Der spaßigste Shooter des Jahres?

Splatoon: Nintendo zeigt die Paintball-Schlacht im Detail

Der spaßigste Shooter des Jahres?: Splatoon: Nintendo zeigt die Paintball-Schlacht im Detail Der spaßigste Shooter des Jahres?: Splatoon: Nintendo zeigt die Paintball-Schlacht im Detail Foto: Nintendo

Bunt, schrill, kreativ: Mit "Splatoon" könnte es Nintendo tatsächlich gelingen, endlich mal wieder frischen Wind ins stagnierende Shooter-Genre zu bringen. Wir erklären den grell-bunten Paintball-Shooter im Detail. 

Eigentlich braucht es gar nicht so viel, um im aktuellen Shooter-Reigen zwischen Sci-Fi-Call-of-Duty und "Cops gegen Gangster"-Battlefield Hardline aufzufallen: Die Ego-Shooter der Moderne sind geprägt von Brauntönen, wenig Kreativität und jeder Menge Ernsthaftigkeit. Da spricht Nintendo mit "Splatoon" einen Nerv an, der im Laufe der letzten Jahre zusehends verkommen ist. Spaß. Farbe. Schrille Charaktere und noch schrillere, musikalische Untermalung zeichnen "Splatoon" gleich auf den ersten Blick aus. 

Doch auch in Sachen Spielmechanik wird mit Traditionen gebrochen: Jedes Level will mit der Farbe des eigenen Teams zugekleistert werden. Das erreicht ihr ganz einfach, indem ihr eure Waffen nicht nur gegen die Gegner richtet, sondern auf jeden freien, noch nicht von Farbe beschmierten Fleck. Am Ende jeder Runde zählen nicht etwa die Abschüsse, sondern die verteilte Farbe: Wer mehr Prozent der Arena unter das eigene Farbbanner gekleckst hat, gewinnt!

In Farbe! Und BUNT! Splatoon - Screenshots 50 Fotos

Der größte Clou des Spiels: Auf Knopfdruck verwandelt ihr euch von eurer humanoiden Form in Tintenfische, welche in der verteilten Farbe abtauchen können und so um einiges fixer unterwegs sind. Gewiefte Naturen nutzen das Momentum als Tintenfisch, um gewagte Sprünge zu absolvieren. Alternativ gleitet ihr mit den Tintenfischen an Wänden hinauf und erklimmt höhere Positionen, um die Gegner auf's Korn zu nehmen.

Mit Waffen hantieren könnt ihr jedoch nur in humanoider Form: Wenn euch die Farbe einmal ausgehen sollte, füllt ihr die Tanks in der Tintenfischform fix nach. Wer doch einmal von den Gegnern ausgeschaltet wird, der wird in der heimischen Basis wiederbelebt und gelangt dank "Supersprung" schnell zurück ins Geschehen: Springt einfach zu den Kollegen an die Front, oder versucht eure Basis gegen Angreifer zu verteidigen und wieder Grund mit Farbe zu beklecksen. 

Die neue Folge "Nintendo Direct" erklärt euch "Splatoon" in guten 30 Minuten, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. 

Das neue Nintendo Multiplayer-Eldorado?

Wir schreiben das Jahr 2015 und das Thema "Online" in Verbindung mit "Nintendo" scheint noch immer eine Ehe zu sein, auf die die meisten wohl keine 20 Euro setzen würden. Zumindest mit Mario Kart 8 zeigen die Japaner, dass es ja doch funktionieren kann, und jetzt mit "Splatoon" will man - hoffentlich! - daran anschließen. 

Die maximale Anzahl von 8 Spielern in zwei Teams á vier Spielern scheint auf den ersten Blick eher klein ausgefallen zu sein, erweist sich in Hinblick auf die Größe der Level und der recht hohen Spielgeschwindigkeit aber schnell als äußerst passend. 

Unverständlich: Zum Start ist es nicht möglich mit Freunden in einem festen Team zusammenzuspielen - diese Option soll in einem Update im August "nachgereicht" werden. Auch die Abstinenz von "Voice Chat" und sonstigen Komfort-Optionen der Online-Konkurrenz nervt und zeigt, dass Nintendo noch immer einige Nachsitz-Stunden benötigen wird, um wirklich oben mitmischen zu dürfen.

Auch der Rest des Spiels schreit nach Erweiterung: Nintendo hat bereits bekanntgegeben, dass sie in den kommenden Wochen und Monaten nach der Veröffentlichung Stück für Stück neue Modi, neue Karten und neue Waffen integrieren wollen. Die Idee dahinter scheint tatsächlich unter dem Motto "Wir wollen die Spieler anfangs nicht überfordern" zu laufen, birgt auf der anderen Seite allerdings die gewaltige Kritik, dass "Splatoon" zu seiner Veröffentlichung am 29. Mai schlicht noch nicht fertig ist.

