Musik in Düsseldorf

Diese Festivals machen Düsseldorf zur Stadt der Live-Musik

Musik in Düsseldorf: Diese Festivals machen Düsseldorf zur Stadt der Live-Musik Musik in Düsseldorf: Diese Festivals machen Düsseldorf zur Stadt der Live-Musik Foto: Anne Orthen
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Auf der Galopprennbahn findet das wohl letzte Open Source Festival statt. Mehr Live-Musik gibt es außerdem im Biergarten Vier Linden und beim Asphalt Festival.

Beim Open Source Festival werden am 13. Juli von 12.30 Uhr bis Mitternacht viele Musiker auftreten. Auf der Main Stage wird der Schweizer Singer-Songwriter Faber in seinen Liedern etwas Politik mit Privatem, Folk mit Polka, Klezmer mit Salsa mischen. Die Solinger Sängerin Suzan Köcher liebt die musikalische und optische Ästhetik der späten 1960er-Jahre und der frühen 70er.

Und so hören sich Köchers Songs auch an: abwechslungsreich und amerikanisch. Im Düsseldorfer Verein Kabawil arbeiten Künstler, Pädagogen und Cultural Manager mit Geflüchteten, um durch Kulturproduktion neue Perspektiven zu schaffen. Aus einem Projekt ist 2017 die „Kabawil Family Band“ hervorgegangen. Die Gruppe schreibt die Texte auf Kurdisch, Arabisch, Englisch und Deutsch und verbindet sie mit ihrem ganz eigenen Sound, der sich zwischen Reggae, kurdischer Folklore, Blues und Rock bewegt. Weitere Künstler auf der Main Stage sind Baloji aus Belgien, Sohn aus den USA und die Gruppe „Woods of Birnam“.

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Die zweite Bühne heißt Carhartt WIP Stage. Auftreten werden Indra Dunis und Aaron Coyes (USA). Sie sind miteinander verheiratet und singen von ihren Lieblingsbeschäftigungen: in die Sonne schauen oder einfach mal die Zeit verstreichen zu lassen. Kein Wunder, dass ihr Stil aus Dub, New Wave und Disco gut zum Open Source Festival passen dürfte. Weiter geht es mit dem Trio „Toresch“. Es besteht aus den Düsseldorfern Viktoria Wehrmeister, Jan Wagner und Detlef Weinrich. Sie haben sich in den 1990er-Jahren an der Kunstakademie kennengelernt und spielen Avant-Dance und Post-Industrial-Musik. Aus Syrien kommt Rizan Said. In seinem Heimatland war er erfolgreicher Produzent für andere Musiker. Nun präsentiert er sein eigenes Debüt „The King of Keyboard“ mit tanzbarem Dabke-Dance-Sound. Die Gruppe „Sirkus“ kommt aus Düsseldorf und Aschaffenburg. Die Musiker mischen bei ihrem Auftritt Acid, Psychedelic und Krautrock mit Tönen aus dem Nahen Osten und Afrika. Sängerin Alexandra Grübler reist aus Berlin zum Open Source Festival an. Sie wuchs in Düsseldorf auf und studierte Kunst- und Literaturwissenschaften. Nun arbeitet sie als „Baal & Mortimer“ musikalisch an ihrer Karriere.

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Lukas Heerich ist Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie und ist vor allem für sein Mitwirken bei Stabile Elite, Neustadt und dem Salon des Amateurs bekannt. Nun wohnt er in Paris und arbeitet als Sound Designer für Louis Vuitton, Lanvin oder Chloé. Als Exportprodukt der „Neuen Düsseldorfer Schule” sorgt er auf der Carhartt Stage für Intro und Outro des diesjährigen Festivals. Weitere Auftritte auf der Carhartt WIP Stage liefern Yves Tumor aus den USA, DâM-Funk (auch USA).

Viel Aufmerksamkeit haben die Musiker auf der Sipgate Young Talent Stage verdient. So wie Angelica Summer. Sie ist Sängerin-Songwriterin und Performancekünstlerin und Dichterin. Sie bringt ihre Lieder und ihren Indie-Electronic-Blues-Jazz-Sound erstmals in Düsseldorf auf die Bühne. Die Mitglieder des Trios „Grimény“ haben sich während des Studiums in Düsseldorf zusammengefunden und bezeichnen ihre Musik als „instrumentales Sperrfeuer dunklen, atmosphärischen Weltall-Mathrocks“. Ihr Debütalbum heißt „Die große Enttäuschung“. Die junge Kölner Songwriterin Stud verortet sich im „Neo-Soul“ mit Jazz und Pop. Ihre Texte handeln von den Freuden und Schmerzen des Lebens. Auf der Sipgate Young Talent Stage zeigen zudem Joyce, Parking Lot Flowers sowie Drens und Dot aus Deutschland ihr Können. Aus Frankreich kommt DJane Christelle Oyiri und aus Canada die DJane Bambii mit Dancehall, House und Afrobeat.

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In Düsseldorf gibt es weitere Live-Konzerte. Das Asphalt Festival präsentiert noch bis zum 21. Juli an mehreren Orten Musik und Theater. Ein Geheimtipp ist zum Beispiel der Auftritt von Sängerin Leonora. Die erst 18-jährige Singer-Songwriterin aus Solingen möchte Montag um 22 Uhr auf der Bühne im Weltkunstzimmer an der Ronsdorfer Straße 77a die Besucher mit ihrer kraftvollen Stimme und einer unverwechselbaren Stimmfarbe verzaubern. Ihr Sound bewegt sich irgendwo zwischen Lana Del Rey und Adele, ihre eingängigen, ruhigen Popsongs haben Ohrwurm-Potenzial und sind geprägt von jazzigen Einflüssen. Auch am Dienstag gibt es ein spätes Konzert im Weltkunstzimmer. Der 21-jährige Sänger Josh Island tritt auf und singt eine Kombination aus intimer Singer-Songwriter-Musik, Story-driven Pop-Folk, ein wenig Jazz und warmem Soul-Blues.

Für Fans von Live-Musik ist der Biergarten Vier Linden im Südpark eine wichtige Adresse. In der Reihe „Goldmucke“ sind am Donnerstag zwei Live-Bands zu erleben. Aus Paderborn kommt „Kid Dad“ und spielt Alternative Rock. Die Band „The Deadnotes“ aus Freiburg spielt Songs der Stile Indie, Punkrock und Pop. Karten kosten 16 Euro an der Abendkasse.

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Quelle: RP