Square Enix will zurück zu den Wurzeln

Erfolg von Bravely Default lädt zum Nachdenken ein

Square Enix will zurück zu den Wurzeln: Erfolg von Bravely Default lädt zum Nachdenken ein Square Enix will zurück zu den Wurzeln: Erfolg von Bravely Default lädt zum Nachdenken ein
Von |
Square Enix will zurück zu den Wurzeln Erfolg von Bravely Default lädt zum Nachdenken ein 2 Fotos

Überraschung: Bravely Default hat sich hervorragend verkauft und Square Enix Präsident Yosuke Matsuda macht sich jetzt Gedanken über die Auswirkungen.

" Japanische Rollenspielkunst in Perfektion und ein weiterer Grund für Genre-Fans, sich schnell einen Nintendo 3DS anzuschaffen." Das war unser Test-Fazit zum 3DS-Rollenspiel Bravely Default. Wir waren nicht die einzigen, die dem Titel Bestnoten bescherten: Weltweit wurde das klassische JRPG über den grünen Klee gelobt. 

Dies bedeutet natürlich nicht zwangsläufig, dass sich ein Spiel wie dieses auch gut verkaufen muss, doch die Verkaufszahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Über 200.000 Exemplare wanderten alleine in Nord-Amerika in den ersten Wochen über die Tresen, in Europa war der Titel gar kurzzeitig ausverkauft. 

In einem Interview mit nikkeitrendy.net gestand Square Enix Präsident Yosuke Matsuda jetzt ein, selbst überrascht von dem globalen Erfolg gewesen zu sein. Der Titel sei selbst in Japan nur als "Nischen"-Titel betrachtet worden. Doch durch das Internet verbreiten sich nach Matsuda solche Informationen heute weltweit schneller, als damals - wobei wir uns bei sowas fragen müssen, wo der Mann die letzten 15 Jahre gelebt hat, denn gerade in solchen Aussagen schwingt dann doch das typisch japanische, abgeschottete Wesen mit.

"...Fans von JRPGs sind wirklich um die ganze Welt verteilt. [...] Egal ob Nord-Amerika, Europa oder Süd-Amerika, es gibt wirklich keine Grenzen mehr für den Informationsfluss. Zusammengenommen ist das ein ganz neuer Sinn für die "Masse", welcher das Image eines Nischenmarktes [für JRPGs] abstreifen kann."

2940_52d4bac6b6276793115971998c4b4a8d_800x600r (image/jpeg)  

Außerdem erwähnt Matsuda in diesem Zusammenhang Hitman: Absolution, welches sich nach seiner Meinung deswegen so schlecht verkauft habe, weil es zuviele "Elemente für die Massen" aufwiese, anstelle sich um die Spielmechanik im Kern der Serie zu kümmern und die Hitman-Fans so zu begeistern. 

Der wichtigste Kommentar fällt zum Schluss:

"Im Grund genommen wollen wir bezüglich der Triple A Titel, welche wir aktuell entwickeln, zurück zu den Wurzeln und den Fokus auf die Core-Spieler legen (Anm.: "die Spieler, die mit den Spielen groß geworden sind"), während wir an Inhalten arbeiten, zu denen Fans Sachen sagen können wie "Das ist DAS Hitman, dass wir kennen!". Ich glaube daran, dass dies der beste Weg für unser Entwicklerteam ist, um seine Stärken zu zeigen."

Bei so viel Einsicht kommen uns fast die Tränen vor Freude: Jetzt muss Square Enix nur noch abliefern. Mal schauen, ob Matsuda da als Präsident tatsächlich genug in Bewegung setzen kann! Drückt die Daumen!