Tour de Menu

Ein Genuss-Festival mit einer lebhaften 20-jährigen Geschichte

Tour de Menu: Ein Genuss-Festival mit einer lebhaften 20-jährigen Geschichte Tour de Menu: Ein Genuss-Festival mit einer lebhaften 20-jährigen Geschichte Foto: Andreas Endermann
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Die Tour de Menu machte Gastronomen populär, trotzdem gibt es viele der Restaurants nicht mehr. Düsseldorfs Gastronomie-Geschichte ist bewegt.

Im Sommer 1999 machte Gabriela Picariello Urlaub im portugiesischen Dörfchen Lagos. Dort wurden in einem Booklet die heimischen Restaurants vorgestellt. Eine gute Idee, wie sie fand, und sie dachte, warum nicht eine Art Jazz-Rally der Gastronomie organisieren?

Die Idee für die Tour de Menu war geboren. Im Frühjahr 2000 startete die erste kulinarische Tour in Düsseldorf, damals nahmen knapp 30 Restaurants teil, und das Ganze dauerte gerade mal eine Woche. Gerade ist die 20. Auflage gestartet, und es hat sich vieles verändert. Immerhin nehmen bis zum 14. April 58 Restaurants aus Düsseldorf und Umgebung teil, und das über dreieinhalb Wochen.

Einer der Dauersieger im Wettbewerb war häufig Richard Nicolaus mit seinem km 747 in Golzheim – bis 2010, da kam es zu Insolvenz. Enrico de Angelis und sein kleines Gerresheimer Restaurant Saltimbocca ist seit 15 Jahren dabei und eigentlich Dauersieger. In diesem Jahr will er jeden Abend mit einer Performance die Gäste überraschen – zur Musik von Mambo No. 5 und mit Grappa.

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Konkurrenz bekam er vom Restaurant Ratatouille und dessen Küchenchef und Inhaber Sam Keshvari. Auch der hat mittlerweile sein Restaurant aufgegeben. Dies gilt auch für Julia Fehrenbach, die ihr Restaurant an der Schwerinstraße schloss. Heute heißt das Lokal Zweierlei und wird von Benjamin Arnsfeld und Hagen Wagner betrieben. Das Duo feiert Premiere bei der Tour.

Viele Jahre lieferten sich auch Jens Bommel vom Restaurant Essensart in Haan und der ehemalige Sternekoch Christian Penzhorn ein Duell auf höchstem Niveau. Penzhorn gab nach Stationen im Victorian und Monkey’s sein Restaurant in Ratingen-Lintorf vergangenes Jahr wegen eines Bauunglücks auf und kocht heute im Landhotel Voshövel nahe Wesel. Bommel hingegen serviert sechs Gänge. Das wohl aufwendigste Menü bietet Michael Reinhardt vom Gut Moschenhof. Mit sieben Gängen.

Zahlreiche Gastronomen sind durch die Tour de Menu bekannt geworden wie die Familie Christen vom Haus Litzbrück in Angermund etwa. In diesem Jahr hat zum zweiten Mal Trüffel-Papst und Feinschmeckerlieferant Ralf Bos die Schirmherrschaft übernommen. Er öffnet anlässlich des runden Geburtstags jeden Freitag seine Firma und lässt die Gäste sogar ins Allerheiligste blicken: ins Trüffellager.

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Quelle: RP