"MLB 14: The Show" im Test | PlayStation 3

"The Show must go on!"

"MLB 14: The Show" im Test | PlayStation 3: "The Show must go on!" "MLB 14: The Show" im Test | PlayStation 3: "The Show must go on!"
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MLB 14: The Show ist nichts für Spielehelden, nur für Helden mit einer Liebesbeziehung zum Baseball. Die jüngste Entwicklungsstufe von SCEA’s San Diego Studio verstärkt diese Bindung – nicht durch Revolutionäres, sondern durch Liebe zum Detail. Ein fast perfektes Spiel ist besser geworden.

Die Zahl der möglichen Spiel-Modi verursacht kurzzeitig Schwindelgefühle, aber für Baseball-Junkies gibt es zwischen den Homerun-Derbys und Online-Duellen eh nur die eine wahre Variante: the Road to the Show – die eigene Karriere bis in die Big Leagues.

Diesmal beginnt das Heldendasein nicht in den unteren Ligen, diesmal steht vorab das Sichtungstraining an. Zahlreiche Scouts schauen zu, wenn nervöse Jungspunde schlagen, werfen, laufen und fangen. Wer sich beweist, hat eine Chance im Draft von den großen Teams im Millionengeschäft ausgewählt zu werden. Gleich zu Beginn heißt es Daumen drücken, um bei seinem Wunsch-Team zu landen.

Geschafft oder nicht – die folgenden Stunden verbringt der potentielle Superstar in den Minors. Viel Training und viele Schläge warten. Langweilig wird das nie. Im Gegenteil, die Zeit vergeht im Flug. Nicht nur, weil jeder Schlag wichtig ist, wie die schier unendlichen Statistiken verdeutlichen.

Die Spielmechanik ist noch einmal realistischer und TV-näher als in den Vorgänger-Versionen geworden. Jeder Grashalm, jeder Zaun, jedes Gitter und jede Werbebande ist den beeindruckenden Original-Stadien nachempfunden. Spieler wärmen sich auf, das Knirschen der Asche ist beim Sprint zu hören, Rituale der Spieler sind authentisch. Fans, Snackverkäufer, Auswechselspieler – alle Details der Kulisse werden mehr denn je liebevoll und präzise abgebildet.

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Das eigene Ego fühlt sich geehrt, auf dem Feld der Helden stehen zu dürfen. Erst recht, wenn man es in die Majors geschafft hat. Nur die Müdigkeit beendet die Karriere, im wahren Leben sorgt sie allenfalls für eine Unterbrechung. Denn die Sucht weiterzuspielen ist allgegenwärtig. Die unglaublichen Details enden nicht einmal im Schatten der Spieler. US-Portale wie beispielsweise gamespot.com sprechen zurecht von der „Messlatte für Stadion-Authenzität“.

Kritiker stürzen sich auf die fehlenden großen Entwicklungsschritte. Das stimmt, aber bei der Serie war vieles vorher schon so gut, dass Änderungen Rück- statt Fortschritt bedeuten könnten. Timing und Bewegungskontrolle fühlen sich so gut wie zuletzt an. Gut, dass sich die Entwickler auf Details konzentriert haben. Das gilt nicht nur für die Action-Abschnitte.

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Auf der Suche nach Neuerungen eröffnet sich ein zweiter suchtgefährdender Modus: der Online Franchise Mode. Das eigene Team zu managen, ist nicht bahnbrechend. Es aber online zu tun im Vergleich mit anderen Usern in einer Community, beschert durchaus ungekannte Spannungsmomente und ist wiederum nur eine kleinere Entwicklung in einem bereits bestehenden, ausgeklügelten und nahezu fehlerfreien Baseball-Kosmos.

Fazit: Let's play – bis in einem Jahr, wenn sich Baseball-Junkies wieder fragen, was soll jetzt noch kommen? Der eingeschlagene Weg ist richtig. Die Stärken wurden verbessert, an den wenigen verbliebenen Potenzialen wurde gearbeitet. Zehn von zehn Homeruns!

MLB: The Show 14 ist erhältlich für PlayStation 3, PlayStation 4 und PS Vita.

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