Düsseldorfer Köchin in Sat.1

Hou Hua kämpft um den Titel "Top Chef"

Düsseldorfer Köchin in Sat.1: Hou Hua kämpft um den Titel "Top Chef" Düsseldorfer Köchin in Sat.1: Hou Hua kämpft um den Titel "Top Chef" Foto: André Kowalski
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Kochen ist ihr Leben – und Fußball. Und Hou Hua geht strikt ihren Weg, auch wenn es von einem Jahrhundertkoch harsche Kritik gab. Oder vielleicht gerade deswegen?

Als Hou Hua ihr Gericht mit Sardinen und Roter Bete Eckart Witzigmann präsentierte, da hagelte es Kritik. Denn die Mie de pain, die Weißbrotkruste, war dem Meister nicht knusprig genug.

„Das ist mir schon an die Nieren gegangen, und ich habe an mir gezweifelt“, sagt die 36-Jährige. Hua ist Köchin und nimmt momentan an der Fernsehshow „Top Chef Germany“ teil, die mittwochs in Sat.1 läuft. Und auch am heutigen Abend (22. Mai) ist sie zu sehen. Interessant und anspornend: Trotz der Kritik ist Hou Hua eine Runde weiter gekommen, war aber danach zunächst ein wenig zurückhaltender, wie sie selbst meint.

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Für sie sei es schon sehr ehrfurchteinflößend gewesen, als sie zum ersten Mal dem Jahrhundertkoch Witzigmann begegnete. Doch das war nicht bei der Aufzeichnung der Show im März, sondern schon vor Jahren, als sie Nachwuchstalent bei Günter Scherrer im Victorian war, wo sie eigentlich eine Restaurantfachfrau-Ausbildung absolvierte, dann aber während der Lehre ihre Leidenschaft fürs Kochen entdeckte.

Wenn auch mit chinesisch-vietnamesischen Wurzeln, kocht Hou Hua, die in Deutschland geboren wurde, französisch mit regionalem rheinischem Einfluss. Chinesisches Essen gebe es nur bei ihrer Mutter, wenn die aufwendig für den chinesischen Neujahrstag kocht. „Dann biegen sich bei uns die Tische mit mindestens 20 verschiedenen Gerichten“, sagt Hou Hua.

Die junge Frau, die bei ihren Kochstationen unter anderem im ehemaligen km 747 in Golzheim bei Richard Nicolaus arbeitete, besitzt kein Restaurant, sondern ist selbständige Köchin. Sie gibt Kochkurse, unter anderem bei Frank Petzchen an der Steinstraße oder bei den Auftraggebern zuhause. Sie hilft ab und an beim Catering im Ständehaus aus, zuletzt als Grünen-Chef Robert Habeck zu Gast war, und zweimal pro Woche arbeitet sie in der Sansibar bei Breuninger. Dann allerdings nicht in der Küche. Bei Breuninger ist sie vielmehr für die Logistik und Organisation verantwortlich.

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Und wie kommt man als Köchin ins Fernsehen? Die temperamentvolle junge Frau erzählt begeisternd von ihren Fernseh-Erfahrungen. Beim „Kampf der Köche“ mit Alexander Hermann sei sie auch schon dabei gewesen. Dort war sie eine von mehreren Profiköchen, die gegen Hobbyköche antraten. Für die aktuelle Sat.1-Show sei sie dann gefragt worden und habe gleich zugesagt.

Dort ist sie eine von zwölf Kandidaten, und nach jeder Sendung werden es weniger. Wie die Show ausgeht, das will und darf sie nicht verraten. Sie gesteht bescheiden, dass sie die erste Sendung eigentlich gar nicht sehen wollte. Da gab es Fußball im Fernsehen. Champions-League Tottenham gegen Ajax Amsterdam. „Aber mein Lebensgefährte und meine Schwester hatten schon alles vorbereitet“, sagt sie, die als Jugendliche selbst Fußball gespielt hat. Das Tor in der 96. Minute, das hätte sie noch gesehen. Und natürlich die Sendung, in der sie mitwirkt.

Aber neben Sport spricht sie statt über sich im Fernsehen viel lieber übers Essen. Ihr Lieblingsgericht seien geschmorte Ochsenbacken mit Endiviensalat „untereinander“, wie sie schwärmerisch berichtet. Typisch rheinisch. Und sie kocht „alles, was lecker ist“, erklärt sie, fragt aber auch ihre Kunden gerne, was die wollen. Die wiederum, so erzählt sie, wollen gerne wissen, was ihr Name bedeutet. Hou heißt gut, sagt sie. „Und seg heißt lecker.“ Deshalb habe sie auch ihre Internetseite mit www.hou-seg.de betitelt. „Einfach lecker“.

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Quelle: RP