Eine Festival-Packliste für alle Umstände

Raus aus der Zivilisation, ab zum Festival!

Eine Festival-Packliste für alle Umstände: Raus aus der Zivilisation, ab zum Festival! Eine Festival-Packliste für alle Umstände: Raus aus der Zivilisation, ab zum Festival! Foto: Rock am Ring
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Endlich ist es wieder soweit! Die lang ersehnte Festival-Saison ist gestartet. Festival – das bedeutet meistens: Zu wenig Schlaf, ungesunde Ernährung. Man trinkt zu viel und riecht zu streng. Was für viele nach einer Horror-Vorstellung klingt, ist für die Festivalfans das beste Wochenende des Jahres. Neben mangelnder Hygiene und Niveau-Limbo erwartet euch schließlich tolle Live-Musik und eine super Zeit mit den besten Freunden - ein unvergessliches Wochenende. Doch an was muss ich unbedingt denken? Wie trotze ich schlechtem Wetter und fehlender Sauberkeit? Wir helfen eurer Packliste auf die Sprünge: Ein paar Dinge, die ihr auf keinen Fall vergessen solltet.

Bier-Tipp für Pfennigfuchser

Muskikfestival: Hitzeschlacht bei Rock am Ring Muskikfestival: Hitzeschlacht bei Rock am Ring Muskikfestival: Hitzeschlacht bei Rock am Ring Muskikfestival Hitzeschlacht bei Rock am Ring 18 Fotos Bevor es losgehen kann, muss natürlich die ein oder andere Besorgung gemacht werden. Das Zelt muss aus dem Schuppen gekramt werden und die nötige Bier-Ration im nächsten Supermarkt gekauft werden – oder bei den Nachbarn in den Niederlanden. Denn dort gibt es kein Dosenpfand – so können die leeren Dosen direkt in die nächste Mülltüte verbannt werden und nehmen auf der Rückfahrt keinen unnötigen Platz weg. Praktisch und günstig – genau das richtige für Sparfüchse. Nach einem solchen Wochenende ist man doch um jedes Gramm froh, das man nicht zurück zum Auto schleppen muss.

 

Die etwas andere Packliste

An das Wichtigste wäre also schon mal gedacht: Zeltausrüstung und Bier. Doch was muss noch mit? Zahnbürste, Kleidung für jede Witterung, Campingstuhl - das ist ganz klar. Wir haben euch ein paar Dinge aufgelistet, an die ihr vielleicht nicht sofort denkt, die aber unabdingbar sind.

  • Sackkarre / Bollerwagen
  • Flagge
  • Kanister
  • Gummistiefel / Sonnenbrille
  • Erfrischungs- / Babytücher, Trockenshampoo, Deo
  • Gaffer-Tape
  • Stirnlampe
  • Grill

Wozu das alles? Fangen wir mal von vorne an. Seid ihr nach einer langen Fahrt endlich am Campingplatz angekommen, heißt es erst mal die Sachen vom Auto zum Zeltplatz zu befördern. Bei dem Gepäck, das sich da sammelt, kann das schon mal zu einem großen Aufwand werden. Um nicht fünfmal laufen zu müssen, nehmt euch am besten einen Bollerwagen (wenn der ins Auto passt) oder eine Sackkarre (die kann man ins Auto legen und darauf super den Rest des Gepäcks stapeln) mit. Einfach alles stapeln und ziehen – ist leichter und erspart euch den ein oder anderen Weg.

Flagge hissen

Sommer, Sonne, Open-Air: Die besten Festival- und Partytipps für den Sommer Sommer, Sonne, Open-Air Die besten Festival- und Partytipps für den Sommer Zum Artikel » Ist dann alles zum gewählten Platz geschleppt, heißt es Zelte aufbauen, Luftmatratzen aufpumpen und das Revier makieren! Gerade zu späterer Stunde und zunehmendem Alkoholkonsum kann es oft schwierig sein, den eigenen Schlafplatz zwischen den doch oft gleich wirkenden Zelten zu finden. Besonders bei großen Festivals wie Rock am Ring sind auch die Zeltplätze sehr weitläufig. Wer Wert darauf legt, im eigenen Zelt aufzuwachen, sollte sich also dringend etwas einfallen lassen. Ein riesiger Boxenturm, eine Deutschland-Flagge, ein McDonalds-„M“? Über den Zeltplatz verteilt lassen sich die Besucher die kuriosesten Dinge einfallen, um ihr Camping-Revier zu makieren. Sucht euch einfach den auffälligsten Marker bei euch in der Nähe. An der Metallica Flagge links, am pinken Zelt rechts... und schon seid ihr angekommen. Oder um auf Nummer sicher zu gehen: Nehmt euch einfach selbst was mit... spannt 'ne auffällige, einzigartige Flagge und schon könnt ihr euer Lager nicht mehr verfehlen.

Leitungswasser zum Waschen, Kochen, Abkühlen

Habt ihr dann euer Lager aufgeschlagen, kommt der Kanister zum Einsatz. Los geht's damit zur nächsten Sanitäranlage, wo ihr euch mit Leitungswasser eindecken könnt. Die Wege zu den Sanitäranlagen verlangen oft einen längeren Fußmarsch. Und wenn ihr nicht unbedingt das gute Bier verschwenden möchtet, ist Leitungswasser unabdingbar für die morgend- und abendliche Zahnhygiene. Auch zum Kochen und Spülen braucht ihr das Wasser. Spielt das Wetter am Festival-Wochenende mit, könnt ihr auch ein kleines Plantschbecken mitnehmen. Ein paar Kanister füllen und schon steht euch die perfekte Abkühlung für zwischendurch bereit. Ein bisschen Spaß muss sein.

