"Valiant Hearts: The Great War" im Test

Mutige Herzen im ersten Weltkrieg

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Mutiges Spiel, mutige Herzen: Ubisoft liefert den Ausflug in den ersten Weltkrieg vollgepackt mit interessanten Infos, einzigartiger Darstellung und einer rührenden Geschichte. Und wir liefern den Test.

Aus Mangel an Spielen hungern Besitzer der neuen Konsolengeneration derzeit nach neuem Futter für ihre Playstation 4 oder Xbox One. Nahezu jede Veröffentlichung wird mit großer Hoffnung erwartet – ganz gleich, ob es ein Spiel ist, das auch noch für die alten Konsolen und PC erscheint.

Valiant Hearts: The Great War von Ubisoft ist einer dieser wenigen Hunger-stiller. Selbst wenn es sich "nur" um einen Download-Titel handelt, könnt Ihr Euch auf dieses klassische Adventure mit jeder Menge kniffliger Rätsel freuen.

Die Handlung ist weniger spaßig und setzt vor 100 Jahren zur Zeit des ersten Weltkriegs an: Nachdem Erzherzog und Thronfolger Franz Ferdinand bei einem Besuch in Sarajewo ermordet wird, erklärt Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Damit beginnt am 28. Juli 1914 der Erste Weltkrieg oder „The Great War“, wie ihn Engländer, Amerikaner und Franzosen noch heute nennen. Über 17 Millionen Menschen sollten darin ihr Leben lassen.

Soweit das geschichtliche Szenario, aus dem sich die Atmosphäre nährt. Wer jedoch meint, er könne nun am laufenden Band "Call of Duty"-mäßig Gegner umnieten, der liegt falsch. Valiant Hearts (mutige Herzen) versucht Gewalt zu vermeiden. Das knapp zwölfstündige Videospiel unterhält den Spieler auf anderem Weg und vermittelt dennoch die Grausamkeit des Krieges.

Wirkliche Schicksale stehen im Fokus – fünf Protagonisten mit unterschiedlichem Hintergrund sind die Helden des kurzweiligen Abenteuers: Karl, ein deutscher Soldat und Emile, ein französischer Bauer, in dessen Tochter sich Karl verliebt hat. Parallel zu ihnen irrt Freddy durch europäische Trümmer und Schlachtfelder, ein amerikanischer Fremdenlegionär, der sich an den Deutschen für den Tod seiner Frau rächen will.

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Last but not least steuern wir noch Ana, eine belgische Krankenschwester, und George, einen britischen Pilot. Indirekt übernehmt Ihr die Kontrolle über Walt, einen treuen Sanitätshund, der die Protagonisten an einzelnen Stellen des Spiels begleitet und als Mittel zum Lösen von Rätseln dient.

Rein spielerisch erfindet Entwickler Ubisoft Montpellier (Beyond Good & Evil, Rayman Legends) das Rad nicht neu. Nichtsdestotrotz hält sich der Unterhaltungspegel konstant auf hohem Niveau. Jeder, der bereits ein Point´n´Click-Adventure gespielt hat, weiß was ihn erwartet. In etwas abgespeckter Form findet der Spieler pro Abschnitt bestimmte Interaktions-Gegenstände, die meist auch als solche erkennbar sind. Einzelne Gegenstände muss er erst suchen.