Nichtraucherschutzgesetz soll verschärft werden

Rauchverbot: Wirte resigniert

Nichtraucherschutzgesetz soll verschärft werden: Rauchverbot: Wirte resigniert Nichtraucherschutzgesetz soll verschärft werden: Rauchverbot: Wirte resigniert Foto: RP/Dieker
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Die Ankündigung der Landesregierung, das Nichtraucherschutzgesetz erneut zu verschärfen und im Laufe des nächsten Jahres für komplett rauchfreie Kneipen und Restaurants zu sorgen, hat hiesige Gastronomen nicht mehr wirklich erstaunt. Offenbar hat man sich damit abgefunden, dass die Regierung das Rauchen komplett unterbinden will und auf die Proteste der Wirte keine Rücksicht nimmt. Die Gastronomen hatten mehrfach vor einer Zerstörung der Kneipenkultur gewarnt und die Vernichtung von tausenden Existenzen prophezeit.

Nichtraucherschutz: Wie die Rauchverbote in den Bundesländern geregelt sind Nichtraucherschutz: Wie die Rauchverbote in den Bundesländern geregelt sind Nichtraucherschutz: Wie die Rauchverbote in den Bundesländern geregelt sind Nichtraucherschutz Wie die Rauchverbote in den Bundesländern geregelt sind 18 Fotos Bisher konnten sich Einraum-Kneipen (bis 75 Quadratmeter) mit einer Sonderregung, die das Rauchen erlaubt, über Wasser halten. Größere Betriebe richteten abgetrennte Räume ein, wo geraucht werden durfte.

Uerige-Chef Michael Schnitzler hat den Vorteil, dass er nicht nur über mehrere Räume verfügt, sondern einen Innenhof mit zu öffnenden Dachfenstern hat, in dem derzeit geraucht werden darf. Hunderte nutzen diese Möglichkeit. Schnitzler: „Wenn das umfassende Rauchverbot kommt, werden wir das den Gästen eben sagen müssen.“ Dass er nicht begeistert ist, merkt man ihm an.

Peter Nöthel, Chef des Hummer-Stübchens in Lörick, pocht ebenfalls auf das generelle Rauchverbot in seinem Restaurant. Das gelte schon seit Jahren. Wer von den Gästen dennoch zur Zigarette greifen will, der kann das im angeschlossenen Hotel Fischerhaus tun. Dessen Foyer ist durch einen Gang mit dem Restaurant verbunden, dort stehen bequeme Sessel, daneben Tische mit Aschenbechern.

Altstadt auf dem Prüfstand: Kaum Nichtraucherschutz in Düsseldorf Altstadt auf dem Prüfstand Kaum Nichtraucherschutz in Düsseldorf Zum Artikel » Christian Bareiss (Dorfstube Oberkassel) ist selbst Raucher, hält aber das Verbot in Restaurants für vernünftig. In seinem Restaurant wünschten selbst Raucher keinen Qualm, außerdem sei das Rauchen versicherungsrechtlich nicht zulässig - denn die gesamte Innenverkleidung seines Restaurants ist aus altem Holz. Da wäre die Gefahr eines Brandes viel zu groß. Gäste, die nicht aufs Nikotin verzichten können, müssen vor die Tür der Dorfstube.

Etwas leichter hat es Michael Küffner auf seinen Gastro-Schiffen der Weißen Flotte. An Deck ist das Rauchen grundsätzlich nicht verboten, aber in den Räumen der Decks schon. Ausnahmen sind geschlossene Gesellschaften. Küffner: „Wenn der Gastgeber, der das Schiff chartert, Rauchen erlauben will, dann machen wir das.“

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Quelle: RP