Videogamedad bloggoliert

Captain Kacka auf Steroiden

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Videogamedad bloggoliert Captain Kacka auf Steroiden 5 Fotos

Der Videogamedad ist wieder unterwegs im ewigen Kampf gegen die Technik, gegen die Frauenwelt und gegen Windeln. Wird er diesmal gewinnen? Wer sich jetzt fragen sollte, wer dieser "Videogamedad" ist, der schaut mal hinter diesem Link vorbei. 

Ich bin immer ein Mensch gewesen, der es befürwortet neue Dinge im Leben niemals unerprobt abzuwinken.

Als wir uns vor kurzem (aufgrund "starken Interesses" unserer Tochter am täglichen Essen) dazu entschlossen sie an Beikost zu gewöhnen, gab es für mich keinen Grund zur Annahme, dass dies eine schlechte Entscheidung sein könnte. Aber hätte mir jemand vorher erklärt, was es bedeutet sein fünf Monate altes Kind mit fester Nahrung zu füttern… JESUS! Ich hätte versucht den neuen Ernährungsplan unserer Tochter für eine Ewigkeit hinauszuzögern.

In einem meiner früheren Blogeinträge (Fräulein Pipi & Captain Kacka) erklärte ich noch voller Stolz, dass wir erstaunlich wenig Probleme mit dem Beseitigen der biologischen Waffen unserer kleinen Mitbewohnerin hatten. Zwischenzeitlich änderte sich zwar das Ausscheidungs-Intervall von “täglich” auf “unregelmäßig" bis hin zu "ab und an in der Woche”, aber außer der Tatsache, dass die Biomasse nun in größerer Menge in die Hose gedrückt wurde, gab es keine dramatischen Änderungen in Form und Konsistenz. Ich stand also nach wie vor meinen Mann und beteiligte mich gewissenhaft an den eher unangenehmen Pflichten, die ein Baby so mit sich bringt.

 Ein aufmerksamer Facebook-Leser wies mich mit “Warte mal ab, bis Eure Kleine Gyros bekommt…” auf eventuelle Überraschungen in der Zukunft hin. Aber mein großkotziges Gemüt ließ mich sinngemäß als Antwort in die Tasten hämmern “Stell dich mal nicht an, so schlimm kann das nicht werden”.

 Was soll ich sagen, die Person hat nun das offizielle Recht mich auszulachen und mir ein “L” für Looser entgegenzuwerfen, denn ich habe mich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Das Schlimmste: meine Tochter hat zum aktuellen Zeitpunkt noch kein einziges Stück Gyros gegessen. Bis jetzt gab es nur Obst und Gemüse und trotzdem stand ich bei der letzten Wickelsession kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

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Nervenzusammenbruch

Die Ärzte singen in einem Ihrer Songs:

Ich ess Blumen, denn Tiere tun mir Leid
Lieber Akazien statt ‘nen dicken, fetten Schinken
Ich ess Blumen, Fleisch bringt mir Übelkeit
Und die Fäkalien tun dann auch nicht mehr so stinken

 Die Aussage in diesem Vers ist eigentlich für jeden klar verständlich und ließ mich hoffen dass die “Kackokalypse” erst dann beginnt, wenn man seinen Nachwuchs mit tierischen Produkten füttert. Aber der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Denn die Betonung in diesem Lied liegt (soviel habe ich jetzt verstanden) ausdrücklich auf dem  "nicht mehr so stinken". Es ist in keiner Silbe die Rede davon, dass es beim ausschließlichen Verspeisen vegetarischer Produkte “nicht mehr stinkt”. Innerhalb der letzten Wochen erlangte ich diese Erkenntnis mit Tränen in den Augen.

 Ich erlebte mit wie unser "kleiner Brummer" mal wieder völlig ungeniert einen Funktionstest des eigenen Schließmuskels durchführte und sich mit kräftigen Drückgeräuschen und einem roten Kopf ans Werk machte, die letzten Mahlzeiten in komprimierter Form, quasi eine “Kacke.zip”, wieder zurück an Mutter Natur zu überreichen.

Gut erzogen ist meine Futtermaschine ja, das muss ich zugeben. Der Leitsatz "Wenn man etwas nicht mehr benötigt, gibt man es zurück" könnte glatt aus einem weichgespülten Disneyfilm stammen… nur dass das, was da gerade auf mich zu kam, alles andere als "weichgespült" war und wohl auch kaum in einem Disneyfilm thematisiert wird.

Ein Geräusch, wie es sonst nur in Horrofilmen zu hören ist und nach dem qualvolle Tod eines blubbernden Schleim-Aliens klang, verkündete unverkennbar das Finale des Körperfunktionstest. Ein schelmisches Grinsen meiner Tochter ließ vermuten, dass sie sich im Klaren darüber war, was da in der Hose auf mich lauert. Mich überkam ein Schaudern.

