Rockfestivals Hurricane und Southside

Zehn Momente aus dem Wahnsinn

Rockfestivals Hurricane und Southside: Zehn Momente aus dem Wahnsinn Rockfestivals Hurricane und Southside: Zehn Momente aus dem Wahnsinn Foto: dpa, Sebastian Kahnert

Regen, Schlamm und Sturm. Dennoch machten Zehntausende die zwei großen deutschen Festivals Southside und Hurricane am Wochenende zu ausgelassenen Happenings voller Freude, Humor und Begeisterung. Zehn denkwürdige Momente in Bildern.

Jedes Jahr fegt ein Sturm durch die kleine Gemeinde Scheeßel im niedersächsischen Kreis Rotenburg/Wümme. Wo sonst Kühe auf den Feldern grasen, tanzten am Wochenende rund 73 000 Rockfans beim 17. Hurricane-Festival durch den Schlamm. In Gummistiefeln und Regenjacken grölten sie zu Billy Talent, wippten zu den HipHop-Beats von Deichkind und bestaunten die fulminante Feuershow der Hardrock-Headliner Rammstein.

Wie fast jedes Jahr mussten die Musikfans dem wilden Wetter trotzen. Das Hurricane machte abermals seinem Namen Ehre: Sturzartige Regenfälle verwandelten das Gelände in eine Schlammlandschaft. Gummistiefel zählte zu den Utensilien Nummer eins.

Besser dran waren die Besucher beim Southside im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck bei Tuttlingen. Sie hatten mehr Glück mit dem Wetter. Zwar regnete es auch auf dem ehemaligen Flugplatzgelände hin und wieder, aber die Sonne behielt doch die Oberhand. Die Veranstalter konnten mit 60.000 Besuchern einen neuen Rekord feiern.

Knapp 100 Bands standen auf dem Programm beider Festivals. Die meisten von ihnen traten an beiden Orten auf. Doch für das wahre Happening sorgen die Besucher.

Ein Besuch auf dem Campingplatz erzählt alles: Tausende Zelte wackeln eng nebeneinander im Wind, aus jeder Himmelsrichtung dröhnt Musik aus kleinen Anlagen. Abiturienten springen in bunten Tierkostümen durch die Gegend, ein tätowierter Rocker bläst Seifenblasen neben seinem Pavillon. Zehn Meter weiter schläft ein Jugendlicher im matschigen Gras seinen Rausch aus, er trägt nur eine Unterhose. Überall liegen Plastiktüten, Konservendosen, Papierfetzen verstreut.

100 Bands, zwei Festivals, drei Tage Wahnsinn und Rock'n'Roll. Zehn denkwürdige Momente des Wochenendes zeigen wir in unserer Bilderstrecke oben.