Französisches Café in Düsseldorf-Unterbilk

Petit Rouge muss schließen – und es liegt nicht an Corona

Französisches Café in Düsseldorf-Unterbilk: Petit Rouge muss schließen – und es liegt nicht an Corona Französisches Café in Düsseldorf-Unterbilk: Petit Rouge muss schließen – und es liegt nicht an Corona Foto: TONIGHT.de/Ronny Hendrichs

Die Corona-Zeit ist für die gesamte Gastronomie-Branche eine Herausforderung – viele Existenzen sind bedroht. Doch nicht nur die Pandemie macht den Restaurants, Cafés und Bistros zu schaffen… Die Inhaber vom „Petit Rouge“ gaben jetzt per Facebook-Posting bekannt, dass sie nicht mehr öffnen. Grund sei eine erneute, sehr hohe Mieterhöhung.

Das "Petit Rouge" liegt in der Bürgerstraße am Friedensplätzchen. Hier kochten Antonia Engmann und ihre Mama sieben Jahre für die Gäste: Bei selbstgebackenen Kuchen, Quiches, Suppen und Salaten und entsprechender französischer Bistro-Einrichtung inklusive Kronleuchtern fühlte man sich mitten in Unterbilk wie in Paris. Doch damit ist jetzt Schluss.

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Mit einem Facebook-Posting verabschieden sich Antonia und ihre Familie von den Gästen. Hier findet ihr einen Auszug davon, den gesamten Text könnt ihr hier lesen:

„Im Haus musste aufgrund unserer kleinen Gastronomie ein Fettabscheider eingebaut werden. Eigentlich Vermietersache, zogen diese es vor uns "pro forma" zu kündigen und uns den Einbau, samt Kosten, zu überlassen, sofern wir weitermachen möchten. Statt mit der Stadt zu reden, ob es in der momentanen Situation möglich wäre den Einbau zu verschieben, wurden schon neue Konditionen für den Folgevertrag beschlossen. Um unsere Existenz zu retten, entschieden wir uns für den kostspieligen Einbau des Fettabscheiders, wurden jedoch von den Plänen einer Mieterhöhung, in diesen Zeiten!, überrascht.

Das Haus befindet sich seit Monaten in einer Kernsanierung, wir haben noch Nachtstromspeicher, Einfachverglasung, keinen Keller und hätten jetzt noch zusätzliche Kosten für den Fettabscheider und sollen zukünftig 43€ den Quadratmeter zahlen, in dieser Lage, bei der Platzzahl?!

Letztes Jahr wurden so schon unsere geliebten Nachbarn rausgeschmissen und uns ist klar, dass wir unter diesen Bedingungen, mit diesen Leuten, die uns offensichtlich raus haben möchten, nicht mehr weitermachen.

Hiermit bedanken wir uns als Familie, dass ihr uns so lange die Treue gehalten, unsere Quiche und Kuchen, unseren Kaffee und Wein genossen habt."

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Ob es für das „Petit Rouge“ an anderer Stelle eine Zukunft geben wird, möchten die Inhaber nicht komplett ausschließen – doch die aktuelle Lage macht einen Neuanfang bestimmt nicht einfacher…