Asiatische Gerichte in Flingern

Kanadier eröffnet das „Waya“

Asiatische Gerichte in Flingern: Kanadier eröffnet das „Waya“ Asiatische Gerichte in Flingern: Kanadier eröffnet das „Waya“ Foto: Anne Orthen
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Wo einst das Kult-Restaurant „Böser Chinese“ in Flingern war, gibt es nun asiatisch-lateinamerikanische Gerichte von einem internationalen Team.

Der Stadtteil Flingern bleibt bei Gastronomen und Besuchern gleichermaßen begehrt – der Erfolg vom Restaurant Waya zeigt dies. An der Ecke Platanen- / Herrmannstraße vor einigen Wochen erst eröffnet, kommen die Gäste zahlreich und lassen sich die Spezialitäten schmecken. Allein die Lage macht einen Teil des Erfolgs aus. Zum einen direkt am Herrmannplatz gelegen, so dass besonders zurzeit die Blicke vom Waya-Außenbereich schön ins Grüne gehen.

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Zum andern profitiert das Waya von seinem Vorgänger. Bis vergangenes Jahr nämlich konnte das Restaurant „Böse Chinese“ dort seinen kultigen Ruf ausbauen – und zwar so sehr, dass der Gastraum dem Bösen Chinesen zu klein wurde und die Inhaber sich nach Größerem umschauten (und selbstverständlich in Flingern blieben, nämlich an der Flurstraße). Lange ungenutzt blieben die Räume nicht. Den Zugriff bekam Nicolas Wiedmann-Harland. Der 33-Jährige nahm sich mehrere Monate Zeit, um dem Lokal einen neuen Charakter zu geben und eröffnete kürzlich das „Waya“. Schön ist es geworden, das kleine Restaurant mit kaum 40 Plätzen, den schlichten Holzmöbeln vor weißen Wänden, den geschickt gestellten Grünpflanzen und der offenen Küchenzeile.

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Allerdings: Die Gäste bevorzugen während der Sommermonate die 20 bis 30 Plätze auf der Terrasse – in Flingern speisen die Besucher gern draußen, rauchen mal eine und begrüßen einander wie alte Freunde. Gesessen wird da auf Bierbänken. Alles andere wäre ja nicht Flingern-Style. Chef Nicolas (aus Argentinien stammend, kanadischer Staatsbürger, in Düsseldorf lebend) hat die Gerichte selbst zusammen gestellt – mit Hilfe seines Teams, zu dem eine Brasilianerin, ein Indonesier, eine Koreanerin und ein Deutscher gehören. Bei unserem Testbesuch lesen wir auf der Speisekarte von Köstlichkeiten, die zu großen Teilen aus Asien und Südamerika inspiriert scheinen.

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Da gibt es eine Miso-Suppe mit Wildkräutersalat (elf Euro), gegrilltes Huhn mit Teriyaki-Soße und Reis (12,50 Euro) sowie bei den Vorspeisen auch Edamame, das sind japanische grüne Bohnen mit Chili (vier Euro). Wir entscheiden uns für eine Pfanne mit Asian Loaded Fries (acht Euro): dünne Fritten gemischt mit Edamame, Rettich, Sesam und Rettich, sehr köstlich. Sehr gut gefallen hat uns auch das Tempura-Gericht. Die Gambas sind innen saftig und haben außen eine knusprig-krosse Panade. Das Gesamtwerk ist mit der Sriracha-Soße angenehm würzig (zehn Euro).

Gut aussehen tut die Veggie-Bowl (zwölf Euro). Edamame, Tofu, Salat, Zwiebeln und Reis ergeben schon mal eine Farbenpracht, insgesamt könnte das Gericht aber etwas mehr Wumm an Gewürzen vertragen. Begeistert sind wir von den Rice Rolls (sieben Euro), die wie eine Mischung aus Sommerrollen und Sushi an einer Platte serviert sind und frische Köstlichkeiten wie Rettich, Gurke und Koriander enthalten. Als der Chef Nicolas an uns mit einem Teller vorbei geht und am Nebentisch serviert, werden wir neugierig und bestellen das Gleiche.

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Das schnell Gebrachte sorgt für eine kleine Diskussion: dem einen schmecken die Kimchi John ganz köstlich wegen der guten Schärfe; dem anderem sind die kleinen Pfannkuchen aus dem asiatischen, eingelegten Kraut und Käse etwas überwürzt. Übrig bleibt aber nichts – ein Grund, aus dem für eine der Nachspeisen kein Platz mehr ist in unseren Bäuchen. Der Cheesecake (entweder die Variante Green Matcha mit roten Bohnen oder jene namens Maple Bacon mit Walnüssen, je fünf Euro) muss verschoben werden.

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Quelle: RP