Apropos Spaß. Ein Ball ist auch nie verkehrt - für das ein oder andere ausgiebige Flunkyball-Match zwischendurch.

Für jede Witterung gewappnet

Jeans-Shorts, Band-Shirts & Maxi-Röcke: Die schönsten Festival-Looks des Sommers Jeans-Shorts, Band-Shirts & Maxi-Röcke Die schönsten Festival-Looks des Sommers Zum Artikel » Trotz Wetter-Vorhersage könnt ihr euch nie ganz sicher sein, was euch erwartet. Trtotz des Names, kann auch beim Hurricane mal die Sonne rauskommen ;-). Daher gilt die Regel: Vorsorgen. Einfach von jedem etwas einpacken, damit ihr im Zwiebel-Look auf alles gefasst seid. Gummistiefel sind übrigens das A und O an verregneten Festivaltagen. Fängt es plötzlich an zu schütten, ist man eh in null Komma nix durchgenässt. Sind aber die Füße trocken, geht alles andere auch irgendwie klar. Die Regentropfen schüttelt ihr dann einfach durch Tanzen zur Lieblingsband wieder ab. Gummistiefel gibt es mittlerweile in verschiedensten Designs – da sollte für jeden was dabei sein.

Lässt sich dann die Sonne blicken, kann man die Brille aus der Tasche holen. Dient auch als Mehrzweck-Waffe: Schützt nicht nur vor den UV-Strahlen, sondern ist auch sehr nützlich auf Festivalgeländen mit hoher Staub-Konzentration. Diese fiesen Partikel setzten sich sowieso schon überall ab, also solltet ihr ihnen zumindestens den Weg in die Augen versperren – schließlich möchtet ihr ja noch klar sehen können, wenn euer Lieblings-Gitarrist auf der Bühne Gas gibt. Egal ob Schlamm oder Staub: Mit Stiefeln und Brille seid ihr gegen beides gerüstet.

Hygiene 2.0 - der perfekte Duschersatz

Spätestens am zweiten Tag fühlt man sich schon weniger sauber: Alles ist dreckig, klebt und müffelt irgendwie. Die Duschen sind zu weit weg, kosten Geld, die Menschenschlange zu lang und so richtig Lust mit 200 Fremden zu duschen habt ihr auch nicht? Dann muss eine Alternative her. Wir empfehlen Trockenshampoo. Kann ganz einfach am Zeltplatz benutzt werden. Für's Gesicht dann einfach zwischendurch mal ein Erfrischungstuch benutzen, für Hände und Arme Babytücher. Ein bisschen Deo und schon fühlt man sich wieder etwas menschlicher ;-).

Hurricane Festival 2011 (image/jpeg) Diese Mädels haben Spaß auf dem Hurricane Festival 2011.

Die Festival-Allzweckwaffe: Gaffer-Tape

Ein wahrer Festival-Allrounder. Seinen ersten Einsatz erhält das Klebeband schon vor der Hinfahrt. Einfach den Namen des Festivals und optional noch die Jahreszahl auf die Heckscheibe kleben und schon weiß jeder wo es für euch hingeht. So kann die Party schon auf der Autobahn beginnen. Festival-Wagen erkennt man aber oft auch ohne Aufschrift. Ist der kleine Corsa bis oben hin mit Gepäck gefüllt, so als ob zehn Personen in einen vier-wöchigen Urlaub aufbrechen? Dann geht’s mit Sicherheit zum nächsten Festival. Schaut einfach mal genau hin.

Aber zurück zu unserem Lieblingsutensil. Das Zelt hat ein Loch? Das Bein des Campingstuhls ist gebrochen? Gar kein Problem, wenn ihr Gaffer-Tape am Start habt. Klebt, hält, ist dicht. Aber damit nicht genug. Es dient auch als Tragegurt für's Tetrapack - klingt komisch, ist aber so. Rocken mit der Lieblingsband macht durstig. Darum sollte man unbedingt ein Tetra Pak mit Wasser, Saft (oder Wein ;-)) am Mann haben (auf den meisten Festivalgeländen sind Paks bis zu einem oder eineinhalb Litern erlaubt). Eure Tasche ist zu klein für das Getränk? Tja, dann kommt jetzt das Tape ins Spiel. Einfach Gurt mit der passenden Länge formen und über die Schulter hängen. Fertig ist das Trage-Tetra Pak.

Grill und Stirnlampe

Frische Luft und Live-Musik macht hungrig. So ein Stück Fleisch nach den Konzerten... oder davor... oder zwischendurch... An Grillkohle solltet ihr also nicht sparen. Das Fleisch am besten tiefgefroren und in einer kleinen Kühltasche zum Festival mitnehmen – dann habt ihr mehrere Tage was davon.

Anstelle einer normalen Taschenlampe ist eine Stirnlampe empfehlenswert. Die gibt genug Licht und gleichzeitig hat man die Hände frei - um etwas im Rucksack zu suchen, den Grill anzumachen oder ein Bier aufzumachen. Denn was gibt es besseres als ein frisch gegrilltes Steak zum lauwarmen Bier nach einem aufregendem Festivaltag...!?

Das Festivalticket ist gekauft, die Tasche gepackt. Dann heißt es jetzt nur noch auf gutes Wetter hoffen, damit das Lieblingswochenende noch mehr Spaß macht, als es das sowieso schon tut. In jedem Fall seid ihr aber für alles gerüstet. Freut euch auf ein unvergessliches Erlebnis!

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