Noch einmal schwarz auf weiß: Zum Start erscheint Splatoon mit fünf Mehrspieler-Karten und zwei unterschiedlichen Modi (Battle Dojo und Turf War). Ein weiterer Modus (Splat Zone) soll erst dann freigeschaltet werden, wenn ein bestimmter Anteil der Spieler Level 10 erreicht hat. Fünf Karten? Richtig gelesen! Egal wie gut das Design der Karten auch ausfallen mag, selbst für einen Mid-Range-Titel - Splatoon wird zum Start ca. 40 Euro kosten - ist dies zu Beginn zu wenig.  

Weapons of Mass Paintation

Die Auswahl zwischen den unterschiedlichen Waffen in "Splatoon" gefällt auf Anhieb und ist ähnlich komplex, wie in vergleichbaren "realistischen" Shootern: Neben der Auswahl der Primärwaffe kommen noch zwei Slots für eine Sekundär- und eine Spezialwaffe hinzu. Von Raketenwerfern bis zum "Tintentitan", von Haftbomben bis zu Sprungbojen, hier ist wirklich etwas für jeden Spielstil dabei.

Den größten, spielerischen Unterschied liefern natürlich die Primärwaffen: Ob ihr lieber auf weiter entfernte Ziel ballert (und dabei ganze Farbbahnen für die Kollegen vorbereitet), oder den Nahkampf sucht, Nintendo hat die passende Farb-Klampfe für euch parat. Richtig spaßig wird das Ganze mit den großen "Farbrollern", mit denen ihr im Nullkommanix ganze Areale in eurer Farbe einpinselt und nervige Gegner einfach "überfahrt".

Alle Waffen auf einen Blick findet ihr übrigens auch im oben verlinkten "Nintendo Direct".

Splatoon (12) (image/jpeg)

Klamottenbasar, Amiibos, Wettbewerbe, Retro-Games

"Inkopolis" ist der Name der Stadt, aus der die Wettbewerbe und generell alles rund um "Splatoon" gestartet wird: Passend zum Setting findet ihr hier auch eine Menge unterschiedlicher Shops, in denen ihr euren Spielfiguren schräge Hüte, bunte Pantoffeln und neue Kleidungsstücke kaufen könnt. Aber auch neue Waffen wollen zuerst hier geordert werden: Je mehr Waffen ihr einkauft, desto mehr schaltet ihr wiederum frei. 

Nintendo wäre natürlich nicht Nintendo, wenn sie die Amiibo-Gelddruckmaschine nicht irgendwie auch in "Splatoon" unterbringen könnten. Dementsprechend erscheinen insgesamt drei thematisch zum Spiel gehörige Amiibo-Figuren im Handel, oder in der Special Edtion gleich mit zum Spiel. Wer die Figuren über sein Gamepad aktiviert, schaltet drei separate Challenges im Spiel frei, welche sich jedoch nur im Einzelspieler-Modus erledigen lassen. 

Lustig: Wer in Inkopolis gelangweilt auf einen Freund wartet, kann sich die Zeit an einem Retro-Automaten vertrödeln und auch dort zahlreiche Spiele freispielen. 

Auch Solo-Squid werden bedient

Wer dem werten Käpt'n Kuddelfisch in Inkopolis in seinen Gulli folgt, wird mit mehreren Aufträgen gegen die fiese Oktopus-Invasion belohnt. Die Oktarianer liefern euch in der Einzelspieler-Variante ganz eigene Aufgaben, die ihr abseits des Mehrspieler-Modus alleine angehen könnt. 

Folgendes Videos zeigt euch die schrägen Oktarianer im Detail:

Nach der Demo und den ersten Spieleindrücken von "Splatoon" sind wir äußerst begeistert von dem, was Nintendo uns hier auftischt. Einzig der anfangs doch recht überschaubar wirkende Spielinhalt könnte sich schnell als Flaschenhals herausstellen, sollte Nintendo nicht fix nachliefern können. Ebenfalls beängstigend ist die Aussicht auf kostenpflichtige Inhalte: Wir hoffen stark, dass Nintendo die ersten Erweiterungen kostenlos ins Spiel integriert und nicht auf einmal die DLC-Lunte gerochen hat. 

Wir drücken dem Spiel jedenfalls alle Daumen, dass sich hier auch längerfristig eine gesunde Mehrspieler-Community etablieren und halten kann. Splatoon erscheint am 29. Mai exklusiv für die Wii U. 

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