Lords of the Fallen im Test | Playstation 4

Knackiges Rollenspiel oder frustfreie Monsterjagd?

Lords of the Fallen im Test | Playstation 4: Knackiges Rollenspiel oder frustfreie Monsterjagd? Lords of the Fallen im Test | Playstation 4: Knackiges Rollenspiel oder frustfreie Monsterjagd?
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Lords of the Fallen im Test | Playstation 4 Knackiges Rollenspiel oder frustfreie Monsterjagd? 15 Fotos

Wer "Lords of the Fallen" sagt, muss auch "Dark Souls" sagen: Das mit vielen Vorschusslorbeeren gesegnete Rollenspiel aus den Händen der deutschen Entwickler Deck13 Interactive kommt um den Vergleich einfach nicht herum. Wir zeigen im Test, ob es sich tatsächlich mit dem Konkurrenten aus Japan messen kann.

Nanu? Schon seit mehr als einer halben Stunde kämpfe ich mich mit dem Protagonisten Harkyn durch die mittelalterliche Fantasy-Welt Keystone – und bin noch kein einziges Mal den Heldentod gestorben! Was bei so manch anderem Action-Rollenspiel keine große Besonderheit darstellt, lässt bei diesem Genrevertreter aufhorchen –stellt sich „Lords of the Fallen“ mit seinem gesamten Look & Feel doch eindeutig in die Tradition seines großen Vorbilds, „Dark Souls“.

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Die Spielereihe des japanischen Entwicklerteams From Software hat sich seit dem Debüt vor fünf Jahren einen Namen als eine der härtesten und stimmungsvollsten Spieleerfahrungen überhaupt gemacht. Selbst routinierte Gamer starben zunächst in „Demon’s Souls“ auf der Playstation 3 (2009), später auch auf anderen Plattformen in „Dark Souls“ (2011) und seinem Nachfolger (2013) nicht nur sprichwörtliche tausend Tode. Während From Software die Serie mit dem für Februar 2015 angekündigten „Bloodborne“ nun in verändertem Setting auf der Playstation 4 inoffiziell weiterführt, schickt sich „Lords of the Fallen“ an, die entstandene Lücke im Genre plattformübergreifend zu füllen.

So ist es keine Überraschung, dass die Spielmechanik von „Lords of the Fallen“ von Beginn an die des großen Vorbilds erinnert: Wir steuern unseren Charakter aus der Third-Person-Sicht über das Schlachtfeld, bekämpfen Gegner mit Schwert, Axt und Schild und sammeln hilfreiche Ausrüstungsgegenstände.

Dabei nehmen Blocks, Konter und Ausweichmanöver eine zentrale Rolle im Kampfsystem ein. Duelle mit Boss-Gegnern verlangen stets nach einer speziellen Taktik, um nicht schnell zu Boden zu gehen. Bis man diese erst einmal ausgetüftelt hat, muss man zu Beginn des Spiels meist das eine oder andere Mal aus dem Reich der Toten wiederkehren.

Ist das richtige Vorgehen herausgefunden, geht es dem Bösen an den Kragen. Doch Vorsicht: Wer einen Kampf durch bedingungslose Offensive schnell gewinnen möchte, rennt sprichwörtlich ins offene Messer. Selbst wenn die Attacken und Schwächen des Gegners bekannt sind, sollte mit Bedacht, Vorsicht und vor allem Geduld in den Kampf gegangen werden.

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Die europäische Koproduktion des deutschen Studios Deck 13 Interactive und des polnischen Spielehauses CI Games ist trotz vieler deutlicher Ähnlichkeiten kein neues „Dark Souls“: Unser Held ist kein verzweifelter Ritter im Angesicht scheinbar übermächtiger Feinde – „Lords of the Fallen“ ist deutlich zugänglicher als der Genreprimus.