Hockeypark-Betreiber in Mönchengladbach

"Rock am Ring im JHQ zur Zeit sehr realistisch"

Hockeypark-Betreiber in Mönchengladbach: "Rock am Ring im JHQ zur Zeit sehr realistisch" Hockeypark-Betreiber in Mönchengladbach: "Rock am Ring im JHQ zur Zeit sehr realistisch" Foto: Reichartz
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Im Interview mit unserer Redaktion spricht Hockeypark-Betreiber Michael Hilgers über das Spektakel Rock am Ring und über Park- und Campingmöglichkeiten für Besucher.

Herr Hilgers, Sie sollen mit Marek Lieberberg zusammenarbeiten, wenn Rock am Ring nach Mönchengladbach kommt. Wann wurde das ausgemacht? Und was ist dann Ihre Aufgabe?

Hilgers Wir haben am Samstag gemailt und hatten am Montag eine lange Telefonkonferenz. Herr Lieberberg sagte uns, dass Mönchengladbach für ihn als Festivalstandort oberste Priorität habe und dass er gerne mit uns als Kopf vor Ort zusammenarbeiten würde. Unsere Gesellschafter und ich sehen das als fantastische Aufgabe. Wir freuen uns riesig auf das, was kommt.

Wie realistisch ist es, dass Rock am Ring tatsächlich nach Mönchengladbach kommt?

Hilgers Bei der Euphorie zur Zeit sehr realistisch. Wir sind ganz knapp davor. Aber, der Teufel steckt oft im Detail. Im Lärm sehe ich nicht das große Problem, dann schon eher im Naturschutz und Verkehr. Aber wir haben immer gesagt, dass das JHQ ein toller Festivalstandort ist. Und mit Rock am Ring bekämen wir die Mutter aller Festivals. Es gibt wohl keinen namhaften Künstler, der dort noch nicht gespielt hat.

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Was ist jetzt wichtig?

Hilgers Eine gute Kommunikation unter allen Beteiligten.

Wie schnell müssen Entscheidungen getroffen werden?

Hilgers Bis Ende Juni müssen alle K.o.-Kriterien ausgeräumt sein.

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Wie viel Platz bräuchte Lieberberg für Rock am Ring?

Hilgers Bei etwa 70.000 bis 80.000 Festivalbesuchern etwa 70 Hektar mit Bühnen. Einen Teil der Besucher könnte man am Anfang auch außerhalb des Festivalgeländes campen lassen und dafür Ackerflächen pachten.

Was ist mit den Parkplätzen?

Hilgers Man könnte die Parkplätze am Borussiapark und den Shuttle-Service nutzen. Rock am Ring findet immer am ersten Juni-Wochenende statt. Da ist die Fußballsaison vorbei.

Das Festival dauert drei Tage, Wie lange dauern Auf- und Abbau?

Hilgers Insgesamt braucht man ungefähr zwei Wochen.

Sie sagten, dass sich das JHQ sehr gut als Festivalgelände eignet. Was sind die Kriterien?

Hilgers Die Erreichbarkeit zum Beispiel: Es gibt drei Autobahnen in der Nähe. Holland und das Ruhrgebiet sind nicht weit. Und man muss wissen, dass 40 Prozent der Besucher von Rock am Ring aus NRW kommen. Außerdem hat das Gelände vier Zufahrtsstraßen. Gastronomie, Feuerwehr, Sanitäter, Künstler - alles könnte über separate befestigte Wege geleitet werden. Das ist am Nürburgring ganz anders. Dort gibt es nur eine Zufahrtsstraße. Da muss im Notfall der Helikopter eingesetzt werden. Außerdem liegt das Gelände relativ nahe bei der Stadt mit genügend Hotelkapazitäten. Die Standortfaktoren sind perfekt.

Sie haben schon vorher mit der Lieberberg-Konzertagentur zusammengearbeitet.

Hilgers Ja, bestimmt bei zehn bis zwölf Konzerten, zum Beispiel als wir Simply Red, Supertramp und Green Day in den Hockeypark holten. Lieberberg ist ein 100 Prozent verlässlicher Partner.

Sie hatten mit der Hockeypark-GmbH auch eigene Pläne für das JHQ. Bestehen die noch?

Hilgers Ja. Es geht beides. Wir würden uns nicht in die Quere kommen.

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Quelle: RP