50 Galerien in Düsseldorf und Köln

Offene Galerien am Rhein

50 Galerien in Düsseldorf und Köln: Offene Galerien am Rhein 50 Galerien in Düsseldorf und Köln: Offene Galerien am Rhein Foto: van horn
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Der gemeinsame Saisonauftakt der 50 Galerien in Düsseldorf und Köln "DC Open Galleries" ermöglicht eine geballte Sicht auf das Kunstgeschehen im Rheinland. In Düsseldorf zeigen sich dabei sehr unterschiedliche Künstler.

Der Slogan der "DC Open Galleries" ist einfach: "Ein Wochenende. Zwei Rheinstädte. Offene Galerien." Der gemeinsame Saisonauftakt der Galerien in Köln und Düsseldorf, bei dem auch viele nicht dem DC-Open-Zusammenschluss angehörende Galerien ihre Türen öffnen, ist ein Höhepunkt des Kulturkalenders. In Düsseldorf lässt sich der Kunstgenuss dabei in Flingern und der Innenstadt bündeln. Eine Übersicht.

Neue Fotoausstellung ab 20. September: Verschwommen: "session.05" in der so what gallery Neue Fotoausstellung ab 20. September Verschwommen: "session.05" in der so what gallery Zum Artikel » Sies + Höke zeigt zwei sehr unterschiedliche Künstlerinnen. Claudia Wieser arbeitet konsequent abstrakt-geometrisch. Es sind Werke, die sich dem Betrachter durch ihre Harmonie und die Sorgfalt in der Ausführung als vom Künstler beseelte Objekte erschließen. Eine Keramikwand besteht aus bemalten und gebrannten Fliesen, davor stehen gedrechselte Skulpturen, deren Sockel individuell lackiert, mit Kupferplatten verkleidet oder mit Siebdrucken bestückt sind.

Die in New York gefeierte Talia Cherit erforscht neue Varianten des Selbstporträts. Wir sehen eine männliche Hand, die nach einer nur zu erahnenden, gänzlich von schwarzem Samt verhüllten Frau greifen. Es ist die Künstlerin selbst, offenbar nackt, denn die Stelle, wo sie auf einem Stück Papier gesessen hat, weist feuchte Flecken auf. Dieser Abdruck wurde fotografisch verewigt.

15. September 2012 bis 13. Januar 2013 : "Rankin - Show Off" im NRW-Forum zeigt Kultbilder 15. September 2012 bis 13. Januar 2013 "Rankin - Show Off" im NRW-Forum zeigt Kultbilder Zum Artikel » Clara Maria Sels widmet Sebastian Riemer eine Schau. Der Meisterschüler von Thomas Ruff verewigt die Ästhetik von Strukturen, ihre spezifische Oberfläche oder deren Veränderung durch die Zeit: Vom mit einem Raster überzogenen Knopf über ein abstrahiertes Pflaster bis zu einer fünf Meter langen, alten Mauer reicht das Themenfeld, das uns neue Wahrnehmungen der sichtbaren Welt ermöglicht. Beck und Eggeling offeriert Wolf Hamm. In der ungewöhnlichen Technik der Glasmalerei breitet der bei Siegfried Anzinger ausgebildete Künstler sein Universum aus: Intensiv leuchtende Bilder, in deren rätselhaften Erzählsträngen man über das Werden und Vergehen sowie die Vielfalt der Welt spazieren geht.

In Flingern präsentiert Cosar HMT Erika Hock. Ihre an Faltungen gemahnenden, metallenen Skulpturen und Bodenobjekte und der zarte, wolkengleich über dem Raum schwebende Seiden-Baldachin zeugen von ihrer Auseinandersetzung mit Architektur und Minimal Art. Linn Lühn wartet mit drei Arbeiten von Sebastian Ludwig auf: Wie in einer strukturierten Explosion springt dem Betrachter ein neuer, perspektivisch ausgeklügelter Bildraum entgegen, den der Künstler aus Architektur- und Technik-Elementen virtuos geschaffen hat. Schönewald ehrt den kürzlich verstorbenen Norbert Tadeusz mit einem Querschnitt seiner sattfarbigen, expressiven Bilder.

Van Horn überrascht mit einer vom Sammler Wilhelm Schürmann zusammengestellten Schau. "Verlangsamte Performance" sind 25 Werke von Künstlern aus aller Welt versammelt, deren gemeinsamer Nenner "Entschleunigung" ist. Dort fügen sich die Arbeiten trotz der Unterschiedlichkeit in Technik, Größe und Farbigkeit zu einem harmonischen Ganzen: Gretchen Fausts kleines Blatt, in das sie mit einer Schere feinste Muster geschnitten und feierlich gerahmt nostalgisch transformierte; Wolfgang Tillmanns, der einen Hauch von rosa Farbe über sein Blatt legt, wie eine Spur, die bald erlischt.

Und Ykio Nakagawa, der Ikebana-Meister, der aus einem Blatt Grünkohl eine Sphinx zaubert. Spannende Kunst, die von zwei als Betonskulpturen verewigten Tüten von Rosen/Wojnar bewacht wird – und damit auch Ironie beweist.

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