Offene Fragerunde im Hockeypark

Veranstalter Lieberberg lädt "Rock am Ring"-Fans ein

Offene Fragerunde im Hockeypark: Veranstalter Lieberberg lädt "Rock am Ring"-Fans ein Offene Fragerunde im Hockeypark: Veranstalter Lieberberg lädt "Rock am Ring"-Fans ein Foto: dpa, tfr sab rho
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Als Dankeschön für die Begeisterung in Mönchengladbach laden Rock-am-Ring-Veranstalter Marek Lieberberg und Michael Hilgers alle Fans für Dienstag zu einem Treffen in den Hockeypark ein. Selbst die Grünen rocken jetzt mit.

Über soziale Netzwerke hat Konzertveranstalter Marek Lieberberg bereits "Danke" gesagt. Jetzt will er das persönlich tun. Weil ihn die Begeisterung der Mönchengladbacher über die Aussicht, Rock am Ring könnte 2015 in ihrer Stadt stattfinden, sehr gefreut hat, lädt er zusammen mit seinem Koordinator vor Ort, Michael Hilgers, alle Fans für Dienstag, 10. Juni, ab 16 Uhr in den Hockeypark ein.

"Damit wollen wir zeigen, dass wir diese unglaubliche Unterstützung sehr zu schätzen wissen", sagt Michael Hilgers. Und: "Wie viele kommen werden, wissen wir nicht. Alle Rock-am-Ring-Fans sind eingeladen. Wie lassen uns überraschen." Die Idee zu dem Treffen sei gestern ganz spontan getroffen worden. Im Hockeypark macht Marek Lieberberg etwas, was er sonst ganz selten tut: Er beantwortet allen Fans persönlich Fragen zu dem legendären Musikfestival.

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Mittlerweile sehen immer mehr in Rock am Ring "eine große Chance für die Stadt". Selbst die Grünen, die sich Ende vergangenen Jahres noch kritisch zu großen Musikfestivals im JHQ äußerten, sprechen nun von einem "riesigen Imagegewinn" und von "wirtschaftlichen Vorteilen". CDU, SPD und FDP hatten das schon vorher erkannt.

"Rock am Ring hätte für Mönchengladbach immense Stahlkraft"

Auch Peter Schlipköter, Geschäftsführer der Marketinggesellschaft, sagt: "Rock am Ring hätte für die Marke Mönchengladbach eine immense Strahlkraft." Bisher wisse kaum jemand, in welcher Gemeinde das Festival stattfindet. Das liege aber nur daran, dass sie so klein ist. "Mönchengladbach kennt man schon jetzt, zum Beispiel durch Borussia und die Konzerte im Hockeypark. Und gerade beim Wechsel des Ortes wird Mönchengladbach in aller Munde sein", meint Schlipköter.

Unterdessen gehen die intensiven Bemühungen, Rock am Ring nach Mönchengladbach zu bringen, weiter. Am Dienstag sollen die Beratungen Lieberbergs mit den politisch Verantwortlichen fortgesetzt werden. Denn der Konzertveranstalter braucht schnell Klarheit. "Nach unserer Überzeugung müsste das möglich sein", sagt Hilgers. 30 erfolgreiche Jahre Rock am Ring in der Eifel hätten gezeigt, dass es gelungen ist, diese Veranstaltung unter erheblich schwierigeren Platzverhältnissen reibungslos durchzuführen.

"In Mönchengladbach wäre dies viel einfacher zu verwirklichen", sagt Hilgers. Man könne sich sogar an den bereits existierenden Auflagenbescheiden zu Verkehr, Sicherheit, Lautstärke, Naturschutz und vieles mehr orientieren. Da seien nur einige Modifizierungen nötig.

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Die Sorge von Naturschützern kann Hilgers verstehen, "aber wir wollen nicht 365 Tage Tiere verscheuchen, wir wollen drei Tage lang Freude unter die Leute bringen", sagt er.

Kritik kommt vom Rheinischen Landwirtschaftsverband und von der Kreisbauernschaft: Die Stadt müsse das Ziel, den fortschreitenden Flächenverbrauch deutlich einzudämmen und künftig zurückhaltender mit der nicht vermehrbaren Fläche umzugehen, ernst nehmen. "Die Absicht, das JHQ-Gelände zu großen Teilen als Veranstaltungsgelände für Open-Air-Festivals zu nutzen, liefe diesen Bestrebungen jedoch zuwider", heißt es in einem Schreiben. Das JHQ ist 420 Hektar groß, für das Festival würden laut Hilgers etwa 70 Hektar gebraucht.

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Quelle: RP