Schlemmen am Sonntag

Zum Fischmarkt ans Rheinufer

Schlemmen am Sonntag: Zum Fischmarkt ans Rheinufer Schlemmen am Sonntag: Zum Fischmarkt ans Rheinufer Foto: Werner Gabriel
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Rund 90 Händler bieten zahlreiche Köstlichkeiten an. Es gibt Meerestiere, Wein, Bier, Kunsthandwerk und Live-Musik. Im Schnitt kommen 30 000 Markt-Besucher.

Das Tonhallenufer verwandelt sich in diesem Sommer an acht Sonntagen (12. April, 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli, 2. August, 13. September, 4. Oktober, 8. November) in eine Meile für maritime Spezialitäten, kalte und warme Getränke und Wurstwaren. Das Angebot der Fischmarkthändler reicht über frischen Fisch und Fischbrötchen mit Krabben oder Hering bis hin zu geräuchertem Lachs und Austern.

Nationale und internationale Küche

Liebhaber der nationalen und internationalen Küche kommen auf ihre Kosten, wenn sie etwas anderes als Fisch mögen. Sowohl französische Wurst und Salami, italienischer Käse als auch selbst gemachte Wildbratwurst und afrikanische Spezialitäten sollen die Herzen aller Gourmetfreunde höher schlagen lassen.

Alle Dessert-Liebhaber können sich ebenfalls auf süßes italienisches Mandelgebäck, verschiedene Crêpes-Variationen oder frische Quarkbällchen freuen. Wer nur ein Bierchen trinken möchte, ist beim Fischmarkt ebenfalls willkommen. Die beiden Brauereien "Gulasch Alt" und "Schlüssel" zapfen fleißig und sorgen für musikalische Unterhaltung. Das umfangreiche Getränkeangebot wird von zahlreichen Weinständen ergänzt, die verschiedene Weine aus aller Welt anbieten. Wer Lust auf Shoppen unter freiem Himmel hat, sollte sich den Fischmarkt ebenfalls nicht entgehen lassen. Die reichhaltigen Stände der Schmuck- und Kunsthandwerker runden das Angebot des diesjährigen Fischmarktes ab.

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Für den ersten Fischmarkt in diesem Jahr wird WDR-Moderator Dave Hänsel sein Mikrofon durch einen Kochlöffel tauschen. Hänsel wird seine Kreation mit frischem Salat und verschiedenen Dressings servieren und mit essbarem Blattgold verzieren. Ein weiteres Highlight bietet ebenfalls ein neuer Reibekuchenstand. Die Kartoffeln kommen nicht aus der Packung: Sie werden am Ort erst gerieben und zu Reibekuchen verarbeitet. Diese werden mit Beilagen wie Lachs, Preiselbeeren oder Camembert frisch serviert. Neu in diesem Jahr ist auch eine Terrasse, auf der Musik aufgelegt wird.

Acht Fischmärkte in diesem Jahr

Insgesamt achtmal präsentieren die Händler den jeweils rund 30 000 Besuchern am Tonhallenufer ihre Produkte. Bereits im 16. Jahr organisiert die Agentur Rheinlust den Fischmarkt. Vor Jahren noch bauten die Händler ihre Stände im Medienhafen auf. Rund um Spedition- und Kaistraße gab es aber schnell Probleme. Zum einen reichte bald der Platz für die stets wachsende Besucherzahl nicht mehr aus. Auch die Parkplatzsituation sorgte für Ärger bei Anwohnern und den etablierten Gastronomen. Zum anderen gab es Kritiker, die den Fischmarkt nicht mit der modernen Architektur im Medienhafen vereinbart sahen. Im Jahr 2006 zog der Düsseldorfer Fischmarkt ans Tonhallenufer um und zählt jedes Jahr wachsende Besucher- und Händlerzahlen. Fischmärkte entstanden im 16. Jahrhundert in Hamburg-Altona. Fischer und andere Händler organisierten sich und versorgten so die Bürger mit Waren.

Traditionell wechseln Fisch, Obst und Blumen tüten- und kiloweise ganz unkompliziert ihre Besitzer. Die Marktschreier sind mehr als ausschließlich Verkäufer: Sie haben das Talent, in Aufsehen erregenden Shows vorbeigehende Besucher zum Stehenbleiben zu animieren und schaffen es, selbst schon vollbepackte Gäste erneut zum Kaufen zu überzeugen. Viele Kunden gehen gut gelaunt und mit vielen gut gefüllten Taschen weiter in der Annahme, ein Schnäppchen gemacht zu haben.

Quelle: RP