Beim Öffnen der Windel traute ich meinen Augen nicht. Anstelle des üblichen, einfarbig-flüssigen Pfuhls (der mit viel Phantasie Ähnlichkeiten mit einem Batman Logo aufweist), starrte ich entsetzt in das Angesicht von Captain Kacka auf Steroiden. Der alte Haudegen wollte scheinbar zum härtesten Typ in seiner Branche gehören und hatte seinen Körper mit unverkennbaren Substanzen zu zusätzlicher Stärke verholfen. Bei einer spontan eingeleiteten Dopingkontrolle wäre jedem Laien sofort aufgefallen, dass der Körper mit Zusatzstoffen wie Or.An.Ge, T.OM-ate und sogar dem eigentlich verhassten BrO-KK-oLI bionisch verstärkt wurde. Da hätte selbst die "Sechs Millionen Dollar Familie" nicht schlecht gestaunt… nur um danach Geruch in Ohnmacht zu fallen.  

Meine Freundin versicherte mir, ich hätte noch Glück gehabt und das Erscheinungsbild sei nichts im Vergleich zu dem, was SIE in den vergangenen Tagen erlebt habe. Der einzig für mich zu verbuchende Vorteil war, dass das Ganze durch die neue Konsistenz nicht links und rechts an den Beinen rausgeschossen kam und dadurch nicht wie das gescheiterte Physikexperiment eines Raketenantriebs aussah. "Kot Red!"

 Zukünftig werde ich meiner Tochter beibringen ihr großes Geschäft nur noch dann zu erledigen, wenn Papa auf der Arbeit ist. Zum Glück ist meine Freundin viel zu sozial, als dass sie die Stinkewindel meiner Tochter den ganzen Tag als Überraschung für mich aufheben könnte. Klingt wie der Masterplan eines Genies.

Captain Kacka auf Steroide

Captain Kacka auf Steroiden – Die coole Sau!

Das Thema stellt mich für diesen Blog vor eine große Herausforderung: Wie bekomme ich in den Köpfen der Leser jetzt einen Szenenwechsel von “Kacka” zu Cupcakes hin?!

In der letzten Woche gab es gleich zwei Jubiläen für uns zu zelebrieren: Zum einen feierte meine Freundin den Abschluss ihres 29. Lebensjahres, und zum anderen standen wir vor genau einem Jahr vor einem positiven Schwangerschaftstest und erfuhren somit von der Existenz unseres kleinen, selbstgebastelten Wunders. Naja… eigentlich habe ich den Teststreifen aufgrund der “intimen” Tatsache, dass draufgepinkelt wird, nie selbst zu Gesicht bekommen. Aber das Ergebnis wurde mir mit Freudentränen im Gesicht von Simone mitgeteilt und es war trotz allem ein herzerwärmender Moment. 

Zur Feier des Tages habe ich es mir nicht nehmen lassen, die Kochschürze umzuschmeißen und meiner Freundin zum Geburtstag ein paar Cupcakes zu backen. Natürlich in einer Qualität, wie man sie sonst nur aus dem professionellen Backstuben gewohnt ist. Like a Boss!

 Allerdings durfte ich feststellen, dass so eine Geburtstagsvorbereitung nicht mehr ohne weiteres in der kaum vorhandenen Freizeit bewältigt werden kann. Ich nahm mir also kurzerhand Freitag Urlaub, um sowohl den Haushalt auf Vordermann zu bringen, als auch die Back-Kreationen zur Überraschung meiner Freundin fertigzustellen.

 Das (stolze) Ergebnis will ich euch nicht vorenthalten. Und nach der bildhaften Schilderung der Exkremente meiner kleinen Tochter gibt es wohl aktuell nichts was Ihr Euch mehr wünscht, als ein paar Fotos von zuckersüßen Cupcakes.

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Cupcakes "njam njam" Style

Für den VideoGameDad in mir war die letzte Woche durch die Geburtstagsplanung, Ausführung und letzten Endes die eigentliche Feier entsprechend kurz. 

Unter der Woche verbrachte ich ein paar lieblose Stunden mit Assassins Creed Black Flag  in der Karibik des 18. Jahrhunderts . Aber irgendwie leide ich seit dem genialen Assassins Creed Brotherhood an der “AC-Krankheit” und muss mich stets dazu zwingen die Teile auch tatsächlich zu Ende zu zocken.

Die immer gleichen Animationen, dass immer fast gleiche Spielprinzip… es biedert mich mittlerweile an und schon nach den ersten drei digitalen Metern habe ich das Gefühl alles schon einmal gesehen und gespielt zu haben. Einzig die maritime Kriegsführung und das “sonnige Urlaubs-Setting” in Black Flag halten mich ein wenig mehr bei Laune als noch die Vorgänger. 

In Anbetracht des baldigen Releases von Watch Dogs, hatte ich mir eigentlich fest vorgenommen zumindest die Hauptstory von AC4 zu beenden, um ruhigen Gewissens mit dem nächsten Open-World-Faß-ohne-Boden-Game durchstarten zu können. Ob da etwas draus wird, zeigen die kommenden Wochen. Momentan habe ich das Gefühl mich eher zum Zocken zwingen zu müssen.

Nicht das mir eine ähnliche Spielidentitätskrise bevorsteht, wie meinem vor kurzem interviewten VideoGameDad “Dennis”.  

Spieleunlust?! Jetzt?! Ich?! NIEMALS!!!

Gruß,
VGD