Alternative für Monster Hunter Fans?

God Eater 2 Rage Burst im Test

Alternative für Monster Hunter Fans?: God Eater 2 Rage Burst im Test Alternative für Monster Hunter Fans?: God Eater 2 Rage Burst im Test Foto: Bandai Namco

Seitdem die auch hierzulande populäre Monster Hunter Serie den Nintendo 3DS für sich beansprucht, schauen Genre-Fans auf anderen Plattformen in die Tonne. Ob "God Eater 2 Rage Burst" auf PC, PS Vita und PlayStation 4 in die Bresche springen kann, zeigen wir euch im Test.

Kommen wir zuerst zur Einordnung von "God Eater 2 Rage Burst" – bereits der Name des Spiels hört sich nach Kinder-fressenden Monstern an. Während sich die "Monster Hunter"-Serie von Capcom auch hierzulande etablieren konnte, laufen die Genre-Brüder meist unter ferner liefen: Toukiden, beispielsweise, oder eben God Eater Burst, welches 2011 hierzulande für die PSP erschien.

Teil 2 erschien 2013 in Japan, bekam zwei Jahr später ein dickes Update samt neuer Monster und Waffen in Form von "Rage Burst" verpasst und erscheint nun auch endlich in Europa – übrigens nicht nur für PC, sondern auch für die PlayStation 4 und PS Vita.

Im Kern geht es eigentlich immer um dieselbe Spielmechanik: Helden erstellen (im MMORPG-Stil), Waffe wählen und ab in die Schlacht gegen riesige Monster (hier: Aragami), um nicht nur an Erfahrung, sondern auch neue Ausrüstung zu gewinnen.

God Eater 2 Rage Burst (5) (image/jpeg)

Hinzukommt ein wenig Crafting hier, etwas Erforschung dort und mal mehr, mal weniger Fokus auf Handlung und Geschichte – bei letzterem glänzt "God Eater 2 Rage Burst" übrigens durch vielseitige Charaktere, eine faszinierende Anime-Endzeit-Kulisse und einige spannende Wendungen, wohlgemerkt alles durchsetzt mit den gängigen Klischees.

Großmutter, was hast du für große Zähne?

Als Mitglied der Elite-Einheit "Blood" wird euer stummer Held gleich ins Geschehen geführt und mit den den fiesen Aragami konfrontiert – riesige, meist mit Klauen und scharfen Zähnen bewaffnete Viecher, welche die Welt kurz vor den Untergang gebracht haben. Die Kämpfe laufen schnell und spaßig über den Bildschirm und sind nach einiger Eingewöhnung in die Geschichte und die wesentlichen Mechaniken fix erlernt. Großes Plus: Die Steuerung lässt sich frei belegen.

God Eater 2 Rage Burst (3) (image/jpeg)

Im Gegensatz zu Monster Hunter ist die Geschwindigkeit der Auseinandersetzungen gegen die riesigen Viecher erheblich höher. Schade: Leider schleichen sich auch bei "God Eater 2 Rage Burst" viele Lückenfüller-Missionen ins Spielgeschehen ein, was die Spannung etwas mindert.

Der Spielablauf gibt sich wenig kreativ, aber durchaus motivierend: Ihr arbeitet Mission nach Mission ab, klickt euch durch eine Zwischensequenz nach der nächsten und verwaltet euer immer weiter anwachsendes Inventar am zentralen Ausgangspunkt, dem Terminal. Dies beschäftigt euch für weit über 40 Stunden ganz hervorragend, danach bestimmt der tägliche Grind das Spielgeschehen. Oder um es anders auszudrücken: Wer will, kann gut und gerne über 100 Stunden mit dem Spiel glücklich werden.

God Eater 2 Rage Burst (4) (image/jpeg)

Der Zahn der Zeit

Visuell solltet ihr keinen Höhenflieger erwarten: Dass der Titel bereits einige Jährchen auf dem Buckel hat, erkennt man an vielen Stellen deutlich. Einfache Texturen und die mangelnde Mimik der Spielcharaktere lassen euch definitiv nicht staunend vom Stuhl fallen. Dafür ist das Design der Aragami gelungen und befriedigt den Monster-Fan – ganz im Gegensatz zu den teils potthässlichen Umgebungen.

God Eater 2 Rage Burst (6) (image/jpeg)

Immerhin: Die von uns getestete PC-Version kommt mit allen nötigen Grafik-Optionen daher, um wirklich alles aus der alten Optik herauszuholen. Die Auflösung lässt sich bis 1440p (2560 x 1440 Pixel) hochschrauben, V-sync und FXAA sind mit an Bord und das Texture Filtering unterstützt von Trilinerar bis Anisotropic x16 so ziemlich alles, was ihr euch wünschen könntet.

Mit diesen Optionen läuft der Titel sowohl auf hochgezüchteten Gaming-PCs, als auch älteren PC-Toastern fluffig über den Bildschirm. Aufgrund der Konsolenherkunft empfehlen wir unbedingt ein Gamepad, um bei der Monsterjagd glücklich zu werden.

Noch eine wichtige Info für alle Japan-Fans: Die japanische Synchro ist leider NICHT im Spiel enthalten, sondern nur die englische. Eventuell wird hier vom Hersteller noch ein Patch nachgeliefert. Last but not least: Der rockige Soundtrack geht gut ins Ohr, beispielsweise das famose „Blood Rage“:

Fazit

God Eater Rage Burst 2 ist tatsächlich eine ganz hervorragende Alternative für alle, die noch immer verzweifelt nach einer Monster Hunter Alternative auf PlayStation 4, PS Vita und PC suchen – zumindest wenn ihr euch an die angestaubte Optik , die ihre PSP und PS Vita Wurzeln nicht verheimlichen kann, gewöhnen könnt.

Die Kämpfe gegen die Aragami machen nicht nur Spaß, sondern üben schnell einen gewissen Suchtfaktor aus, und die Story mag zwar voller Klischees sein, findet aber in ansprechender Kulisse statt.

"God Eater Rage Burst 2" erhält von uns 79 Prozent "Blood Arts" im Blut, 4 von 5 niederschmetternde Hammerhiebe und 8 von 10 niedergestreckte Aragamis.

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