Wii U Verkäufe schwächeln weiter

Nintendo senkt Verkaufserwartungen

Wii U Verkäufe schwächeln weiter: Nintendo senkt Verkaufserwartungen Wii U Verkäufe schwächeln weiter: Nintendo senkt Verkaufserwartungen
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Die traute Zockerwelt bietet aktuell einen Haufen unterschiedlicher Emotionen seitens Nintendo im Internet ab. Wut. Unverständnis. Trauer. Enttäuschung. Wage Hoffnungen, es könnte ja doch noch was passieren. Eine Emotion fehlt beinahe durchgängig auf allen Plattformen: Begeisterung. Die Emotionsachterbahn ähnelt der Sinuskurve nach einer mißglückten Operation. Patient tot, Arzt wahnsinnig, Zuschauer verdutzt. 

Selbst Super Mario 3D World, ein absolut fantastisches Videospiel und Schaukasten für alles, was die Wii U groß machen könnte, war nicht dazu in der Lage den Karren für das Weihnachtsgeschäft 2013 aus dem Dreck zu ziehen. Nintendo plagt, was sie schon immer plagt: Mangelnde Unterstützung der Dritthersteller, teils selbst verschuldet durch abstruse Kommunikationsprozesse von Japan in den Rest der Welt. In der Hinsicht ist Nintendo eigen... und bleibt vorläufig eigen.

Jetzt kommen die Zahlen schwarz auf weiß: Vor der Veröffentlichung der Jahresbilanz haben die Japaner nun die  Konsequenzen gezogen und ihre Gewinnerwartungen deutlich modifiziert. Der Schritt war lange überfällig, immerhin stand im Geschäftsplan für den 31. März 2014 noch immer eine nicht allzu bescheidene "9 Millionen" hinter den erwarteten Wii U Verkäufen. Tatsächlich konnte man zum Halbjahr auf 460.000 Einheiten blicken, bis zum Stichtag im März erwartet Nintendo jetzt 2,8 Millionen verkaufte Wii Us - was noch immer optimistisch, aber nicht utopisch verquer ist.

Überraschend wurde selbst die Prognose für den 3DS nach unten korrigiert - ein Schritt, den man bei der fantastischen Software-Situation auf Nintendo's Handheld nicht unbedingt erwartet hätte. Anstelle von 18 Millionen verkaufter 3DS rechnet NIntendo jetzt "nur" noch mit 13,5 Millionen, also fast fünf mal soviele 3DS wie Wii U

Dasselbe gilt natürlich auch für Software-Verkäufe, hier wird von 38 Millionen auf 19 Millionen (Wii U), bzw. von 80 Millionen auf 66 Millionen Spielen (weltweit) reduziert. Noch mehr Zahlen für Zahlenfans: Für den Umsatz bedeutet die Korrektur ein Minus von ca. 2,3 Milliarden Euro (920 Mrd. Yen auf 590 Mrd. Yen), was einem operativen Minus von ca. 246 Millionen Euro und einem Nettoverlust von 176 Millionen Euro gleichkommt. 

Oder um's kurz zu machen: Aua! Aua! Aua! Goomba traurig!

Ganz Japaner übernimmt Nintendo Cheffe Satoru Iwata natürlich - auch gegenüber dem Nikkei - volle Verantwortung für das Ergebnis. Seinen Chef-Sessel räumt Iwata dennoch nicht, anstelle dessen will er Nintendo wieder in die schwarzen Zahlen führen. Power-Pilz einwerfen und ab damit: Strengt Euch an, da drüben!

Via Gamesindustry