Middle-earth: Shadow of Mordor im Test | PlayStation 4

Elen síla lúmenn' omentielvo

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Middle-earth: Shadow of Mordor im Test | PlayStation 4 Elen síla lúmenn' omentielvo 20 Fotos

Ok, ok, wir ziehen gleich nach der Überschrift die Reißleine und versprechen: Kein Elbisch mehr! In diesem Test wird Klartext geredet, ob "Middle-earth: Shadow of Mordor" die zahlreichen Vorschusslorbeeren auch wirklich bedienen kann.

Middle-earth: Shadow of Mordor, auf deutsch Mittelerde: Mordor's Schatten, wurde von Monolith Productions entwickelt, den Vertrieb übernimmt Warner Bros. Interactive. Während wir uns für diesen Test die PlayStation 4 Version vor die Brust nahmen, liefert der Titel auf Xbox One zumindest technisch ein ähnlich positives Bild. Wer die entsprechende Hardware daheim hat, der sollte mal einen Blick auf die PC-Version werfen: Dank hoch-aufgelöster Texturen als seperater Download, kommt diese optisch tatsächlich am besten weg und überflügelt sogar die „Next Gen“ um einige Hobbitfüße.

Noch gar nichts können wir über die Umsetzungen auf Xbox 360 und PlayStation 3 sagen: Hier wird der Titel von Behaviour Interactive betreut, über die Qualität lässt sich ob des späteren Erscheinungstermins am 21. November noch keine Aussage treffen.

Über die Story wollen wir hier so wenig wie möglich verraten: Wer die bisherigen Trailer gesehen hat, wird schnell geschlussfolgert haben, dass es sich hier um eine recht klassische und schnörkellose Rache-Geschichte handelt. Der Clou dabei: Der tragische Held Talion weilt eigentlich nicht mehr unter den Lebenden, doch auch das Reich der Toten bleibt ihm dank des schicksalhaften Aufeinandertreffen mit dem Geist eines bedeutenden Elben verwehrt.

Dabei geht es in erster Linie darum herauszufinden, warum Talion an den Geist des Elben gebunden ist... und wer dieser ist. Der werte Herr Elb hat leider keinerlei Erinnerung mehr an seine Vergangenheit, doch eines verbindet die beiden Abenteurer von Anfang an: Der Hass auf die Ork-Scharen, welche sich in den düsteren Ländereien von Mordor versammeln. Und auf der rund 20 bis 25 Stunden langen Reise trefft Ihr natürlich auch noch den ein, oder anderen Charakter, den man bereits aus dem Buch und den Filmen kennt.

Zeitlich verordnen die Entwickler von Monolith den neuen Story-Strang in den Jahren zwischen dem Start des Ringkrieges und dem Verlust des Ringes durch Gollum an Bilbo Baggins, sowie der Schlacht der fünf Armeen und dem Sieg des Weißen Rats über Sauron in Don Goldur. Keine Sorge: Auch wer sich nicht blind mit der Handlung des Herrn der Ringe und des Hobbits auskennt, findet schnellen Anschluss. Allen voran weil Monolith neue Charaktere einführt und dabei eine ganz eigene Geschichte erzählen will.

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Zugegeben: Die Geschichte wird hervorragend präsentiert, die Charaktermodelle strahlen Emotionen aus und die ein, oder andere Wendung kann tatsächlich überraschen. Dennoch tritt die Geschichte schnell in den Hintergrund und macht dem eigentlichen Star des Spiels Platz: Der Spielmechanik und dem brandneuen Nemesis-System.

Nemesis, Schmesesis

Schonmal im Voraus: Mit dem Nemesis-System ist Monolith der große Wurf gelungen. Es ist noch immer nicht perfekt, aber es ist der erste Schritt in eine potentielle Zukunft, in der wir Gegner nicht einfach „nur“ töten, sondern in der jeder einzelne Gegner zu unserer persönlichen Nemesis werden kann.