Flappy Bird Entwickler im Interview

Die Sucht nach Flappy Bird wurde ihm zu groß

Flappy Bird Entwickler im Interview: Die Sucht nach Flappy Bird wurde ihm zu groß Flappy Bird Entwickler im Interview: Die Sucht nach Flappy Bird wurde ihm zu groß
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In einem Interview mit dem "Forbes Magazine" erklärt Flappy Bird Entwickler Nguyen, warum er den Titel trotz des großen Hypes aus den Stores entfernen ließ.

Zahlreiche Gerüchte besagten, dass der vietnamesiche Entwickler in das Fadenkreuz von Nintendo geraten war, weil er einige Assets aus Super Mario für das simple, aber süchtig machende Handyspiel nutzte. Dem widersprach nicht nur Nguyen selbst, sondern auch Nintendo: Rechtliche Schwierigkeiten seien im Fall Flappy Bird also ausgeschlossen.

Dem Forbes Magazine erklärte Nguyen nun, warum er das Spiel aus dem Store genommen hat:

"Flappy Bird was designed to play in a few minutes when you are relaxed, but it happened to become an addictive product. I think it has become a problem. To solve that problem, it’s best to take down Flappy Bird. It’s gone forever."

Und übersetzt soviel wie:

"Flappy Bird war dazu entwickelt worden, um es nur einige Minuten zu spielen und dabei zu entspannen, aber letztendlich hat es sich als süchtig machendes Produkt herausgestellt. Ich denke, es ist zum Problem geworden. Um dieses Problem zu lösen war es am besten Flappy Bird (aus den Stores) zu entfernen. Es ist für immer verschwunden."

Der letzte Satz ist so natürlich nicht ganz richtig: Alle Spieler, welche Flappy Bird bereits auf ihr Handy heruntergeladen haben, können es auch weiterhin spielen. 

Nguyen jedenfalls scheint vom plötzlichen Erfolg erschlagen und in die Ecke gedrängt: Der 29jährige Vietnamese wirkte im 45minütigen Interview sehr nervös und rauchte laut Forbes mehrere Zigarretten. Selbst seine Eltern hätten nichts von Flappy Bird gewusst, bis die Medienlawine in Gang kam. Vor dem Interview, welches in einem Hotel in Hanoi stattfand, hatte Nguyen darüberhinaus noch ein Treffen mit Vietnams stellvertretendem Premierminister Vu Duc Dam: Kein Wunder, dass der Junge nervös war.

Über seine genauen Verdienste mit Flappy Bird schweigt Nguyen und erwähnt, dass er die genauen Zahlen selbst nicht kennen würde. Ob man es nun glaubt, oder nicht - es passt zum Bild des vollkommen vom Erfolg überraschten, jungen, vietnamesischen Spiele-Entwicklers. Da ist es beinahe egal, wie sehr das Spiel von anderen Titeln kopiert, wie simpel die Spielmechanik, wie groß der Neid auf seinen Verdienst ist: Nguyen wirkt symphatischer denn je. 

Geben wir dem Mann also endlich etwas Ruhe! Es gibt tatsächlich bessere, und wichtigere Spiele da draußen!