Destiny im Alpha-Test

Wir fordern das Schicksal heraus!

Destiny im Alpha-Test: Wir fordern das Schicksal heraus! Destiny im Alpha-Test: Wir fordern das Schicksal heraus!
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Mehrere Tage lange haben Publisher Activision und Entwickler Bungie die Destiny-Server für einen Alpha-Test mit der Welt verbunden. Das Spiel macht auf der PS4 bereits einen sehr finalen Eindruck ­– und sehr viel Spaß. Es ist aber noch nicht perfekt.

So ganz durchschaue ich die Destiny-Story noch nicht, und zumindest in der Alpha gibt es auch keine große Erklärung oder ein Tutorial. Man startet auf der Erde in den Ruinen des Weltraumbahnhofs Kosmodrom in Russland. Der einzige Begleiter ist eine kleine, aufrufbare Drohne namens Ghost, die im Original von Peter Dinklage gesprochen wird. Ja, der kleinwüchsige Tyrion Lannister aus der TV-Serie Game of Thrones.

Und naturgemäß fällt sofort die beeindruckende, stimmungsvolle Grafik ins Auge, die ihren eigenen morbiden Charme hat: Alles wirkt verfallen, aber dennoch nicht eintönig, sondern sogar ästhetisch. Dann geht es auch schon los mit dem ersten Kampf. Meine KI-Gegner sind „Gefallene“, was immer das auch heißt. Sie scheinen Mutanten zu sein... oder Aliens. Hübsch sind sie nicht, aber bewaffnet und nicht sonderlich erfreut mich zu sehen. Zudem reagieren sie recht intelligent: Schieße ich aus der Ferne auf einen, suchen alle Deckung.

Wo andere Shooter auf schnellen Effektzauber setzen, geht es bei Destiny etwas gemächlicher zu. Da schlagen die Halo-Gene des Entwicklers Bungie durch. Das Spiel lässt mir etwas Zeit zum Zielen oder zum Taktieren. Schließlich kann ich mit meinem Jetpack ziemlich hoch und weit springen und eine günstige Position beziehen. Oder ich stürme einfach vor.

Die Idee ist nicht so dumm, wie es klingt: Ich spiele als Titan, spricht Kämpfer, und statt mehrerer Schüsse reicht ein einzelner Schlag meiner Faust. Meine Nahkampf-Attacke kann ich sogar noch weiter aufwerten, bis ich Gegner gleich reihenweise zu Boden werfe. Dafür muss ich diese Spezial-Fähigkeit zwar recht lange aufladen, aber sie wirkt, als ob Thor das Geheimnis seines Hammers verraten und in meine Fäuste gesteckt hätte.

Mit anderen Worten: Die Super-Nahkampf-Attacke ist etwas übermächtig. Und das gilt auch für die Spezialfähigkeit der beiden anderen Klassen Jäger (Scout) und Warlock (Techno-Magier). Zumindest in der Alpha scheint das Balancing noch nicht ganz perfekt.

Looting-Paradies: Viele Waffen und Panzerungen in den Missionen

Weil diese Spezialattacken aber eine relativ lange Ladezeit haben, kommt man ohne Schusswaffen nicht aus – und davon gibt es wie bei der Panzerung alles, was das Jahr 2700 hergibt: Puls-, Fusions-, Scharfschützen- und Maschinengewehre, Schrottflinten, Karabiner, Pistolen und, und, und.

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Vieles davon kann man kaufen, noch mehr davon kann man bei den Missionen finden und einsammeln. Zum Glück sortiert das Inventar alles eigenständig und überaus übersichtlich. Man zeigt auf den Slot der Hauptwaffe und sofort werden alle anderen passenden Gewehre angezeigt. Man kann die Werte vergleichen und bei Bedarf überflüssige Waffen auseinandernehmen, um sofort ein wenig „Glimmer“, die Destiny-Währung, zu verdienen. Das wirkt sehr modern, sehr einfach und praktisch.

In der Alpha standen nur diverse Gebiete in Russland zur Wahl. Im fertigen Spiel spielen aber neben dem Rest der Erde auch der Mars, die Venus und der Mond eine Rolle. Kommt man im Missionsgebiet nach der hübschen Animation eines Raumschiffs im Erdorbit an, weist die Drohne Ghost den Weg zu Funkfeuern. Dort erhält man dann Aufträge von simpel bis schwer.