Child of Light im Test

Was reimt sich auf "super"?

Child of Light im Test: Was reimt sich auf "super"? Child of Light im Test: Was reimt sich auf "super"?
Von |

Wo Licht, da auch Schatten

So viel Lob, so wenig Kritik: Tatsächlich finde ich in Child of Light nur wenige Punkte, welche mir im knapp 14 bis 16 stündigen Abenteuer missfallen haben. So vermisse ich eine „Speicher“-Option: Child of Light speichert scheinbar ziemlich oft ab, allerdings weiß ich nie genau wann ich das Abenteuer beruhigt schließen kann. Ebenso wenig habe ich mich an ein „neues Spiel“ gewagt – zu groß war die Angst vor einem Verlust des Speicherplatzes. Das hätte man besser lösen können!

Kritikpunkt 2 ist die Steuerung von Igniculus in Kämpfen: Standardmäßig lasst Ihr das Glühwürmchen über einem ausgesuchten Gegner schweben und verlangsamt diesen per gehaltener „L“-Taste. Dieses Halten der Taste verstärkt zwar das Gefühl im Kampf involviert zu sein, erweist sich auf Dauer jedoch nervig bis unpraktisch: Vor allem wenn Ihr beim Aktivieren von Zaubern und Aktionen den linken Trigger noch immer krampfhaft nach unter drückt.

3679_af7eabbd72bcf8546d9a49b3b822aa4e_800x600r (image/jpeg)

Viel gescholten wird die DLC-Politik seitens Ubisoft: Bereits zum Start von Day of Light wurden die Online-Stores mit mehr und weniger sinnvollen Erweiterungen überschwemmt. Die größte Menge dieser DLCs könnt Ihr getrost ignorieren, sie gewähren Euch lediglich Edelsteine und sonstige Goodies, die sich auch ganz normal im Spiel finden lassen. Einzig der bereits angesprochene Golem als neuer Charakter hat echten Nutzen für das Spiel: Mit 2,99 Euro ist dieser nicht wirklich billig, aber auch weit entfernt von „gnadenlos überteuert“.

Seht es mal so: Child of Light kostet mit 14,99 Euro nicht wirklich die Welt und bietet Euch stolze 15 Stunden hervorragender Unterhaltung. Da sind die knapp 3 Euro für den Golem eigentlich mehr ein „Danke!“ an den Entwickler, als eine fiese Abzocke Eurerseits.