einen tollen Platz gibt in Oberbilk, „der aber kaum genutzt wird“, meint Martina Pophal, obwohl dort Bänke stehen und Bäume, die Schatten spenden und ein bisschen Gastronomie drumherum. Um den Standort zu beleben, organisiert Martina Pophal gerade das erste interkulturelle Sommer-Familien-Fest in Oberbilk, das am 1. September gefeiert wird. „Unfassbar viel Arbeit ist das“, sagt Pophal, die sich aber schon riesig freut auf das kommende Wochenende und die viel Hilfe bekommt, von Sponsoren und der Stadt und von zwei Freunden. Denn die Idee zum Fest hatte Pophal nicht allein, Petra Barb und Dino Aghedo sind mit im Orga-Team.

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Barb kennt den Stadtteil besser als kaum jemand anderes. Sie führte das Ku!Pé am Oberbilker Markt, hat gute Kontakte zu Vereinen und Nachbarn. Sie ist es auch, die die Entwicklung in Oberbilk erlebt hat, „kennt die Herausforderungen und die Kraft, die durch die Vielfalt der Kulturen entstehen“, sagt Pophal. Der Dritte im Team, Dino Aghedo, hat selbst einen Migrationshintergrund. 1991 kam er aus Nigeria nach Deutschland. Er ist Künstler und Filmproduzent, „und ich habe bemerkt, dass viele Kulturen meist nebeneinanderher leben, die voneinander wenig wissen“, sagt Aghedo. Gemeinsam wollen Pophal, Barb und Aghedo die Menschen zusammenbringen, bei einem Festival, auf dem es Kuchen gibt und Getränke und vor allem gute Musik.

Kokou Nagaan wird zu Gast sein, ein Musiker aus Togo, der in Köln lebt und eine Mischung aus Afro, Funk, Reggae und Soul mitbringt. Auf der Bühne, die zwischen den Bäumen stehen soll, werden auch Etienne Eben und Band auftreten, die eigentlich keine Musikrichtung haben, die Pop-Rock spielen und Afro-Rock, Soul, Rap, Funk, Salsa und Balladen und dabei noch Poetry Slam einbauen. Die Texte sind auf Deutsch, Englisch, Französisch und Bulu, die in Kamerun gesprochene Bantusprache der Bulu-Volksgruppe. Reggae Dancehall und Afro-Beats präsentiert die Friendly Fire Crew, die über Liebe, ihre Erfahrung als Ausländer in Deutschland, über Afrika, Globalisierung, Rassismus und Völkerverständigung singt. Eine, die auf der ganzen Welt zu Hause ist, ist Carmolina. Aufgewachsen ist sie in Nord-, Südamerika und Deutschland. 2010 trat sie bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika auf.

Ein bisschen Programm haben Martina Pophal und ihre Mitstreiter auch vorbereitet – Stelzenmann Badjogou Noel soll die Besucher mit Tricks unterhalten, der Verein Königinnen und Helden bringt einen Basteltisch mit, an dem Kinder malen und an dem Kinder auch angemalt werden können. „Wir haben ein paar Mädels, die toll schminken“, sagt Pophal, die jetzt schon sicher ist, dass das Fest auch im nächsten Jahr stattfindet. Dann soll das Thema Sport ein große Rolle spielen.

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Quelle: RP