Tencent toppt alles

League of Legends Publisher ist größer als Microsoft, EA und Activision

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Wer hätte das gedacht: Anstelle von den hierzulande "bekannten" Größen im Publisher-Geschäft, sitzt der chinesische Publisher Tencent weit vorne in den Umsatz-Charts.

Tencent? Nie gehört? Richtig, wir bis jetzt tatsächlich auch nicht. In Verbindung mit League of Legends denkt man eher an das Entwicklerstudio Riot Games, nicht aber an den gigantischen Publisher Tencent aus China, der im Fall von League of Legends als Holding-Gesellschaft fungiert.  

Tatsächlich "teilen" sich drei Gesellschaften die Publisher-Rechte am Spiel, neben Riot Games und Tencent kümmert sich Garena um den Vertrieb in Südost-Asien. 

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Doch zurück zu Tencent, einen Namen den man sich eventuell doch mal merken sollte: Immerhin sind die Jungs und Mädels aus Shenzhen (nördlich von Hong Kong) mit ihren Umsätzen ÜBER Facebook angesiedelt. Luft holen, wir denken uns das nicht aus: Tencent ist (...oder war, denn die Zahlen stammen von "August 2012") die viert-erfolgreichste Firma der Welt, gleich nach Google, Ebay und Amazon. 

Sony? EA? Nintendo? Alles kleine Fische, im Vergleich mit Tencent! 2013 expandierte Tencent seine jährliche Wachstumsrate um stolze 45 Prozent, was ungefähr 5,3 Milliarden Dollar in Umsatz entspricht. Genug um an Microsoft vorbeizuziehen und den Stinkefinger aus dem Sportwagen zu strecken. Zum Vergleich: Microsofts jährliche Wachstumsrate betrug 2013 "nur" 3 Prozent. 

Natürlich basiert nicht das gesamte Unternehmen auf League of Legends, auch wenn der Titel ein wohl gewaltiges Stück vom Finanzkuchen ausmachen sollte. 2013 machte das Moba immerhin 624 Millionen Dollar Umsatz. Unter anderem besitzt Tencent noch Anteile an Epic Games und Activision, vertreibt das Firmen-eigene CrossFire (das südkoreanische Counter-Strike Pendant) und kümmert sich um das free2play Call of Duty: Online

Faszinierend ist, dass der Erfolg der Firma nicht an "Blockbuster-Titeln" hängt, sondern sich in den letzten Jahren stetig aufgebaut hat. So benötigt Tencent nicht zwingend den "einen" Erfolgstitel, so wie es EA, Activision und Co. seit Jahren praktizieren (Call of Duty, Assassin's Creed, Tomb Raider und Co.). Vielleicht also mal ein positives Beispiel, wie es in der Finanzwelt laufen kann, ohne den immensen Druck einiger Triple-A-Titel aufbauen zu müssen. 

Quellen und noch mehr Infos: Venturebeat.com / Newzoo.com / escapistmagazine.com