Luang Prabang in Düsseldorf Flingern

Schärfer wird’s nicht!

Luang Prabang in Düsseldorf Flingern: Schärfer wird’s nicht! Luang Prabang in Düsseldorf Flingern: Schärfer wird’s nicht! Foto: Shutterstock.com

Die Auswahl an exzellenten Restaurants im Düsseldorfer Stadtteil Flingern ist alles andere als klein: Insbesondere an der Ackerstraße reiht sich Highlight an Highlight. Ebenfalls mittendrin im gastronomischen Herzen des Stadtteils pocht und kocht das "Luang Prabang" - einer der wortwörtlich schärfsten Asiaten der Stadt.

Vom Luang Prabang in Düsseldorf, bis hin zur gleichnamigen Hauptstadt im bergigen Norden von Laos, sind es (zumindest laut Googlemaps) mehr als ein paar Bushaltestellen. Rund 12.000 Kilometer und 3.500 Höhenmeter müsste man hinter sich bringen, um das ferne Laos zu erreichen. Ein Land, welches sich zwischen Vietnam, Thailand, Kambodscha, Myanmar und China quetschen musste, ohne dabei einen einzigen Meter Küste abzubekommen - und ein Land, welches Touristen gerade deswegen eher selten auf dem Schirm haben.

In Düsseldorf jedoch, und mittlerweile weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist das Restaurant auf der Platanenstraße 26: Die Inhaber bringen die laotische Küche mit sich und haben damit längst die Herzen der Stadt für sich erobern können. Ein Geheimtipp ist das Lokal dabei schon lange nicht mehr.

Insbesondere Fans scharfer Gerichte finden hier ihr Paradies: Bereits auf der Karte ausgezeichnet sind fünf Schärfegrade, welche ihr für jedes einzelne Gericht beliebig anpassen könnt. Während "mild" und "mittel" dem gewöhnlichen, deutschen Gaumen bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen und erste Schweißperlen über die Stirn kullern lassen, wird es spätestens ab "Scharf" interessant. Wer sich an "sehr scharf" herantraut, sollte mit asiatischem Essen vertraut sein, wer "höllisch scharf" wählt, sollte besser pro forma schon einmal zwei Liter Wasser vorbestellen.

Der Clou: Die Schärfe überdeckt und verfälscht den Geschmack nicht. Ihr werdet selbst bei höllisch scharfen Gerichten noch jede Bambus-Sprosse, jeden Brocolli und jedes Stück Rindfleisch herausschmecken. Die Intensivität der Gewürze ist schlicht beeindruckend - und wird lange bei euch bleiben.

Eingerichtet ist das charmante Ecklokal spärlich, aber durchaus gemütlich und vor allem: funktional. Was auch daran liegen dürfte, dass wir das Luang Prabang noch nie leer erlebt haben - hier ist eigentlich immer was los und der Geräuschpegel recht hoch. 

Laos Papaya Salat (image/jpeg)

Mit zwei großen Seiten ist die Speisekarte des Luang Prabang zum Glück nicht so ausladend, wie bei anderen Asiaten, bietet aber dennoch mehr als genug Auswahl - insbesondere, weil ihr einen Großteil der Gerichte ohnehin (noch!) nicht kennen werdet.

Lab beispielsweise ist ein Gericht aus zerkleinertem Fleisch mit frischen, fein gehackten Kräutern, Zitronengras, Zitronenblättern, Galgant und Zwiebeln. Garniert wird das Ganze mit Gurkensalat und Sojasprossen, auf den Tisch kommt es lauwarm mit Klebreis. Verzehrt wird der Gaumen-Orgasmus anschließend traditionell mit den Händen - die Bedienung vor Ort zeigt euch dazu gerne die richtige Technik.

Nicht minder faszinierend: Sei Gorg ist praktisch das laotische Pendant zur deutschen Bratwurst - gefüllt mir frischen Kräutern, pikant und serviert mit Klebreis und Fischsauce.

Scharf, schärfer, Düsseldorf!: Hier gibt's Restaurant-Tipps für Scoville-Fans Scharf, schärfer, Düsseldorf! Hier gibt's Restaurant-Tipps für Scoville-Fans Zum Artikel »

Ebenfalls ausgezeichnet ist der Salatteller nach laotischer Art - mit gehacktem Schweinefleisch, Knoblauch, Zwiebeln, Eiern, gemahlenen Erdnüssen und Koriander wird hier jeder Geschmacksnerv ins Schwarze getroffen. 

Wer nach dem meist mehr als ausreichendem Hauptgang noch Platz im Magen hat, darf zudem zu einigen kalorienreichen Nachspeisen greifen. Viele davon lindern auch die Schärfe, welche sich in eurem Mund breit gemacht hat: Zur Auswahl gibt es beispielsweise laotischen Pfannkuchen mit Vanilleeis und Obst, "Nam Wan Kaugam" (Schwarzreis mit Kokosmilch und Vanilleeis) sowie die asiatischen "Klassiker" gebackene Banane, oder gebackene Ananas mit Honig, Sesam und Vanilleis.

Preislich liegen die Hauptspeisen mit 13,50 bis 16,90 Euro alle im Rahmen - die extrem freundliche Crew des Luang Prabang gibt es kostenlos obendrauf. Tipp: Probiert zum Essen unbedingt mal ein laotisches Bier! Und wer damit nichts anfangen kann, findet hier auch eine hervorragende Alternative für Düsseldorfer-Altbierfans: Das gute "Schlüssel" kommt im Luang Prabang direkt vom Fass. Womit der Bogen von Laos nach Düsseldorf dann auch biertechnisch perfekt geschlossen wäre.

Takumi, Naniwa und Co.: In Düsseldorf sind die "Ramen" los Takumi, Naniwa und Co. In Düsseldorf sind die "Ramen" los Zum Artikel »

Zum Frühstück in Gedanken nach Tokyo: Japanische Bäckerei "Bakery My Heart" in Düsseldorf Zum Frühstück in Gedanken nach Tokyo Japanische Bäckerei "Bakery My Heart" in Düsseldorf Zum Artikel »

Mit Alles und Scharf: Die besten Döner in Düsseldorf Mit Alles und Scharf Die besten Döner in Düsseldorf Zum Artikel »

Neueröffnung auf der Berger Straße: "Das Shabu" bringt den japanischen Feuertopf nach Düsseldorf Neueröffnung auf der Berger Straße "Das Shabu" bringt den japanischen Feuertopf nach Düsseldorf Zum Artikel »

Kultureller Rundumschlag: 10 japanische Dinge, die wir auch in Düsseldorf haben wollen! Kultureller Rundumschlag 10 japanische Dinge, die wir auch in Düsseldorf haben wollen! Zum Artikel »