Buntes Gemetzel zum Mitnehmen

Severed im Test für die PS Vita

Buntes Gemetzel zum Mitnehmen: Severed im Test für die PS Vita Buntes Gemetzel zum Mitnehmen: Severed im Test für die PS Vita Foto: SCE
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PS-Vita-Fans reiben sich bereits seit der Ankündigung dieses Spiels die Hände: Severed ist der neueste Titel des Entwicklerstudios DrinkBox– seines Zeichens für den Überraschungserfolg Guacamelee verantwortlich. Ob die kanadischen Entwickler mit dem Neuankömmling ihr Talent für packende und innovative Spiele untermauern können, verraten wir im Test.

Obwohl die Playstation Vita so viel Potenzial hat und schon einige wirklich herausragende Spiele hervorgebracht hat, scheint es mit dem Portable Device bergab zu gehen. Von mir meist nur aufgrund der Remote-Play-Funktion stets einsatzbereit, verstaubt das Gerät zunehmend. Doch Vita-Fans bekommen nun einen echten Gaming-Leckerbissen. Denn Severed schöpft nicht nur das volle Potenzial der Konsole aus, sondern besticht durch einen coolen Look und einem interessanten Gameplay-Mix.

Aber fangen wir vorne an. Was ist Severed überhaupt?

Bei einem so interessanten Mix ist das schwer zu beschreiben. Die optische Präsentation lehnt an das viel gefeierte Guacamelee an. In Sachen Spielmechanik sieht es aber ganz anders aus. Auf den ersten Blick erinnert der Titel an einen klassischer Dungeon-Crawler. Die älteren Semester werden sich mit Sicherheit an die alten Might & Magi-Spiele oder Titel wie Gauntlet erinnern. Doch hier wird es interessant, denn Severed bekommt durch die hochfrequentierte Nutzung des Touch-Pads eine ganz andere Dynamik. Mit Hilfe unserer Finger zerteilen wir Monster, lösen Rätsel und sammeln Körperteile ein.

Saubere Schnitte zum Erfolg

Und wieso das Ganze? Heldin Sasha muss ihre Familie retten. Nachdem sie einen Angriff auf ihre Familie mit nur einem Arm überlebt hat zieht sie los, um nach ihren Liebsten zu suchen. Dabei durchstreifen wir mysteriöse Festungen und unheimliche Wälder, die zu allem Überfluss voller Monster sind. Und hier kommen wieder unsere Finger ins Spiel.

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Denn wer jetzt denkt, Severed wäre eine etwas ausgeklügeltere Version von Fruit Ninja, der hat sich sprichwörtlich geschnitten. Die Kampfmechanik ist deutlich komplexer und erfordert bei fast allen Gegnern eine Strategie. Wildes „schnetzeln“, wie zum Beispiel bei Metal Gear Revengeance, ist nur selten erfolgreich. Besonders bei Bossen ist es wichtig, die Schwachpunkte des Gegners zu identifizieren und zur richtigen Zeit zuzuschlagen.

Dazu gehört auch der gut getimte Einsatz von Blocks. Meist stellen wir uns zudem mehr als nur einem Gegner und müssen während des Kampfes zwischen den Gegnern hin und her springen. Das machen wir durch eine 90 Grad-Drehung in die entsprechende Richtung – den Blick nach oben und unten gibt es in Severed nicht.

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Mit zunehmender Spieldauer gewinnt Sasha an Stärke. Denn nach erfolgreichen Kämpfen erhalten wir frisch Körperteile und allerlei Innereien der Gegner, mit denen wir unser Equipment aufwerten können. Das System ist dabei simpel, bietet aber dennoch die Freiheit, Sasha der eigenen Spielweise anzupassen.

So muss Technik

Wie bereits erwähnt nutzen die Entwickler den für Guacamelee typischen Grafikstil. Diese knallig-bunte Optik hindert DrinkBox aber nicht daran, die Level sehr atmosphärisch und düster wirken zu lassen. Dafür sorgt auch die hervorragende Soundkulisse des Spiels, die für jede Situation optimal angepasst ist.

Das wichtigste aber, die Touch-Screen-Mechanik, funktioniert genauso wie es sein sollte. Präzise Schnitte, gut getimte Blocks und action-geladene Kämpfe gehen nach wenigen Spielminuten problemlos von der Hand. Oft ist es der richtige Rhythmus, der über einen erfolgreichen Kampf, oder eine Niederlage entscheidet.

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Fazit

Mit Tränen in den Augen blicke ich auf Severed. Nicht, weil mich das Spiel enttäuscht hat, ganz im Gegenteil. Denn Severed zeigt, wie viel Potenzial in diesem wunderbaren Stück Technik steckt, das sich PS Vita nennt.

Leider müssen wir davon ausgehen, dass DrinkBox mit Severed einen der letzten Exklusivtitel für Sonys Handheld auf den Markt gebracht hat. Dieser zeigt aber in beeindruckender Weise, was diese Konsole liefern kann. Denn Severed ist ein knackiges Action-Spiel, das uns rund acht Stunden an den Handheld fesselt und dabei alle Vorzüge des Systems ausnutzt.

Ich persönlich kann jedem der eine PS Vita sein eigenen nennt nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen – selbst wenn das Genre auf den ersten Blick etwas angestaubt wirkt.

Severed erhält von 85 saubere Schnitte, 8 von 10 möglichen Innereien und 4 von 5 erfolgreiche Blocks.

Severed ist erhältlich per Download im PSN. 

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